Flora und Fauna in Russland

In Russland gibt es nur Eis und Schnee? Falsch gedacht! Russland besitzt durch die verschiedenen klimatischen Verhältnisse eine große Pflanzen- und Tierwelt. Neben zahlreichen Pflanzen, die du in Deutschland nicht findest, ist gerade die Meereswelt beeindruckend. Wale und verschiedene Fische leben in den russischen Gewässern.

Von Laubwäldern im europäischen Teil des Landes, über Mischwälder im asiatischen Teil bis hin zu waldfreien Gebieten findet sich alles wieder. Die Gebirge bieten eindrucksvolle Aussichten.

Seeadler im Wolga-Delta, Russland
Im Wolga-Delta lassen sich Seeadler beobachten.

Flora

In der arktischen Zone triffst du überwiegend anspruchslose Pflanzen. Gallertflechten, Moose, Polarmohn, Fingerkraut, Steinbrech, Zwergsträucher, Zwergweiden und Silberwurz prägen das raue Landschaftsbild.

In der russischen Tundra südlich der Arktis kannst du im Norden neben vielen verschiedenen Moosen und Flechten Zwergweiden, Zwergbirken, Gräser und Krautpflanzen bewundern.

Bei den großen Sümpfen der Tundra konzentrieren sich viele verschiedene Pflanzen, wie der wilden Rosmarin, Moorbeeren und verschiedene Pilzen. Weiter südlich dieses Areals bestimmen dann wieder Zwergbirken, Zwergweiden, Kräuter und Gräser das Landschaftsbild.

Die russischen Nadelwälder, die Taiga, zeichnen sich durch Fichten, Kiefern, Tannen, Lärchen sowie einigen Birken, Espen und Erlen aus. Da die Taiga sich in der Breite über fast ganz Russland erstreckt, setzt sie sich aus ganz unterschiedlichen Waldtypen zusammen.

Fauna

Sibirischer Tiger
Sibirischer Tiger

Die Säugetier-Fauna der russischen Arktis ist beschränkt. Neben dem russischen Eisbären und dem russischen Polarfuchs leben noch etwa acht weitere Säugetiere in der kühlen Landschaft. Dafür ist die Artenvielfalt des Meeres umso reicher: 14 Walarten, neun Flossenfüßler, Ringelrobben und Seehunde prägen das Unterwasserbild. Daneben gibt es noch zahlreiche Fischarten. In den unberührten und mit Eis bedeckten Landstreichen und auf den arktischen Inseln finden sich etliche Vögel, etwa Teisten, Lummen oder die Elfenbeinmöwen.

Rentiere, Polarwölfe, Polarfüchse, Schneehasen, Polareulen, Lemminge und Schnee- und Moorhühner beherrschen die russische Tundra. Im Norden der Tundra kannst du auf wunderschöne Eisbären, im Süden auf eindrucksvolle Braunbären treffen.

Die in der Tundra gelegenen Seen beherbergen etliche Fischarten. Der Barentsee zum Beispiel ist Heimatstätte des Heilbutts, Herings, Dorsches, der Nawaga, der Goldforelle und des Köhlers. Begehrte Fische wie Goldforelle, dTaimen, Muksun, Stör, Felche oder Goldbutt sind im Laptewsee und in der Ost-Sibirischen See reich vertreten.

Im Schwarzen Meer leben etwa 1500 Fischarten. Im Pazifik gibt es über 300 Fischarten, etwa die Scholle, den Hering oder den Dorsch. Begeisterte Blicke ziehen die Bartenwale, die Pottwale und Orca auf sich. Ein Besuch der Meeresküsten kann sich für Fisch- und Vogelliebhaber auf jeden Fall lohnen!

Im tiefen Osten des Landes lebt die größte Katze der Welt: Der Sibirische Tiger. Auch über 70 Vogelarten fühlen sich dort wohl, darunter Schwäne, Gänse, Enten (wie die Eisente oder dem russischen Polartaucher) und viele weiteren Arten.

Die Taiga hat nicht nur viele Bäume, auch etliche Tierarten haben sich hier niedergelassen. Würdest du alle Tierarten dort zählen, würdest du 200 Vögel erfassen, die dort nisten, 60 Säuger und 5 Reptilien- und Amphibien-Arten. Typische Waldbewohner sind Braunbären, Elche, Marle, Zobel, Luchse, Eichhörnchen, Iltisse und auch Eidechsen. Das eurasische Erdhörnchen, das Burunduk, ist neben einigen Kriechtieren wie Ottern oder Nattern ebenfalls vertreten.

So sehr Bären dich vielleicht faszinieren, solltest du dennoch vorsichtig sein, wenn du einem begegnest:

  • Mach dich bemerkbar! In Bärengebieten solltest du mit anderen sprechen, singen oder anderweitig Geräusche erzeugen. So weiß der Bär, dass Besuch naht und kann sich zurückziehen. Dabei solltest du aber keinen großen Radau machen!
  • Ist der Bär weiter als 100 Meter entfernt, kannst du ihn ruhig beobachten. Nähere dich aber nicht weiter an! Und erzeuge wieder Geräusche, indem du mit deinem Wanderpartner sprichst oder singst.
  • Ist der Bär schon näher als 80 Meter an dich herangekommen, bewege dich nicht ruckartig. Bleibe ruhig und erzeuge leichte Geräusche. Entferne dich nur langsam und vorsichtig.

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