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Tommy in New York

Mittwoch, 2.September 1998:

Um 1:20 nachts ging’s los, vom Bahnhof Leipzig nach Frankfurt. Im Zug saßen nur Russen. Gegen 7:30 kam ich in FFM an und war um 8:30 auf meinen 10:30 Flug eingechecked (war ein bisschen zeitig, was? Naja, halt das erste Mal, dass ich irgendwo hin geflogen bin. Da geht man doch lieber auf Nummer sicher...)

Die Frau von British Airways am Schalter war klasse. Sie hat mich echt aufgemuntert und das war auch bitter nötig. Eigentlich hab ich ja Höhenangst und inzwischen war ich mir auch nicht so sicher, ob die Idee mit der Reise so eine gute war. Sie war nämlich beschissen vorbereitet. Vielleicht wäre ich etwas ruhiger gewesen, wenn ich mir für meine Ankunft in New York schon mal ne Unterkunft gebucht hätte... Jetzt aber egal. (Auch so, einen Reiseführer hatte ich natürlich auch nicht dabei. Vom „Lonely Planet“ hatte ich bis dato noch nie gehört!)

Im Flugzeug war dann alles cool. Die Stewardessen haben sich reizend gekümmert und mir das Cockpit gezeigt, in Heathrow musste ich umsteigen.

Um 17:00 (?) kam der Flieger dann in Newark, USA, an. Und da stand ich nun, mit meinem bisschen Schulenglish, kannte keine Sau und wusste nicht, wohin. Da passte es ganz gut, dass da noch so einer rumstand. Der Michael aus dem Saarland hatte sich in den Flieger geschwungen, um unangemeldet an ein paar Türen zu klopfen, in der Hoffnung so ein begehrtes Architektenpraktikum zu ergattern (weiß nicht, ob er das später auch geschafft hat, würde mich aber überraschen). Wir sind dann erstmal zusammen losgezogen, von Newark mit dem Bus nach Manhattan. (Hatte vorher die Frau an der Auskunft noch nach ner U-Bahn dorthin gefragt. Sie hat mich nur fassungslos angeschaut. Newark ist wohl doch ein Stück weiter draußen, als ich dachte.) Als wir in NYC ankamen war es dunkel und fing an zu regnen. Wir suchten nach nem billigen Hostel. Das konnten wir aber vergessen, waren alle ausgebucht. Ein schwarzer Cop erklärte uns, dass wir es mal in seinem Lieblingshotel versuchen könnten, wo er seine Freundin immer zum Poppen hinschleppt, wenn seine Alte nix mitkriegen darf. Wir sind doch lieber in das nächst beste zwei Straßen weiter rein (225 East 117th Street) und haben aus Kostengründen ein Twin-Room gemietet. (Der Typ an der Rezeption: „Gay or Straight?“ - da hab ich ihn erstmal fassungslos angeschaut. „Straight“ natürlich, leckmichamarsch...)
Was soll’s.

(gesamt $68: $10 Bus, $55 Hotel, $3 Wendy’s - ein Burgerparadies)

Donnerstag, 3.September 1998:

Schon ziemlich zeitig wach gewesen, wegen Jetlag. Im Hotel haben wir ganz okay gepennt, auch wenn Michael im Türrahmen eine fette Kakerlacke auf’n Kopp gefallen ist. Dann erstmal runter zum Bagelmann um die Ecke für ein gepflegtes Frühstück american style und anschließen ein bisschen die Gegend erkundet. Um die Mittagszeit rum stand ein Umzug an, aus dem teuren Hotel ins teure Big Apple Hostel, wo die Nacht im 4-Bett-Dorm $25 kostete.

Nachmittag dann Stadtrundgang in Central Manhatten, ein Ausflug auf’s Empire State Building stand auch auf dem Programm.
Um 20:00 waren wir wieder zurück und mir taten die Füße weh [was soll ich machen, steht halt so im Tagebuch - was war ich doch für ein Weichei]. Später sind wir dann noch mal raus, um irgendwo gepflegt was trinken zu gehen.

(gesamt $59: $2 Frühstück, $7 Taxi, $25 Hostel, $5 Mittag, $6 Empire State Building, $4 Abendessen)

tommy in New York - Big Apple Hostel tommy in New York - Empire State Building (glaub' ich) tommy in New York - Thomas Street

Freitag, 4.September 1998:

Immer noch mit Michael in NY. Ist ganz unterhaltsam mit dem Mann. Heute ging’s mal nach Lower Manhattan. Dort gab’s jede Menge Läden für Schuhe und Klamotten. Die „Greatest Bar of the World“, wie sie sich nannte, nahmen wir auch mit. Die war im Word Trade Center Turm 1 (während die Aussichtsplattform, auf die alle Touris strömten, auf Turm 2 gewesen wäre/war). Die Preise dort oben hatten es in sich ($7,50 für ein Gläschen Wein, da hat aber Michael einen ausgegeben).

Für den Abend wäre Carl Cox in der Stadt gewesen, der noch mal mit $25 ein dickes Loch ins Budget gerissen hätte. Den haben wir aber im Hostel verpennt.

(gesamt $63.50: $4 Mittag bei Wendy’s, $5,50 Film für die Knipse, $25 Platten [tolle Idee, zwar gab’s geiles Zeug, dort im Plattenladen, wahrscheinlich wäre es aber cleverer gewesen, so was eher gegen Ende zu kaufen, als an meinem zweiten Tag und folglich für die nächsten zwei Wochen immer ne dicke Tüte Schallplatten quer durch die Staaten zu schleppen.], $4 Salatbar, $25 Hostel)


[da stehen nur Stichpunkte, muss wohl im Stress gewesen sein am]
Samstag, 5.September 1998:

Okay, schlafen war wieder Scheiße - gegen 6:00/8:00 wach gewesen...
dann nach Lower Manhatten. Flohmärkte, Klamottenshops...
Brooklyn Bridge -wow. Schöner Ausblick auf Manhattan.
Schreiben!!! [den Tagebucheintrag wahrscheinlich?]
Subway - nach Hause; erstmal kleines Päuschen...
Dann nach Lower Manhatten.
Tanzclub gesucht - nix gefunden.
Taxi heim, zu dritt jetzt übrigens, weil heute noch ein Rainer aus Flensburg bei uns auf’s Zimmer gekommen ist.

(gesamt $90: $2 Frühstück, $1 Cola, $5 Wasser, Äpfel, $1,50 U-Bahn, $42 Hose, $25 Hostel, $5 Telefonkarte, $1,00 Wasser, $4 Pizza, $3 Taxi(anteil)

tommy in New York - Brooklyn Bridge tommy in New York - Manhattan tommy in New York - Time Square tommy in New York - Central Park

Sonntag, 6.September 1998:

Heute mal „lange geschlafen“. Weil ich inzwischen auch eine vage Idee hatte, wie’s weitergehen sollte (nach Chicago wollte ich sowieso, Rückflug ging am 24.September von Washington D.C., aber darüber hinaus hatte ich keine weitern Pläne.), organisierte ich mir einen Railpass vom Bahnhof, der mir für zwei Wochen Reisen im ganzen Osten ermögliche sollte. Das bot völlig neue Möglichkeiten!

Dann noch mal zu dritt schönes american style Frühstück auf dem Broadway gegönnt und dann in den Central Park. Schicke Sache das. Auf dem Rückweg noch in ein paar Läden geschaut und gegen 19:00 zurück.

(gesamt $255: $205 Railpass, $7 Frühstück, $6 Erfrischungen, $5,50 Film, $4 Fastfood, $2 Taxi, $25 Hostel)

Montag, 7.September 1998:

[Man, bin ja immer noch in New York - was war dass den für ein öder Urlaub, damals. Also ich fass das mal kurz zusammen:] War in New York einkaufen und hab ein Bier getrunken. Der Tag hat $92 gekostet.

Dienstag, 8.September 1998:

[Erschreckend, aber war immer noch in NY, den Teil lass ich mal weg.]
(...)Um 18:00 innen Zug. Die Amtrak-Züge sind echt schön, die fette Alte neben mir eher nicht. Die hat mir dauern ihr Jerry Seinfeld-Buch zeigen müssen, und hat ganz ungläubig geguckt, als ich ihr erklärt habe, dass Deutschland etwa halb so groß ist, wie Texas. „Waaas? Das kann doch nicht sein, Deutschland ist doch eine Land, Texas bloß ein Bundesstaat!!!“ Tja, wenn’s euch zu groß ist, gebt’s halt den Mexikanern wieder...
Wenigstens hab ich im Zug ordentlich schlafen können.

(gesamt $16: $4 Frühstück, $5 zweites Frühstück, $3,10 Bagel und Cola, $3,50 Bier)

Reisebericht-Kapitel:


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5. Washington
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7. Washington
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