Polen - Einwohner und Religionen

Ein Nachbarland- und doch so unbekannt…. Wie viel weißt du über die Einwohner Polens und ihre Religionen? Teste dich einmal selbst!

Menschen und ethnische Gruppen

Aus ethnischer Sicht ist Polen ein ungewöhnlich homogener Staat, denn 96,74% der Bevölkerung sind tatsächlich Polen und bilden die ethnographische Mehrheit des Landes. Die Deutschen gehören mit 0,4% der Einwohner zu den nationalen Minderheiten, ebenso die Weißrussen mit 0,13%, die Ukrainer mit 0,08% sowie die Litauer mit 0,02% der Bevölkerung. Aber auch Vietnamesen, Griechen, Tschechen und Slowaken sind ebenso vertreten wie Juden und polnische Armenier.

Betrachtet man die ethnischen Minderheiten, so stößt man auf etwa geringen Bevölkerungsanteil an Roma und Lemken, aber auch an Tataren und Karaim, einer jüdischen Volksgruppe mit eigener Sprache. Seit 2005 gibt es ein Gesetz, das die nationalen und ethnischen Minderheiten, aber auch die entsprechende Regionalsprachen in Polen regeln soll. So ist beispielsweise festgelegt, dass eine Sprache in Gemeinden, die einen Bevölkerungsanteil von mehr als 20% einer ethnischen oder nationalen Minderheit erreichen, zur Hilfssprache bestimmt werden kann. Die einzige anerkannte Regionalsprache des Landes ist Kaschubisch, eine westslawische Sprache, die in der Gegend um Danzig gesprochen wird.

Religionen

Ursprünglich war Polen von heidnischen Stämmen bevölkert, die sogar bis ins 14. Jahrhundert hinein ein polytheistisch ausgerichtetes Leben führten. Zahlreiche Statuen aus der Region zwischen Pommern und der Ukraine bezeugen die Verehrungen des vierköpfigen Hauptgottes ’’Świętowit’’. Den ersten Kontakt mit dem christlichen Glauben vermutet man im neunten Jahrhundert in der Krakauer Gegend. Im Mittelalter zogen Juden und Hussiten ins Land, später bewohnten auch orthodoxe Christen polnisches Gebiet. Mitte des 16. Jahrhunderts bereicherten besonders im Norden überzeugte Lutheraner die religiöse Vielfalt des Landes. In dieser Zeit wurde die Glaubensfreiheit explizit in der Landesverfassung verankert, weshalb es in Polen niemals zu religiösen Kämpfen kam. Heute dominiert die römisch-katholische Glaubensrichtung mit einem Bevölkerungsanteil von 95%. Die zweitgrößte Religionsgemeinschaft ist derzeit die orthodoxe Kirche mit 1,3%, gefolgt von den Zeugen Jehovas mit 0,3%, während jeweils mit 0,2% die griechisch-katholische und die evangelisch-lutherische Kirche vertreten sind. Auch kleinere religiöse Minderheiten wie beispielsweise die Altkatholischen Mariaviten, Pfingstler, Adventisten, Juden und Muslime praktizieren in Polen ihren Glauben. Regional betrachtet sind die Lutheraner eher in die Gebiete Niederschlesien, Westpreußen und Hinterpommern zuzuordnen, während sich zahlreiche Katholiken im Ermland und Oberschlesien angesiedelt haben. Besonders hohes Ansehen gebührt Papst Johannes Paul II. – dem ehemaligen Krakauer Erzbischof, der nicht nur in Glaubensfragen, sondern auch in der Politik während des Zusammenbruchs des Ostblocks eine bedeutende Rolle spielte. Der stark dominierende katholische Glaube prägt auch die nationalen und regionalen Bräuche und Sitten. Besonders auf dem Land hält man an diesen Traditionen fest. So sind das weihnachtliche Sternsingen, Friedhofsfeiern an Allerheiligen oder Wallfahrtsreisen nach Heiligelinde oder St. Annaberg fester Bestandteil des religiösen Lebens eines echten Polen.

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Polen


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