Kunst und Kultur in Polen

Sacrum Profanum, Polen
Das Festival Sacrum Profanum in Krakau verbindet klassische Musik mit Popkultur.

Die polnische Kunst und Kultur vermittelt tiefe Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Landes. So kommst du bei einem Besuch in Polen nicht um die Begegnung mit dem einflussreichen multikulturellen Adel des Mittelalters und der Neuzeit vorbei, der bis heute einen bedeutenden Platz in der polnischen Kulturgeschichte einnimmt. Auch die nach der Teilung Polens ’’zur Hebung der Herzen“ ins Leben gerufene Unabhängigkeitsbewegung rüttelte an allen Säulen der polnischen Kultur und prägte sich in die Gedichte Mieckiewiczs, die Malerei Matejkos, sowie die Kompositionen Chopins ein. Große Bedeutung wird dem Symbolismus und der Plakatmalerei beigemessen, da zahlreiche Plakate polnischer Künstler und Filme nationaler Regisseure auch heute weltweit Anerkennung finden.

Literatur und Malerei

In der Welt der polnischen Literatur ist es unvermeidlich, Adam Mieckiewicz zu begegnen. Der Autor zählt zu den bedeutendsten Vertretern der polnischen Romantik. Mieckiewicz prägte die polnische Lyrik, wie kein anderer. Man sagt, erst durch ihn habe der Nationalgeist Form angenommen und die Entwicklung anderer Literaturzweige nachhaltig beeinflusst. In der Zeit des Positivismus erlebte der realistische Roman seine Blüte, zweifelsohne durch Henryk Sienkiewicz, der nicht nur wichtigster Vertreter dieser Richtung ist, sondern auch der erste Pole, der mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Systemkritische Nachkriegsliteratur schrieben unter anderem Witold Grombowicz und Jan Parandowski, doch auch Papst Johannes Paul II. Die Malerei ist seit der Gotik ein fester Bestandteil der bildenden Kunst des Landes. Um 1400 entwickelte sich in Krakau eine eigene Schule, die von nationalen Künstlern vertreten wurde und Krakau zum Zentrum der polnischen Malerei werden ließ. Wichtige Vertreter sind Stanisław Samostrzelnik, Karol Dankwart, die Brüder Maksymilian und Jan Matejko.

Musik und Film

Einer der beliebtesten polnischen Komponisten ist Frédéric Chopin. Mit seinen landestypischen Kompositionen, die am Hofe als Mazurkas und Polonaisen getanzt wurden, brachte er die im Barock entstandene musikalische Richtung erst zur Vollendung. Seine Virtuosität, die weit über Polen hinaus bekannt wurde, stärkt den Nationalstolz eines echten Polen. Stanisław Moniuszko, der die moderne polnische Oper des 19. Jahrhunderts prägte, sowie zeitgenössische Komponisten und Interpreten wie Krzystof Penderecki, Hanna Kulenty und Ania Dąbrowska sind Prunkstücke der polnischen Musik. Auch der polnische Film findet weltweit Anerkennung- so zum Beispiel ’’Der Pianist’’ von Roman Polanski und Filme von Andrzej Wajda oder Krzysztof Kieslowski.

Feste und Feiertage

Polnische Bräuche nationaler sowie regionaler Natur sind stark mit der römisch-katholischen Religion verbunden und werden besonders gern in ländlichen Gegenden zelebriert. So gehört das weihnachtliche Sternsingen ebenso in die polnische Kultur wie die Friedhofsfeiern an Allerheiligen (1. November) und das Fonleichnamsfest in Łowicz an jedem 9. Donnerstag nach Ostern.

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