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Zur Middalsbu Hütte

06.06.2011:
Der erste Tag an dem der Himmel mal etwas verhangen war erwartet uns. Macht aber nix wir sind ja nicht im Zelt. Wir beschlossen das Gebiet aufzusuchen um den Songavatnet - See. Dort hatten wir während unsere Norwegen 2007er Trips einen damals schönen Platz gefunden zum Zelten.
Dazu fuhren wir erstmal zurück bis zur "Hauptstraße" #355 und dann nördlich nach Haukeli. Dort dann erstmal Benzin tanken und kurz in den neuen und aus meiner Sicht überdimensionierten Einkaufsladen gegangen der 4 mal so groß war wie der alte Spar. Es wurde wie immer Polarbrod gekauft und Vitamine fürs Kind.
Jetzt wie auf der Karte rechts eingeblendet südlich die Straße #362 und dann nach einigen Kilometern links abbiegen. Wir fanden dann auch die Stelle mit dem See wo wir vor 4 Jahren einige schöne Tage verbracht hatten - aber durch den Nieselregen war alles aufgeweicht und mit unserem schweren Gefährt wollte ich ungern hier stecken bleiben. Außerdem wäre es ziemlich schwer gewesen eine ebene Fläche zu finden... mit dem Zelt war das einfacherer. Anderseits wars durch den Nieselregen auch nicht wirklich schön hier. Wir fuhren ein Stück zurück und dann die Piste bis zum Staudamm hoch. Dort gabs mehrere große menschenleere Parkplätze. wir entschieden uns für heute hier zu bleiben. Während rundrum Nebelschwaden über den See waberten saßen wir im Warmen und Tomomi machte lecker Hamburger.
Abends gabs für Bu-Chan dann sein lieblings Totoro DVD und alle waren zufrieden.

07.06.2011:
Auch heute war der Himmel noch etwas bewölkt aber es nieselte kaum. Ich suchte auf der Karte die nächste Hütte für eine Wanderung aus - ich entschied mich für die Middalsbu - welche weiter westlich liegt. Also fuhren wir die Strecke bis Haukeli bzw. Edland zurück um dann im Uhrzeigersinn westlich um die Hardangervidda herumzufahren. Doch zuvor wurde der Campingplatz in Edland aufgesucht um dort Wäsche zu waschen oder für die Frau Pause zu machen damit mal Gelegenheit ist Haare zu waschen und zu föhnen?
Auch die Frischwasservorräte wurden mal wieder aufgefüllt.


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die Strecke führte vorbei an beeindruckender Landschaft zu großen Teilen lag noch Schnee und die Seen waren vereist. Ich konnte mich kaum satt fotografieren und musste andauernd anhalten :).

Die schottrige Piste die wir ab verlassen der E134 entlang des Valldalsvatnet - See fuhren war endlos und anstrengend - vor allem weil das Gebiet neu war und wir nicht wussten ob sich die Strecke wirklich lohnt oder am Ende einfach ein Dorf kommt oder ein Steinbruch etc...  Vereinzelt war der Weg nur 2,5m breit vom Schnee geräumt bzw. hatte enge Gassen durch den Schnee - an wenden oder ausweichen nicht zu denken.
Aber wir hatten Glück obwohl die ganze Strecke entlang des Sees kein einziger geeigneter Stellplatz vorhanden war gabs am Ende des Stausees eine Stelle an der wir uns neben die Piste stellen konnten und halbwegs gerade standen. Auch war hier kaum jemand, so dass wir unseren Hund relativ unbeschwert frei lassen konnten.
Zu allen Seiten gabs beeindruckendes Panorama. Ein blauer reißender Bach, Schneebedeckte Berggipfel und der endlose See. Perfekt für einen Spaziergang bei inzwischen blauem Himmel und Sonne. Wie immer wollte BuChan mit dem Schnee der noch rumlag spielen :).

Kurz nach 17 Uhr hatten wir nun wieder alles zusammengepackt und wandertem bei bestem Wetter die paar Kilometer auf der Piste / Weg zur Middalsbu Hütte. Die Strecke war vielleicht 2,5km lang immer sanft bergauf und nur an wenigen Stellen vereist oder verschneit.  Um 18:15 waren wir dann an den beiden Hütten angekommen. Und Shit! Beide Hütten warn verschlossen. Also musste ich wieder den DNT Schlüssel benutzen den ich noch nicht hatte - und das dauerte dann erstmal 15 Minuten ehe die Tür auf war.

So wunderbar! Schöne Hütte wie auch die Nystoyl mit Speisekammer und Ofen. Dann gabs den obligatorischen Rettikoppen Solbaertody. Und anschließend nutzte ich die nächste Stunde um noch eine kleine Fotosession zu  machen - war echt sehr stimmungsvolles Licht und mit 26Grad sehr warm. Die Sonne war knapp über dem Horizont und so kam das Licht seitlich und die perfekte Landschaft rundrum... wunderbar!
Yuki jagte Mäuse oder anderes kleines Getier was zuhauf auf den Wiesen und Wegesrand unterwegs war.

Wir hatten es uns in dem kleinen 2 Bettzimmer gemütlich gemacht bzw. bereits geschlafen als plötzlich Yuki anfing zu knurren. Und auch gleich zu bellen. Ich wachte auf und tatsächlich wir hatten Besuch - eine andere Wandersgruppe ist angekommen - auch mit Hund und so waren wir nicht mehr allein. Schlafplätze gabs aber genug daher gar kein Problem...

08.06.2011:
Wir standen auf als die anderen Wanderer bereits fast wieder abmarschiert waren. Wie sich rausstellte waren es Tourguides die zu viert zwei oder noch mehr Paddelboote nach oben transportierten zu irgend einem See von dem aus sie dann in 14 Tagen mit einer Touristengruppe zum paddeln über eine längere Strecke aufbrechen wollten. Eigentlich eine super Idee - die vielen Seen hier mit dem Paddelboot zu erkunden. Man müsste sich blos mal eine Kette zusammenhängender Seen rausgucken und genug Lust mitbringen das Boot auch hier hoch zu schleppen. Naja vielleicht in den nächsten Jahren mal...
Gegen 10 Uhr machten auch wir dann los. Wir wollten aber nicht sofort zurück zum Auto - sondern erstmal einige Stunden das Hinterland hier erkunden. Also schleppte ich größtenteil den gut eingemummelten BuChan über verschiedene Bergrücken - bis mein Rücken keine Lust mehr hatte. Hier oben direkt in der Hardangervidda lag um diese Zeit eine fast geschlossene Schneedecke. Noch 100 Höhenmeter mehr und man hätte Ski oder Schneeschuhe gebraucht...

Nach 4 Stunden wandern erreichten wir endlich wieder unsere Homebase - unseren Camper. Ein Nickerchen und um 19:30 wurde diesmal mit einem Einweggrill ("Engangsgrill") aus dem Supermarkt bei Haukeli - direkt auf dem Campingtisch gegrillt. Und es gab wieder Yakiniku *lecker*.


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