Kunst und Kultur in Simbabwe

In Simbabwe lässt sich kaum eine einheitliche Kultur finden. Die Kunst der Weißen ist immer noch von der britischen Kolonialzeit geprägt. Man findet auch viele rest-europäische Einflüsse. Allerdings tragen die Weißen nur einen geringen Anteil an der Bevölkerung. Die Kunst der Afrikaner ist stark durch ihre jeweilige Religion und Herkunft geprägt. Als typischer Vertreter simbabwischer Kultur könnten die Shona-Skulpturen angesehen werden.

Im Queen-Victoria-Museum in Harare kannst du dir die Geschichte Simbabwes mittels Felsmalereien, Gebrauchsgegenständen, Waffen und Werkzeugen näher bringen lassen. Die Nationalgalerie zeigt eher moderne Kunstwerke, wie Malereien und Plastiken.

Steindenkmäler

In Great Zimbabwe, einer Ruinenstadt aus dem 11.-14. Jahrhundert, kannst du Zeuge der Hochkultur des Munhumutapa-Reiches werden. Ihre Hinterlassenschaften sind verschiedenste Skulpturen und Häuser mit schönen Verzierungen. Auch in den Ruinenstätten Khami und Dhlodhlo kannst du Überreste vergangener Zeiten bestaunen.

Bildhauerei

Die Bildhauerei gehört zu den wichtigsten Kunstrichtungen in Simbabwe. Sie hat eine lange Tradition im Land. Selbst in den jahrhundertealten Ruinenstätten lassen sich Skulpturen finden. Der Bau und die Eröffnung der Nationalgalerie in den 1940er und 50er Jahren waren eine Art Katalysator für die Entwicklung der modernen Bildhauerei. In Harare gibt es auch die renommierte Vukutu-Kunstakademie, wo du die verschiedensten Techniken der Bildhauerei erlernen kannst. Simbabwe hat zahlreiche talentierte Bildhauer hervorgebracht, dazu gehören Henry Munyaradzi und seine Söhne, Bernard Matemera und Colleen Madamombe. Deren Kunst kannst du auch in internationalen Museen, wie in New York oder Paris, bestaunen.

Früher wurde hauptsächlich in Speckstein gehauen. Heute werden verschiedenste Materialien genutzt. Darunter sind auch Gesteine, die im Great Dyke gefördert werden. Die Ergebnisse simbabwischer Bildhauerei werden oft allgemein als Shona-Skulpturen bezeichnet, auch wenn nicht alle Künstler zu den Shona gehören.

Sonstiges

Die Malerei spielt keine große Rolle in der Kunstwelt Simbabwes. Der bekannteste Vertreter des Landes ist Victor Mavedzenge.

Die Musik ist den Simbabwern, wie vielen Afrikanern, sehr wichtig. Traditionelle Musik ist Ausdruck der Religion, Herkunft und Lebenssituation. Sie spielt eine wichtige Rolle im Leben eines Simbabwers und ist oft mit Tanz verbunden. Ebenfalls wird viel bei Gottesdiensten gesungen. Harare ist das musikalische Zentrum des Landes. Hier konnten sich bereits einige Bands auch international etablieren. Bhundu Boys, Metaphysics und Stella Chiweshe sind Beispiele simbabwischer Musiker.

Feste und Feiertage

Neben familiären Festen des Lebens wie Geburten, Hochzeiten, Totenfeiern und Ahnenverehrungen, werden auch die christlichen Feiertage, wie Weihnachten und Ostern, gefeiert. Weitere Feiertage sind:

  • 1. Januar: Neujahr
  • 18. April: Unabhängigkeitstag
  • 1. Mai: Tag der Arbeit
  • August: Heldentag und Tag der Verteidigungskräfte
  • 22. Dezember: Tag der Einheit

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Simbabwe


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