Arbeiten in Thailand

Informationen zu den für Ausländer erlaubten Berufsgruppen:
www.love-thailand.de/Thailand_info/Grunderwerb_in_Thailand
www.siam-info.de/german/arbeit.html
Sozialversicherungssystem in Thailand:
www.sso.go.th/wpr/eng
Deutsch-Thailändische Handelskammer:
thailand.ahk.de

Leben und arbeiten unter Palmen – ein Traum, der gut geplant sein sollte. Denn die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit in Thailand wird durch einige Restriktionen reglementiert, so dass für viele Ausländer die Chancen auf Erfolg bei der Jobsuche schon von vorneherein sehr schlecht sind. Im Folgenden geben wir dir einen kleinen Überblick über die thailändischen Arbeitsbedingungen.

Es ist für Thailänder ziemlich schwer, einen guten Job zu finden. Das liegt u. a. am Bildungssystem Thailands. Eine solide Berufsausbildung ist sehr teuer und daher nur wohlhabenden Thais vorbehalten. Aus diesem Grund arbeiten viele als angelernte Arbeitskräfte. In ländlichen Gebieten finanziert sich die Bevölkerung zumeist über die Agrarwirtschaft. Die Arbeitslosenrate in Thailand wurde im Jahr 2009 auf unter zwei Prozent geschätzt. Inwieweit diese Schätzung realistisch ist, sei offen gelassen.

Du schlussfolgerst nun, dass das mangelnde Potenzial an Fachkräften in Thailand qualifizierten Ausländern den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert? Leider triffst du hier auf die entscheidende Hürde: Thailändische Arbeitgeber dürfen in bestimmten, in einer langen Liste aufgeführten Berufen keine Ausländer beschäftigen. Dazu gehören z.B. handwerkliche Tätigkeiten, Bürotätigkeiten, juristische Geschäftsfelder und Immobilienhandel. Einen ersten Überblick über die gesperrten Berufsgruppen bieten die hier angegebenen Links. Für Unternehmer, die hohe Investitionen tätigen, werden Ausnahmen gemacht.

Es existiert in Thailand ein Mindestlohn, welcher sich aktuell auf circa 151 bis 206 Baht pro Tag beläuft. Das bedeutet natürlich nicht zwangsläufig, dass dieser auch tatsächlich gezahlt wird. Angeblich leben 60% der Arbeiter von einem monatlichen Lohn unter 6000 Baht (circa 150 Euro) und können sich nur durch Mehrarbeit und Zweitjobs über Wasser halten. Auch für Ausländer variiert das Gehalt stark, je nach Region und Arbeitgeberunternehmen. Angeblich kann man als Ausländer jedoch mit einer guten, “existenzsichernden“ Bezahlung rechnen.

Thailand hat seit den 90er Jahren auch ein Sozialversicherungssystem, welches nach und nach die Einführung von Krankenversicherung, Mutterschutz, Kindergeld, Rente und auch einer Arbeitslosenversicherung beinhaltete. Bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber wird eine sechsmonatige Unterstützung mit 50% des bisherigen monatlichen Einkommens gewährt, sofern zuvor sechs Monate eingezahlt wurde. Die Krankenversicherung wird mit Beiträgen von je einem Prozent des Gehalts von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Nähere Informationen zur sozialen Absicherung bietet dir das Social Security Office. Allerdings solltest du im Vorfeld eines Neustarts in Thailand noch einmal genau prüfen, inwieweit die verschiedenen Ansprüche auch Ausländern zu Gute kommen und ob sie dann für eine umfassende Absicherung genügen.

Voraussetzungen und Genehmigungen

Die notwendigen Arbeitsbewilligungen sind, wie bereits angedeutet, nicht leicht zu bekommen. Grundvoraussetzung sind ein bereits vorhandener Arbeitsplatz und ein Arbeitsvisum (mehr dazu in unserer Rubrik “Visum“). Darüber hinaus wird von einem bestimmten Einkommen (um mindestens 30 000 bis 50 000 Baht/ Monat herum) und den damit verbundenen Steuerzahlungen ausgegangen. Die Arbeitsgenehmigung (“work permit“) wird vom Arbeitgeber beantragt. Die Kosten trägt der Arbeitnehmer. Für einen Arbeitsplatzwechsel muss eine neue Erlaubnis beantragt werden.

Für eine Arbeitsaufnahme in Thailand solltest du zudem über gute Englischkenntnisse verfügen.

Stellensuche

Aufgrund der vielfältigen Beschränkungen scheinen die Touristenbranche und internationale Unternehmen mit Niederlassungen in Thailand als vielversprechendste Möglichkeit, um einen Job zu finden. Hier kannst du gegebenenfalls mit Sprachkenntnisse als Vorteil gegenüber Thais punkten und damit den Weg in “gesperrte“ Branchen finden. Denn wenn dein Arbeitgeber schlüssig darlegen kann, dass er Arbeitnehmer mit den benötigten Qualifikationen im Inland nicht findet, werden Ausnahmen gemacht. Das thailändische Arbeitsamt unterstützt lediglich Thais bei der Jobsuche. Die Deutsch-Thailändische Handelskammer hilft mit der Einstellung von Stellengesuchen auf der Homepage und einer Liste von in Thailand ansässigen, internationalen Unternehmen (beides gegen Gebühr).

Kommentare

Download Flash Player: http://www.adobe.com

Thailand


Antarktis, Südpol Groenland Naher Osten, Arabien Afrika Südamerika Mittelamerika Nordamerika Europa Asien Australien und Ozeanien
Diese Seite wurde am 2020-08-06 16:27:00 (für 86400 Sekunden) gecacht.HIER klicken um static Cache zu erneuern.