Simbabwe: Geographie

Simbabwe ist mit 390.757km² so groß wie Deutschland und die Niederlande zusammen. Es befindet sich somit auf Platz 61 der Weltrangliste und grenzt an Botswana, Mosambik, Südafrika und Sambia

Das Land besteht hauptsächlich aus einem Hochplateau mit einem etwas höherem Zentralplateau. Der Osten des Landes ist bergig.

Der "Great Dyke" ist ein 550km langer und vier bis elf Kilometer breiter Gesteinskörper, der sich in Nord-Süd-Ausrichtung durch das ganze Land zieht. Im Süden ist es ein schmales Band, das nach Norden hin höher wird und im Umvukwe-Plateau endet. Dieser Gesteinskörper ist etwa 2,6 Millionen Jahre alt und besteht aus diversen Gesteinen und Mineralien. Wirtschaftlich gefördert werden Chrom, Nickel, Gold, Silber, Platin, Zinn, Glimmer, Asbest sowie Steine für bildbauerische Kunst, wie Serpentinite, Dolomit und Marmor.

Politisch teilt sich das Land in acht Provinzen (Manicaland, Mashonaland Central, Mashonaland East, Mashonaland West, Masvingo, Matabeleland North, Matabeleland South, Midlands) und zwei Stadt-Provinzen (Bulawayo und Harare) auf.

Der Norden

Nordsimbabwe ist landschaftlich schön, vielseitig und wildreich. Es wird durch den Sambesi geprägt, der die natürliche Grenze zu Sambia bildet. Mit 2574km ist er der viertlängste Fluss Afrikas. Südöstlich der Victoriafälle ist der Sambesi durch steile hohe Felswände eingesperrt. Dort gibt es auch viele Stromschnellen. Anschließend fließt er in den Kariba-See, der durch den Bau der Kariba-Talsperre entstand. Dieser See bildet das größte bzw. voluminöseste Wasserreservoir der Welt. Der Ort Kariba ist nicht nur das wasserwirtschaftliche Zentrum der Region, sondern auch Ausgangspunkt zu Fahrten an und auf den See. Der Matusadona-Nationalpark befindet sich am See und schützt einen Teil der einzigartigen Landschaft des Südufers.

Der Chizarira-Nationalpark liegt im Nordwesten des Landes und ist durch seine dichte Bewaldung, die vielen Flussauen und Schluchten charakterisiert. Der Park umfasst auch die Tundaziberge und ist durch seine geringe Infrastruktur recht ursprünglich und wildreich.

Der Mana Pools Nationalpark ist ein Weltkulturerbe und gleichzeitig ältester Park des Landes. Das Gebiet umfasst vier natürliche Pools in denen zahlreiche Krokodile und Flusspferde leben. Die Landschaft ist stark vom Wasserstand des Sambesi geprägt. Der Bau des Kariba-Staudamms hatte daher einen entscheidenden Einfluss auf die Landschaft des Mana Pools Nationalparks.

Harare, die Hauptstadt des Landes, befindet sich im nördlichen Zentralteil des Landes. Dort leben rund 1,6 Millionen Menschen und im gesamten Ballungsraum leben noch einmal doppelt so viele. Harare ist wirtschaftliches Zentrum und Transportknoten der Region.

Der Osten

Der Osten des Landes wird durch bergiges Hochland gekennzeichnet. Die Region ist recht abgelegen und wild. Im östlichen Hochland liegt auch der höchste Punkt des Landes, der Inyangani mit 2592m. Dieser Gipfel befindet sich im Nyanga-Nationalpark. Die Bergkette in dem Park trennt das Hochland Simbabwes vom Tiefland Mosambiks. Im Nyanga-Nationalpark befinden auch die Mtarazi-Fälle, die mit 760m die zweithöchsten Wasserfälle Afrikas sind. Von den Bergen des Parks kannst du über das Honde Valley bis nach Mosambik blicken. An der Grenze zu Mosambik befindet sich auch der grenzübergreifende Chimanimani-Nationalpark. Dieser ist nur für Wanderer zugänglich. Die Gipfel sind hier ebenfalls über 2000m hoch.

Der Süden

Im Süden befindet sich der Gonarezhou-Nationalpark. Dies ist der länderübergreifende Teil des Great Limpopo-Transfontier Parks. Auf südafrikanischer Seite wird er als Krüger-Nationalpark, und auf mosambikanischer Seite als Limpopo-Park, weiter geführt. Der Park befindet sich im Tiefland und ist durch viele Flussauen charakterisiert. Allerdings führen nur zwei der zahlreichen Flüsse dauerhaft Wasser. Ein weiteres Merkmal des Parks sind großen Sandsteinformationen, wie die schönen Chilojo-Felsen.

Der Westen

Im Westen des Landes befinden sich gleich zwei Hauptattraktionen: die Viktoria-Fälle und der Hwange-Nationalpark. Mit Bulawayo befindet sich in dieser Region auch ein wirtschaftlicher und touristisch interessanter Knotenpunkt.

Nach der Regenzeit führt der Sambesi besonders viel Wasser und riesige Wassermassen stürzen die Viktoriafälle, an der Grenze zu Sambia, hinunter. Sie gelten dann mit einer Breite von 1708m und einer Tiefe von 110m als die größten Wasserfälle der Welt. Von der simbabwischen Seite kannst du etwa zwei Drittel der Wasserfälle überblicken. Die Fälle befinden sich innerhalb eines kleinen Nationalparks, der die einzigartige Landschaft schützt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Wasserfälle hat sich durch den dauerhaften Sprühnebel ein kleiner Regenwald entwickelt.

Der größte Nationalpark Simbabwes, der Hwange-Park, ist relativ einfach zu erreichen. Im Westen grenzt er an Botswana und du kannst im Park die Ausläufer der Kalahari sehen. Im Osten des Parks sind feuchtere Savannen vorherrschend. Dennoch ist ein Großteil von Sandboden dominiert.

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