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tommy in New Orleans

Samstag, 12.September 1998:

Na geil, immer noch im Zug, aber seit ich munter bin, regnet es draußen. An nem Hochwassergebiet kamen wir auch vorbei. Das konnte ja lustig werden, in New Orleans...

Dort angekommen, regnet es immer noch. Auf dem Bahnhof hab ich dann gleich noch ein paar Leute kennen gelernt, die mit im Zug saßen und auch ein Hostel suchten. Mit zwei Engländerinnen, einem Iren und zwei Amerikanern haben wir uns dann ein Taxi zum Hostel geteilt. Da hat es auch mit Regnen aufgehört. New Orleans stellte sich völlig anders dar, als die beiden anderen Städte vorher. Hier waren die Häuser flacher, alles ein wenig weitläufiger gebaut und altmodische anmutenden Straßenbahnen prägten das Bild - anders, nicht schlecht, aber doch so, dass ich öfters als sonst über die Schulter geschaut habe. Allzu sicher habe ich mich hier nicht gefühlt.
Das Hostel war ein nettes südstaaten-style Holzhaus und schicker Dusche. Ich knallte meine Sachen auf Bett und ging dann erstmal mit Damien, dem Iren, um die Ecke in den Pub auf ein Bier und ne Runde Pool. Der Mann war richtig unterhaltsam, einer von den Leuten, die ordentlich Stimmung auf jede Party bringen. Später sind wir dann mit den zwei Engländerinnen in ein Taxi, haben noch ne kleine Amerikanerin mit eingesammelt und sind alle zusammen auf die Bourbon Street, die Partymeile im Herzen der Stadt. Da hat es nicht allzu lange gedauert, und ich war ziemlich besoffen, hätte gar nicht gedacht, dass das mit Budweiser möglich ist. Allerdings war es hier auch schwül warm. Jedenfalls war der Abend mal richtig geil - soweit ich mich erinnern kann.

(gesamt $47,50: $2 Taxi, $18 Hostel, $4 Wendy’s, $17,50 Bier, $6 Fotos)


Sonntag, 13.1998:

Als wir in den frühen Morgenstunden ins Hostel zurückkamen, lag in meinem Bett irgendein wenig vertrauenserweckender Penner. Ich glaub, ich bin ziemlich ausgerastet und hab das ganze Zimmer aufgeweckt, während ich dem Typen die Pest an den Hals fluchte.

Weiß nicht was dann passiert, bin aber in irgendnem anderen Bett aufgewacht. Damien war nicht im Zimmer, der hat drüben bei den Mädels gepennt. Zwei Japaner guckten mich vorwurfsvoll an.
Ein Kater blieb mir erstaunlicherweise erspart. Mit den beiden Engländerinnen und Damien ging’s dann gemächlich zum Mississippi runter. Das hatte was, war so, wie ich mir New Orleans vorgestellt hatte. Ein paar Bluesmusiker saßen auf der Straße und unterhielten die Passanten. Gumbo, eine regionale Spezialität, probierte ich zum Mittag und das war wirklich saulecker! Im Hostel hatten wir bereits ausgechecked und das Gepäck auf dem Bahnhof eingeschlossen. Damien wollte nach Texas, die Mädels nach Florida. Ich hatte Key West als Ziel ins Auge gefasst und würde mit ihnen zusammen in den Zug springen, der um 20:00 in New Orleans abfahren sollte. Tat er aber nicht. Er lief erst gegen 23:00 ein! So saßen alle Passagiere geschlagene drei Stunden deprimiert auf dem öden Bahnhof rum.
Zur weiteren Demontage des Bildes vom Serviceparadies USA trug die fette Ausschenkmutti im Bahnhofsbistro bei. Das war ohnehin schon ziemlich runtergekommen. Vier junge Moslems, die (Schweine-)Fleisch in ihren Reis und Bohnen entdeckt hatten und es folglich nicht essen konnten und zurückgeben wollten, bissen bei ihr auf Granit. Bestellt hatten sie nachdrücklich was Vegetarisches. Nachdem sie die Mutti ungefähr fünf Minuten bequatscht hatten, konnten sie dann wenigstens ein bisschen Kartoffelmus bekommen - mussten das aber extra bezahlen.
Der ganze Bahnhof war irgendwie eine seltsame Erfahrung. Umso besser, dass die beiden Engländerinnen gut drauf waren.

(gesamt $19: $4 Frühstück, $4 Gumbo, $2 Bahnhofsschließfach, $9 Snacks)

tommy auf dem Weg nach New Orleans: Hochwasser tommy in New Orleans: das Hostel tommy in New Orleans: Mississippi und Dampfer tommy in New Orleans: so siehts aus dort

Reisebericht-Kapitel:


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