ESTA Antrag statt VISUM vor der USA Reise nicht vergessen

(c) Fotolia

Ausgesprochen bedeutet ESTA - Electronic System for Travel Authorization. Ein System welches 2008 von amerikanischen Behörden eingeführt wurde um Einreisende Personen vorab überprüfen zu können. Wie für fast alle Staaten der Welt ist auch für die Einreise in die USA ein Visum nötig. Neben amerikanischen Staatsbürgern selbst gibt es eine Reihe von Ländern die vom Visumszwang „ausgenommen“ sind. Dazu zählen auch die meisten Staaten der EU sowie Australien. Im Umkehrschluss brauchen amerikanische Staatsbürger dann auch kein Visum für die Einreise in die EU.

Leider wurde die visafreie Einreise in die USA nur für kurze Zeit zwischen 2006 und 2009 gewährt. Seit 2009 ist die nun nicht VISUM genannte sondern „ESTA“ genannte Genehmigung per ESTA-Antrag vorab einzuholen. Allein ein genehmigter ESTA-Antrag stellt aber noch nicht sicher, dass man später an der Grenze tatsächlich Einreisen darf. Dies entscheidet die Grenzbehörde dann hoheitlich vor Ort. Wie genau mit welchen Fristen und ggf. Ausnahmeregeln eine ESTA Genehmigung erwirkt werden kann, möchten wir an dieser Stelle nicht ausführen da sich derartige Regeln genau wie die Regeln für VISA jederzeit ändern können. Bitte informieren Sie sich daher auf der offiziellen ESTA Seite. Die Kosten für den ESTA Antrag sind überschaubar.

Die Beantragung über Dritte (z. B. Reisebüro) ist möglich. Die US-Botschaft in Berlin warnt auf ihrer Website in diesem Zusammenhang vor Drittanbietern im Internet, welche für Informationen im Zusammenhang mit ESTA und für das Einreichen von Anträgen von Reisenden eine Gebühr erheben. Diese Gewerbeunternehmen werden weder von dem US-Ministerium für Innere Sicherheit (Department of Homeland Security, DHS) noch von der US-Regierung unterstützt, noch sind diese Behörden hiermit assoziiert oder auf irgendeine Weise verbunden. Die Nutzung eines privaten Dienstleistungsanbieters, zur Beantragung der Reisegenehmigung über ESTA, führt zu keiner Beschleunigung der Erteilung einer Reisegenehmigung.

Sofern man also einen Trip in die Vereinigten Staaten plant – wäre zuerst der Flug zu buchen. Anschließend je nach länge der Reise – ab 90 Tage Aufenthalt ein Visum zu beantragen oder bei weniger als 90 Tagen ein ESTA Antrag zu stellen.

Wenn der ESTA Antrag abgelehnt wurde... sollte man recherchieren warum. Dazu ist der eingereichte Antrag nochmal genau zu prüfen – vielleicht wurde er wegen falscher Angaben z.B. Tippfehler in den Daten abgelehnt. Wurde ein Fehler entdeckt kann man leider den Antrag nicht einfach erneut stellen. Sondern wie auf den Hilfeseiten der Antragswebseite Webseite ersichtlich den Kontakt zur Behörde suchen. Dies muss leider auf Englisch erfolgen und sollte Nachvollziehbar begründet sein. Im 2. Fall also kein Fehler gemacht und abgelehnt wird es schwieriger die Ursache zu finden. Es könnte z. B. an Verwechslungen liegen oder falls man mehrere Reisepässe hat erscheint dies „verdächtig“. In diesem Fall sollte man sich um ein normales Visum bemühen bei der jeweiligen US-Botschaft bzw. US-Konsulaten.

Die Einreise in die Staaten ist dann ein Erlebnis für sich... bei meinem Florida Kurztripp 2011 war umsteigen und damit die Einreiseprozedur in Atlanta nötig. Die gut 3 Stunden Aufenthalt verbrachte ich mit 2h Schlange stehen bei der Immigration. Es wurde wirklich alles gründlich gecheckt und entsprechend lang waren die Schlangen... für amerikanische Passholder gibt es natürlich extra Schalter da muss man nicht ganz so lange anstehen. Das Gefühl als „Dritte-Welt“-Reisender behandelt zu werden werde ich bis heute nicht los.

Richtig einfach war die Einreise 2006 von Kanada nach Alaska. Spontan entschieden wir uns damals nach dem Motto „wenn wir schonmal hier sind“ von Whitehorse (Kanada) nach Anchorage (Größte Stadt Alaskas - USA) zu fahren. Mitten in der Wildnis, staubige, kaum geteerte Straße wenig Verkehr gelangten wir zum Grenzübergang am Alaska Highway.

Der Grenzposten der USA war absolut beeindruckend. Am Ende der Welt, hatte die Weltmacht eine Hütte voll gestopft mit neuster Technik. Zwei Beamte mit Revolver im Halfter scannten unsere Fingerabdrücke machten Digitalfotos und stellten uns freundlich aber sehr bestimmt alle möglichen Fragen zu unserem Aufenthalt in Alaska. Der eine Kollege haute dabei mit einem äußerst langsamen „Einfingertippsystem“ in die Tasten seines Computers. Schmeissi betitelte ihn gleich mit „korrekte Hackertippse“. Zum Glück verstanden die Beamten kein Deutsch. ESTA oder VISUM vorab war nicht nötig alles wurde im Hackercamp erledigt und dauerte nicht länger als 20 Minuten.

(c) Schmeissi

USA


Antarktis, Südpol Groenland Naher Osten, Arabien Afrika Südamerika Mittelamerika Nordamerika Europa Asien Australien und Ozeanien
Diese Seite wurde am 2020-08-06 16:33:50 (für 86400 Sekunden) gecacht.HIER klicken um static Cache zu erneuern.