Politik und Wirtschaft in Polen

Staatsform und Wahlen

Politik und Wirtschaft in Italien

Die polnische Staatsverfassung basiert auf einer parlamentarischen Demokratie. Das Parlament wird in zwei Kammern unterteilt: zum einen in den Senat, der aus 100 Senatoren besteht und zum anderen in den Sejm, der seit 1493 Bestand hat und somit zu den ältesten Parlamenten der Welt gezählt werden darf. Er wird von 460 Abgeordneten zusammengesetzt. Beide Kammern bilden die Legislative des Landes. Die Exekutive repräsentiert der polnische Ministerpräsident zusammen mit dem Ministerrat, die vom Staatspräsidenten ernannt werden. Der Präsident selbst wird alle fünf Jahre in einer direkten Wahl vom Volk bestimmt und darf ein weiteres Mal gewählt werden. Die Parteien, die sich im Parlament zusammenfinden, werden in Form von Fraktionen zur Regierung oder aber zur Opposition gezählt. Man unterscheidet die liberalkonservative ’’Platforma-Obywatelska’’, die rechtskonservative Partei ’’Prawo I Sprawiedliwość’’, das sozialdemokratische, linksliberale Mittel-Links-Bündnis ’’Lewica I Demokraci’’ sowie die pro-europäische und sozialkonservative Bauernpartei ’’Polskie Stromnictwo Ludowe’’, welche zugleich die älteste Partei Polens ist.

Wirtschaft

An dem Bruttoinlandsprodukt und der Kaufkraft gemessen ist die polnische Wirtschaft im weltweiten Rang auf Platz 20 einzuordnen. Wie in den meisten Ländern, ist das BIP sehr unterschiedlich über die Regionen des Landes verteilt. So gehören beispielsweise Niederschlesien und Masowien zu den Regionen mit einem ausgeprägten Wohlstand, wohingegen das Karpatenvorland, Heiligkreuz und Lublin zu den ärmsten Gegenden Polens gezählt werden. Auch die Arbeitslosenquote weist große regionale Unterschiede auf. So stößt du beispielsweise in Städten wie Warschau oder Posen auf nahezu keine Arbeitslosigkeit und auf dem Lande auf über 20%. Über die Hälfte aller Arbeitsplätze befinden sich im Dienstleistungssektor. Weitere Anstellungsmöglichkeiten werden von Landwirtschaft und Industrie zur Verfügung gestellt. Zu den größten Handelspartnern des Landes gehören Italien, Frankreich, die Niederlande, Großbritannien, die Tschechische Republik, Russland, China und die Vereinigten Staaten. Wichtigster Partner hinsichtlich Import und Export ist allerdings Deutschland. Exportiert wird hauptsächlich aus dem Bereich des Maschinenbaus und Transportwesens (37,8%), aber auch industriell hergestellte Waren (23,7%) und Fertigwaren (17,1%) sowie lebende Tiere und Nahrungsmittel (7,6%). Aus anderen Ländern werden hingegen bevorzugt Maschinen und Gerätschaften, Chemikalien, Erdöl, landwirtschaftliche Produkte sowie Textilien importiert. Zu den bedeutenden Industriezweigen des Landes zählt der Maschinenbau, der Kohlebergbau und der Schiffsbau, sowie alle Bereiche, die mit Eisen und Stahl, Glas, Chemikalien, der Nahrungsverarbeitung sowie der Textilverarbeitung in Verbindung gebracht werden können. Polen ist sehr reich an Bodenschätzen wie beispielsweise Kohle, Schwefel und Kupfer, aber auch Silber, Erdgas und Salz. In den Regionen der Ostsee findet man Bernstein, das zu kostbarem Schmuck verarbeitet und besonders gern von Touristen gekauft wird.

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Polen


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