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Noch einige Abschiedsfotos von dem echt faszinierenden türkiesfarbenen Wasser und los gings. Onsen diesmal bei der Konkurrenz zur Jugendherberge gegenüber - war auch nicht wirklich besser. Irgendwie ist alles hier in den 70er Jahren stehen geblieben sogar die Bedienung. Wir fuhren die N241, N242, N38 nach Tokachi genauer nach Obihiro. Dort wollten wir ein Ryokan suchen - ich wollte endlich selbst ausprobieren was ein Ryokan ist. Angeblich sei ein Ryokan ist soviel wie ein Gasthaus mit traditionellem Essen. Es gibt nette kleine in Privathäusern gelegene oder eben welche in 10 stöckigen Hotelartigen Bauten. Leider waren die Preise überall weit entfernt von unserem Budget und selbst in den weniger einladenden Häusern wollte man weit über 100Euro/Nacht. Man man man was ist da so besonderes dran. Im Stadtzentrum von Obihiro aßen wir Mittag - buta-donburi . Da die Gegend bis vor wenigen Jahren kaum eigene Attraktionen zu bieten hatte, so wurde mir von Tomomi erklärt, kam ein pfiffiger Geschäftsmann auf die Idee Buta-Donburi zu hypen. Und inzwischen ist Buta-Donburi in ganz Japan bekannt. Es besteht aus gegrillten Schweinefleisch unnnnnd... RICHTIG....Reis. Jawoll. Wir fanden schließlich etwas ausserhalb nach 10km fahrt durch den Wald einen öffentlichen Zeltplatz. Unterwegs wollten wir schon einige male umkehren da wir es kaum glauben konnten nach dem ursprünglichen Hinweisschild Zeltplatz über 10km auf Schotterpiste durch den Wald zu fahren. Hier war es sehr ruhig und wir waren die einzigsten Gäste. Man hätte sogar eine der vorhandenen Hütten kostenlos benutzen dürfen - aber wir zelteten lieber. Abend sind wir dann um den Urlaub nochmals richtig ausklingen zu lassen in einem größeren Ryokan gegangen - zum baden bei Sonnenuntergang. Die 2 Stunden gingen ziemlich schnell rum, mit 3 Saunen und 12 verschiedenen Becken auf mehreren Etagen verteilt kam keine Langeweile auf. Bärenhungrig sind wir danach wieder ins Zentrum von Obihiro gefahren (Parkplatz 300Yen/Stunde) um Essen zu gehen. In einer speziellen Fressmeile suchten wir uns einen Imbiss aus. Das witzige war das jeder kleine Imbiss nur 5-7 Sitzplätze hatte und von jeweils einem Ehepaar betrieben wurde. Die Frau wischte und machte kassierte usw. der Mann stand am Grill und briet ALLES was man sich vorstellen konnte Fisch, Seeigel, Fleisch, Muscheln, Camembert usw... Irgendwie kamen mir Erinnerungen an die Reise 2003 in Südostasien auf - bloß das hier natürlich alles gesitteter zugeht als in Bangkok oder Jakarta. So saßen wir den ganzen Abend in der Fußgängerzone - Fressbude an Fressbude und probierten alles durch. Eine Speisekarte gab es natürlich nicht und auch die Preise wusste man im vorhinein nicht. Nach 3 Bier und 15 Fleischspießchen (ich hoffe es war Fleisch) torkelten ich zum Auto. Wir fanden sogar den Zeltplatz wieder und alle war gut. Fr 26.09.2004 ooohhh 3 Schulbusse riesengroß brachten ungelogen 200 Kinder in Schuluniform auf den Zeltplatz. Es wurde laut. Eine Karre mit Lautsprechern rollte an und per Lautsprecher wurden die Kinder dirigiert. Appell dann Grüppchen bilden - Jungs laden den LKW mit Zelten und Essen ab, Mädchen machen Feuer und kochen Essen. Auf einen Schlag war überall Trubel und wir machten das wir fortkamen. Die Suche nach einer Onsen war etwas schwierig da wir ziemlich früh unterwegs waren und erst ab 10:00 Onsen aufmachten. In einem 70er Jahre Betonkunstwerk wurden wir glücklich. Jetzt stand "Glücks Königreich" auf dem Programm. Überall in Hokkaido hatten wir die Werbung für "Glücks Königreich" gesehen mit einer Deutschlandfahne als Hintergrund. Dem wollte ich auf den Grund gehen und so erreichten wir gegen Mittag das etwas abgelegene Gelände dank zahlreicher Hinweisschilder zwischen Obihiro und Sarabetsu. Es hatte den Anschein das dies hier ein Vergnügungspark gewesen war - mit Thema Deutschland. Ein großes Schloss und zahlreiche Nebengebäude haben die Japse hier nach deutschem Vorbild gebaut - unglaublich. Max und Moritz mit den Gebrüder Grimm Denkmal einer Rapunzelturm und nem Trabbi. Klasse. Irgendwie surreal hoch drei. Alles Menschenleer - der Eingang verrammelt anscheinend ist der Betreiber pleite gegangen. Das störte uns aber nicht und wir schlenderten 2h durch die Straßen der nachgebauten Stadt. Dann mussten wir weiter - unsere Fähre sollte um 21:00 starten. Bis dahin waren es noch 250km. Also weiter die N236 und R111 und stopp - scheisse die gut ausgebaute Strasse war plötzlich gesperrt. Etwas irritiert fuhr ich bis zur Kante der Straße - aber tatsächlich die in der Karte gestrichelt eingezeichnete Straße war noch nicht fertig. Und ich dachte das sei ein langer Tunnel. Schade also die letzten 20km wieder zurück. Nun hatten wir etwas Zeitdruck da wir einen größeren Bogen bis zur Küste fahren mussten. Die R55 dann N236 an der Küste entlang. Ab und zu einige Fotos vom Sonnenuntergang gemacht und pünktlich 20:00 im Hafen von Tomakomai angekommen. Am Schalter bezahlt (Tomomi hatte telefonisch vorreserviert 42300Yen 2 Personen+Auto) und ab in die Kabinen. Wir hatten gleich die Kategorie nach der Holzklasse aber das war OK, Doppelstockbetten in einem Raum mit insgesamt 16 Betten. Wir sparten uns durch die Fähre 3 Tage Rückfahrt denn die 23stündige Schifffahrt sollte uns bis auf die Höhe von Tsuruga bringen. Sa 27.09.2004 Fazit: [Zurück zur: 3. Woche Asahidake - Shiretoko - Akan N.P.] oder [Zurück zur Startseite] |
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