Flora und Fauna in Südafrika

Wer sich für die einzigartige Natur Südafrikas interessiert, sollte sich auf jeden Fall einen Naturführer oder Reiseführer mit einem Bestimmungsteil für Pflanzen und Tiere besorgen. Da Südafrika eine Vielfalt an Lebensräumen aufweist (Urwald, Wüste, Karoo, Savanne, Küstenregion;), gibt es auch eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten.

Flora

Südafrika beheimatet mit 20.000 verschiedenen Pflanzen etwa 10% der weltweit vorkommenden Arten. Viele dieser Arten sind endemisch, das heißt sie kommen nur dort und nirgendwo anders vor. Es gibt besonders viele Hartlaubgewächse, die kleine nadelige Blätter besitzen. Die vielfältige immergrüne Vegetation des kapländischen Florenreiches wird "Fynbos" (feiner Busch) genannt. Die kapländische Flora ("Capensis") ist im Vergleich zu den sechs übrigen Florenreichen weltweit (Tropen Südamerikas, Tropen Afrikas/Asiens, Australien, gemäßigte Breiten, Ozeanien, Antarktis) das kleinste und artenreichste Florenreich. Das bedeutet, das die Flora Südafrikas im weltweiten Vergleich etwas ganz besonderes ist, nicht nur aufgrund des Artenreichtums, sondern auch durch das Vorkommen ganz spezieller Pflanzen, die sich an das Leben in der Region angepasst haben, Typisch sind Proteen (die Königsprotea ist die Nationalblume des Landes), viele Erika-Arten und riedähnliche Restios.

Im Nordwesten des Landes ist Halbwüste vorherrschend. In der Sukkulenten-Karoo sind Pflanzen heimisch, die besonders gut mit Hitze und Trockenheit auskommen. Diese Pflanzen speichern Wasser in ihren Blättern oder Sprossen und werden daher Sukkulente genannt. Die Artenvielfalt ist sehr hoch. Nach dem Regen im Frühjahr (August/September) erwacht die Wüste des Namaqualands (besonders eindrucksvoll in der Region um Springbok) und es erstrecken sich kilometerweite Blumenmeere. In der Gegend finden sich auch viele eindrucksvolle Köcherbäume.

In der Savanne Südafrikas, dem sogenannten "Bushveld", findet man eine geschlossene Kraut- und Grasschicht, sowie verstreut verteilte Büsche und Bäume. Zu den typischen Pflanzen gehören Marula-, Mopane-, Affenbrot- und verschiedene Feigenbäume, sowie Wolfsmilchgewächse. Letztere sind z.B. mit dem Weihnachtsstern verwandt, der den Winter über auf den Fensterbrettern Deutschlands ein gern gesehener Gast ist.

Insgesamt ist nur ein Prozent der Fläche Südafrikas von Wald bedeckt. Viele dieser Wälder sind mit nicht-heimischen Arten wie z.B. Eukalyptus oder Kiefer bepflanzt,. In den Drakensbergen, sowie an der Küste um Sodwana Bay und Tsitsikamma sind kleine Flecken Regenwald erhalten geblieben. Dort findest du riesige Gelb- und Hartholzbäume, sowie verschiedene Farne, Flechten und Pilze. Bei Durban gibt es sogar Überreste von Mangrovensümpfen.

Im Grasland, welches vor allem im "Highveld" vertreten ist, dominieren verschiedene Gräser, Sträucher und Akazien.

Fauna

Südafrika ist ein Land der Superlative. Hier wohnen die größten (Elefanten, Nashörner und Flusspferde), schnellsten (Geparden), höchsten (Giraffen) und kleinsten (Zwergspitzmäuse) Landsäugetiere. Wer nach Südafrika reist, möchte unbedingt den "Big Five" begegnen: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Dies sind die Tiere, deren Jagd am Beliebtesten war oder teilweise immer noch ist, auch wenn sich die heutigen Großwildjäger eher mit beeindruckendem Kameraequipment denn mit schweren Waffen präsentieren. Die besten Chancen auf eine Begegnung hat man in einem der vielen Nationalparks. Der Löwe ist die größte afrikanische Katze, aber auch vor Leoparden und Geparden sollte man sich in Acht nehmen. Das gefährlichste und aggressivste Tier ist allerdings das Flusspferd. Dieses hält sich tagsüber im Wasser auf, ruht und verdaut. Nachts kommt es an Land um Gräser und Kräuter zu fressen. Ein Flusspferd ist schnell reizbar und du solltest dein Zelt nicht zu nah am Fluss aufbauen, da du sonst einfach plattgetreten wirst. Elefanten und Nashörner, vor allem Mütter mit Kindern, fühlen sich schnell bedroht und sollten daher nicht durch Hupen, nahes Heranfahren oder Rufen gereizt werden. In einem wildreichen Gebiet solltest du dein Auto nicht verlassen oder nur mit einem ausgebildeten Ranger unterwegs sein. Auch Zebras und viele Antilopenarten, wie Oryx (Gemsböcke), Springböcke und Dikdik's sind sehenswert.

Nicht nur die großen Tiere sind beeindruckend. Es gibt auch eine Vielfalt an kleinen Tieren, darunter die "Small Five": Pantherschildkröte, Pillendreher, Ameisenlöwen, Elefanten-Rüsselspringer und Büffelwebervogel.

In Südafrika gibt es viele Strauße, sowohl wilde als auch gezüchtete. Das Fleisch dieser großen flugunfähigen Vögel ist eine Delikatesse. Die Vogelwelt Südafrikas ist reich und Webervögel, Hornvögel, Würger, Racken, Geier und Greifvögel sind vertreten. Rund ums Kap können dir auch noch ganz andere Vögel begegnen: Am Boulders Beach in Simon's Town lebt eine große Kolonie von Brillenpinguinen. Man kann diesen traumhaften Strand zusammen mit den Pinguinen genießen.

Südafrika beheimatet auch eine Vielzahl an Schlangenarten. Nicht alle davon sind giftig. Zu den gefährlichen Schlangen gehören die Kap-Kobra, Schwarze Speikobra und Puffotter. Du solltest immer mit festen Schuhen und langer Hose unterwegs sein um Bissen aus dem Weg zu gehen. Solltest du doch gebissen werden, präge dir genau das Aussehen (Färbung, Kopfform) ein, bleib ruhig und rufe einen Arzt. Die Schwarze Speikobra kann ihr Gift bei Gefahr bis zu 2m weit spucken und einen Menschen erblinden lassen.

Östlich vom Kap kannst du Südkaper (Südliche Glattwale) beobachten. Im Winter (also europäischen Sommer) ziehen sie nach Norden an die Küsten Südafrikas, Südamerikas und Australiens um zu kalben; im Sommer wandern sie zur Nahrungssuche wieder in Richtung Süden. An den Küsten der "Wild Coast" und "Sunshine Coast" kannst du auch springende Delphine sehen.

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