Politik und Wirtschaft in den Niederlanden
Staatsform und Wahlen
Die Staatsform der Niederlande ist eine konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischem System. Neben dem Staatsoberhaupt Königin Beatrix regiert das Parlament das Land. Dieses besteht aus zwei Kammern: dem Senat mit 75 indirekt gewählten Mitgliedern und dem Repräsentantenhaus mit 150 direkt gewählten Mitgliedern. Für beide Kammern gilt eine Amtszeit von vier Jahren.
Wie auch in Deutschland gibt es in den Niederlanden ein Mehrparteiensystem. Die Wahl ist direkt und findet alle vier Jahre statt. Die Verteilung der Sitze erfolgt proportional, das heißt die gewonnenen Prozentpunkte entsprechen der Anzahl der Sitze in der Fraktion. Selbstverständlich kommt es auch hier zu Koalitionsbildungen. Eine neue Koalition, die “Lila“ Koalition, entstand 1994 und umfasste sowohl Sozialdemokraten (rot) als auch Liberale (blau).
Die traditionell größten Parteien sind die PvdA, die Arbeiterpartei (entspricht in etwa den Sozialdemokraten in Deutschland), die CDA, die Christlich-Demokratische Allianz, die VVD, die Volkspartei für Freiheit und Demokratie, sowie die PVV, die Freiheitspartei auf der rechten Seite des Parteienspektrums.
Wirtschaft
Obwohl die Niederlande eines der kleinsten Länder der Welt sind (Weltrang 134), gehören sie zu den zehn größten Exportwirtschaften. Der Hauptwirtschaftszweig der Niederlande ist mit etwa 60% der Handel. Zu den Hauptexportgütern zählen Schnittblumen, Lebensmittel, Erdgas sowie Elektronikprodukte. Die Wirtschaftssektoren umfassen also auch Lebensmittelverarbeitung, chemische und Elektronikindustrie sowie den dynamischen Agrarsektor.
“Randstad“ – der wirtschaftliche Zusammenschluss zwischen Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht – begünstig mit der Lage am Meer den Handel. Eine weitere Wirtschaftsunion wurde unter den Niederlanden, Belgien und Luxemburg mit dem “Benelux“- Vertrag geschlossen.
Das durchschnittliche Einkommen eines Angestellten in Vollzeit liegt bei etwa 30.000€ im Jahr.