Die Geschichte Schwedens

Erste Zeichen menschlicher Besiedlung auf dem Gebiet des heutigen Schwedens gehen auf die Zeit um 12 000 v.Chr. zurück. Ab 8000 v.Chr. siedelten sich zunächst vereinzelt und später immer mehr Stämme an, die um 5000 v.Chr. anfingen, sesshaft zu werden und Ackerbau zu betreiben.

Wikinger, Christianisierung und Kreuzzüge

Medeltidsveckan auf Gotland
Medeltidsveckan auf Gotland

Die Zeit zwischen 800 und 1050 n. Chr. gilt als Epoche der Wikinger und war durch große Ausdehnungen gekennzeichnet. Schwedische Wikinger drangen weit nach Osten bis zum Kaspischen Meer vor, wobei sie neben ihren räuberischen Tätigkeiten auch Handel betrieben und Staaten gründeten. In ganz Schweden kannst du heute in Wikingermuseen dein Wissen über diese Zeit vertiefen.

Bis die Schweden ihren heidnischen Glauben zugunsten des christlichen aufgaben, brauchte es viel Zeit. Zurückzuführen ist die Christianisierung auf den Heiligen Ansgar, der 830 die Schweden erstmals mit dem Christentum konfrontierte, welches sich jedoch erst im 11. Jh. durchsetzte. Der heidnische Glaube blieb noch lange parallel bestehen.

Das zunehmend mächtiger werdende Land Schweden führte im 12. Und 13. Jh. mehrere Kreuzzüge gegen Finnland, welche eine deutliche Gebietsvergrößerung Schwedens zur Folge hatten.

Kalmarer Union und Aufstieg zur Großmacht

Unter Führung der dänischen Königin Margarete vereinigten sich 1397 die drei Königreiche Norwegen, Schweden und Dänemark zu einer Herrschafts- und Handelsunion. Die Kalmarer Union war jedoch immer wieder durch Kämpfe und Aufstände geprägt und zerbrach schließlich 1523 mit dem Ausscheiden Schwedens und dessen Wahl eines eigenen Königs. Die Macht über das Land hatte von nun an Gustav Wasa, der bei dem Aufstand gegen den dänischen Unionskönig Christian II. eine wichtige Rolle gespielt hatte. Er regierte von 1523 bis 1560 und trieb unter anderem. die Reformation im Land voran.

Im 17.Jh. verloren Dänemark und Norwegen große Gebiete an Schweden, welches in dieser Zeit den Höhepunkt seiner flächenmäßigen Ausdehnung erreichte. Ihre Stellung als Großmacht konnten die Schweden aus wirtschaftlichen Gründen jedoch nicht aufrechterhalten und zahlreiche Gebiete gingen wieder verloren, wie etwa in Folge der Niederlage im Großen Nordischen Krieg (1700-1721) um die Vorherrschaft im Ostseeraum.

Unter König Karl XIV. Johann wurde Norwegen 1814 zu einer Union mit Schweden gezwungen, die bis 1905 fortbestand.

20. und 21.Jahrhundert

In den beiden Weltkriegen des vergangenen Jahrhunderts erklärte Schweden offiziell seine Neutralität. Soziale Reformen innerhalb des Landes nach Ende des ersten und deren Ausbau nach Ende des zweiten Weltkrieges bildeten die Grundlage für den sich entwickelnden Wohlfahrtsstaat.

Seit 1946 ist Schweden Mitglied der Vereinten Nationen, seit 1949 Teil des Europarats und seit 1951 Mitglied im Nordischen Rat.

Die 1990er Jahre des 20. Jh. waren geprägt durch hohe Arbeitslosigkeit in Folge einer Wirtschaftskrise. 1995 trat das Land schließlich der Europäischen Union bei, ohne jedoch den Euro einzuführen. Schweden gilt als eines der reichsten Länder der Welt.

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