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Die Vorbereitungen der Schneeschuhtour

Bereits im Dezember 2010 begann ich mit den ersten Überlegungen - angeregt durch die im Oktober 2010 beendete Wanderung mit Tommy durch Norwegens Süden. - Damals anfang Oktober lag bereits der erste Schnee und viele Seen waren bereits vereist. Irgendwie hatten wir damals beide gedacht - wie geil es eigentlich sein muss im Winter die Strecke im Schnee zu wandern.
Also besorgte ich mir Anfang Januar 2011 meine ersten Schneeschuhe und probierte diese im Harz während eines verlängerten Wochenend mit Goldi zwei Tage lang aus.
Das ganze machte uns dann doch soviel Spass das wir eine größere Wanderung im nächsten Winter mit genügend Vorlauf anplanten.
Das wir unsere Ausrüstung im Winter nicht auf dem Rücken tragen konnten war schnell klar - bei grob geschätzten 30kg pro Person. Also recherchierte ich nach Schlitten - Pulka - Sled auf dem Wir die Ausrüstung hinter uns herziehen können.
Im Dezember 2011 auf einem dienstlichen Tripp nach Dresden - entdeckte ich zufällig die Erlebniswelt des "Globetrotters" - ein ganzer Einkaufstempel für Outdoorfans. Dort gab es dann einen relativ günstige Schlittenwanne namens "Paris Expedition Sled". Und im Internet wimmelt es nur so von Bauanleitungen um aus der "Wanne" ein vollwertigen Schlitten mit Zuggestänge zu basteln.

Im Januar 2012 machten wir dann mit dem Schlitten und neu gekauften Schneeschuhen für Tommy eine Testwanderung im Vogtland. Dabei stellte sich dann heraus das ein Schlitten für 2 oder 3 Personen nicht reicht. Wie sich herausstellte ist bei ca. 50kg im Schlitten die vernünftige Gewichtsgrenze erreicht. Inzwischen hatte ich auch eine relativ komplexe Ausrüstungsliste mit Gewichtsangaben zusammengestellt und wir waren allein bei ca. 15kg Grundnahrungsmittel und ca. 30kg sonstiger Ausrüstung pro Person angelangt. Also mussten wir mit einem Schlitten pro Person und dann ja ca. 45kg Gewicht drauf losziehen...
Mitte Februar 2012 schlugen wir im Schlussverkauf dann richtig zu - jeder einen Winterschlafsack bis -47Grad (Nordisk Gormsson), Multifuelkocher, Jacken, Icebreaker, Fleecehosen, Socken usw. alles vom feinsten aus Merinowolle. Skistöcke, Lawinenschaufel, Multitool-Werzeug usw...
Zu den weiteren Vorbereitungen meinerseits gehörte:

  • Mietwagen (Kombi, mit Winterreifen, unlimitierte km, ohne SB, mit Erlaubnis für Fahrt nach DK und Norwegen und Erlaubniss für Fähre, Zusatzfahrer, + Schneeketten) buchen - da wurde ich über Autoeurope beim Autoverleih Buchbinder Leipzig fündig - 429€ vom 1.3. - 12.3.
  • Fähre mit Auto und 3 Passagieren ab Hirtshals (DK) nach Kristiansand (NO) Hinfahrt 1.3.2012 20:45, Rückfahrt 11.3.2012 8:00 - insgesamt 120€ bei Colorline. Hier gleich mal die Liste mit den möglichen Fähren:
  • Übernachtung für den Anreisetag (1.3.) in Kristiansand - mit checkin nach 24 Uhr... und Übernachtung für den Abreisetag (10.3.) für 3 Personen möglichst nahe bei der Fähre - ca. 98€/Zimmer - 33€/Person im "Budget Hostel Kristiansand" direkt neben der Fähre in der Innenstadt.
  • Wanderkarte Topografisch - 1:50.000 vom Wandergebiet besorgen (direkt bei www.kartbutikken.no bestellt weil mit der MapFox versetzt hat. - Karte nannte sich dann "020 SETESDAL-FYRESDALSHEIANE" und kostete 23€ inkl. Versand
  • Mitgliedschaft im Norwegischen Wanderverein www.turistforeningen.no verlängern - ca. 75€/Jahr (kann man aber auch vor Ort in den Hütten abschließen) + Hüttenschlüssel besorgen
  • Diverse Hütten und Koordinaten rausschreiben und in Garmin eTrex - (ausgeliehen von Tommys Bruder - Danke!) einprogrammiert (damit es uns so geht wie diesem Herrn hier: blog.dantotec.de/1707/dantotec-news/skifahrer-ueberlebt-dank-navi ) sowie in mein Garmin Nüvi 1350 und iPhone.
  • Diverse externe Akkulader getestet und eins von Varta besorgt mit dem man per 4x AA Akkus einen USB-Out Port mit Strom versorgt und damit dann per USB Navi, Mukke, Handy, Camcorder usw. aufladen kann. 

Tommy und Goldi sparten sich das Geld für die fertige Fjellpulken Zuggabel am Schlitten und bastelten sich jeweils selbst etwas passendes zusammen. Das war natürlich kostengünstiger als die 159€ für die Fjellpulken Gabel - hatte aber auch Nachteile wie im Fazit der Tour zu lesen.

Kurz vor Abreise wurde dann richtig eingekauft - wollten wir ja knapp 10 Tage autark überleben. Besonderes augenmerk verdiente dabei das zollfreie Limit an alkoholischen Grundversorgungsmitteln:

  1. 1 Liter alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent bis höchstens 60 Volumenprozent UND
  2. 1 1/2 Liter andere alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 4,7 Volumenprozent bis höchstens 22 Volumenprozent (z.B. Wein)  UND
  3. 2 Liter andere alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 2,5 Volumenprozent bis höchstens 4,7 Volumenprozent (z.B. Bier)."

obige Liste galt pro Person und ist offiziell hier nachzulesen.
Kleiner Hinweis bevor es langweilig wird - In Deutschland ist es relativ schwer Bier mit max 4,7 % zu kaufen - auf der Fähre nach Norwegen gibt es Zollfrei allerdings Becks/Carlsberg/Budweisser usw.  mit 4,6% und das in der Pfandfreien Dose für z.B. 2 x 8 Liter (also 2x 24 Dosen a 0,33) = 199 NOK = ca. 25 Euro. Oder 1x 8 Liter (1x 24 dosen a 0,33) = 129 NOK = 17€.

Weiter gehts mit Kapitel Anreise oder gleich zur ersten Wanderetappe zur Tordalsbu.

 

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