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Fazit Schneeschuhwandern Norwegen 2012

Tja nach nun gut 2 Monaten wo ich endlich dazu komme alles hier aufzuschreiben haben sich die Erinnerungen schon gesetzt. Großes Fazit ist - geil! So schön gelungen war lange kein Urlaub. Alles hat gepasst die Anreise/Abreise verlief problemlos, das Wetter war Super, nichts ist kaputt gegangen, niemand verletzt, Preislich alles wie geplant verlaufen und ein Erholungseffekt - zumindes geistig wie lange nicht gehabt. Wir haben uns zu dritt super verstanden - war ja auch nicht unser erster Tripp zusammen... Das Erlebnis im Winter autark ohne fremde Leute einfach dahinzuwandern ist genial. Bisher waren wir ja noch nicht so oft autark längere Strecken unterwegs - die 10 Tage hier waren schon spitze. Ich würde es auf jeden Fall ähnlich wieder machen wollen - anderes Gebiet wie gesagt Setesdalsheiane schlage ich hiermit mal vor. Aber auch Hardangervidda wäre OK. Leider hatten wir nicht die Zeit und das Bedürfnis auch mal im Zelt zu pennen und den neuen Benzinkocher auszuprobieren aber die nächste Chance kommt bestimmt.

Pulka Fazit

Das bzw. mein Fazit mit dem Schlitten ist - mein Schlitten also die "Paris" Pulka Wanne vom Globetrotter + die Fjellpulken Zuggabel + 0815 Zuggurt von Tatonka war perfekt. Zusammen haben sich die 230€ gelohnt ich würde es wieder so machen. Vor allem die Spurstabilität, Gewicht, Federung und einfache Montage / Zusammenklappbarkeit kann ich mir nicht besser vorstellen. Die Pulka Wanne für 40€ ist für 14 Tage Touren groß genug - darüberhinaus ist sie aber zu klein. Es sind ja effektiv nur 31cm x 120cm die man maximal 40cm hoch beladen sollte... Kufen drunter und einen perfekten Wasserdichten Sack genau abgezirkelt auf die Schlittenlänge wäre natürlich noch besser aber auch so gings es sehr gut. Die einzelnen Gepäckteile Also Wasserdichter Packsack 180l, Plastikkiste fürs Essen, Tagesrucksack, Zelt + Isomatte habe ich mit einfachen Gummiseilen und 5 Karabinern festgeschnallt das geht auch - verschwendet aber Volumen und es sammelt sich mit der Zeit Eis, Schnee und Regenwasser in der Wanne.
Tommys Konstruktion - Seilzug und als Bremse ein umgebauter Wäscheständer + Bunderwehr koppel als Zuggurt für ca. 90 Euro alles zusammen hat sich gut geschlagen. Einfach zu reparieren - Erstatzteile und Werkzeugt musste er immer dabei haben und am Ende am vorletzten Tag leider kaputt gegangen. Das Rohrgestänge aus Alu ist einfach wegen Materialermüdung nicht geeignet. Aber für den Preis und auch die Bremsende Wirkung dennoch eine Möglichkeit 130 Euro zu sparen solange es keine Extremtour wird.
Goldis Konstruktion - ein einfach gekreuztes Gestänge also X - förmig ist augenscheinlich erstmal eine gute Idee. Die Umsetzung auch sehr wertbeständig - das 4?kg schwere Gestänge aus quadratischem Profilmetal ist relativ simpel und passte mit seinen 2m länge auch gerade so noch ins Auto. Die Befestigung am Schlitten war zwar stabil aber leider hatten die Stangen dort zuviel Spiel - ca 5cm und ebenso die Befestigung am Körper. Goldi hatte eine Höhenrettungsweste - mit Schlaufen. Leider war durch die Karabiner Verbindung auch dort ca. 5cm Spiel. Dadurch war es unmöglich mit dem Gestänge dem Schlitten eine Spurt vorzugegen. Der Schlitten rutschte einfach seitlich dahin wo er wollte. Zweites Problem war beim Goldi die Zugweste - dadurch zog Goldi den 50kg schweren Schlitten nicht mit der Hüfte sondern Schulter/Brustkorb. Damit ist es natürlich viel schwerer zu Atmen und sich im Gelände nach oben zu arbeiten. Kostenpunkt 80 Euro - die Weste war geliehen. Nachteil: Nicht klappbar, höheres Gewicht, zuviel Spiel in der aktuellen Konstruktion. Auch Goldi hatte Werkzeug und Ersatzteile mitgenommen.

Fazit Hüttenwandern: so wie im letzten Sommer auch schon ist das norwegische Hüttensystem einfach genial - in Deutschland unvorstellbar in Norwegen machbar. Sauber, gut in Schuss, alles da was man braucht vom Holz bis Gas zu Kerzen usw. ich bin nach wie vor begeistert.

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