Flora und Fauna in der Schweden

Die Pflanzenwelt Schwedens ist von den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen des Landes geprägt und wird, je weiter nördlich man vordringt, zunehmend karger. Dabei ist rund die Hälfte der Landesfläche von Wald bedeckt. Dies führt zu einer hohen Anzahl an Tieren, wobei die Artenvielfalt in Schweden vergleichsweise gering ausgeprägt ist. Eine Ausnahme bildet die Vogelwelt.

Flora

Im Süden des Landes dominieren mitteleuropäische Laubwälder u.a. mit Buchen, Ulmen und Eichen sowie Ackerlandschaften. Weiter nördlich geht die Vegetation in Mischwälder und schließlich in Nadelwälder über. Fichten, Birken und Kiefern wirst du in Schweden besonders häufig zu sehen bekommen. Ganz im Norden bilden dünn bewachsene Nadelwälder den Übergang zur Tundra, eine karge, baumarme Landschaft, mit Sträuchern, Flechten und Moosen.

Schweden ist ein Paradies für Pilz- und Beerensammler, da es viele verschiedene Arten (z.B. Pfifferlinge, Preisel- und Heidelbeeren) in großer Anzahl gibt. Ein Ort mit einer besonderen Vegetation in Schweden ist die Ostseeinsel Öland mit ihrer Steppenheide “Stora Alvaret“, die durch den kalkhaltigen Untergrund erst ermöglicht wird. Außerdem findest du auf der Insel 30 verschiedene Orchideenarten, von denen einige endemisch sind, d.h. nur dort vorkommen.

Fauna

Rentiere, Nordschweden
In Nordschweden trifft man häufig auf Rentiere.

Auch die Tierwelt Schwedens wird durch die lange Nord-/Süd-Ausdehnung bestimmt. Im Süden ist die Fauna mitteleuropäisch geprägt, u.a. mit Hasen, Füchsen, Bibern und Rotwild. Durch die vergleichsweise dünne Besiedlung des Landes ist der Wildbestand entsprechend hoch. Besonders reich ist die Artenvielfalt bei Fischen und Vögeln, bei Säugetieren ist sie eher gering.

Die schwedischen Gewässer sind fischreich und so tummeln sich in ihnen Lachse, Forellen, Barsche, Hechte, Karpfen, Saiblinge und viele weitere Arten.

Über 300 verschiedene Vogelarten gibt es in Schweden, darunter Raubvögel, verschiedene Eulenarten, unter Naturschutz stehende Kraniche und Graugänse, die in der bekannten schwedischen Geschichte von Nils Holgersson eine wichtige Rolle spielen.

Das wohl bekannteste und auch größte Säugetier Schwedens ist der Elch, der auch König der Wälder genannt wird. Er ist ein Einzelgänger und fast überall in Schweden zu Hause. Alljährlich im Herbst wird bei der großen Elchjagd seine Population um 100 000 Tiere verkleinert.

In Schweden sind Autounfälle mit Elchen keine Seltenheit, daher solltest du immer aufmerksam sein und mit ihnen rechnen, wenn du auf der Straße unterwegs bist.

Rentiere sind in Lappland häufig zu finden. Sie sind Herdentiere und gehören zu der Familie der Hirsche. Für das Volk der Samen waren sie früher Lebensgrundlage und wurden u.a. als Last- und Zugtiere genutzt. Rentierzucht wird in Lappland auch heute noch praktiziert.

Die Wahrscheinlichkeit einen Bären in Schweden zu treffen ist nicht besonders hoch, ebenso verhält es sich mit Wölfen und Luchsen. Aufgrund ihres seltenen Vorkommens stehen sie unter Naturschutz und es ist verboten sie zu töten. Auch eine Jagdsaison gibt es für Bären nicht. Beim Wandern solltest du ein Glöckchen bei dir tragen damit dich ein Bär schon von weitem hört, denn dann wird er deine Nähe meiden. Sollte es doch einmal zu einem direkten Zusammentreffen kommen, versuche ruhig zu bleiben und ziehe dich langsam zurück.

Die größte Plage in Schweden ist wohl die Stechmücke, insbesondere in der Nähe von Gewässern, die es im Land so zahlreich gibt. Besonders bei einem Campingurlaub können sie sehr lästig sein. Manchmal hilft dann nur noch die Flucht ins Zelt.

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Schweden


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