Die Geschichte Neuseelands

Die Maori

Bereits 800 n. Chr. besiedelten Einwanderer aus Polynesien Neuseeland, die dann die Kultur der Maori begründeten. Sie nannten Neuseeland Aotearoa (“Land der langen weißen Wolke“). Es entwickelten sich verschiedene Stämme, welche in befestigten Dörfern (“Pā“) lebten. Es kam zu kriegerischen Auseinandersetzungen und auch Kannibalismus war in der Maorikultur vorhanden.

Die Pakeha

Abel Tasman, ein Niederländer, entdeckte Neuseeland als erster Europäer im Jahr 1642. Er selbst betrat das Land nie und die Flotte trat wegen kriegerischen Auseinandersetzungen mit Maori den Rückzug an. Erst 1769 legte der englische Seefahrer James Cook in Neuseeland an. Er kartographierte das Land und wenig später begann die Besiedlung durch die Pakeha (die europäischen Einwanderer).

Treaty of Waitangi

Durch die weißen Siedler änderte sich das Leben der Maori dramatisch. Bis dahin unbekannte Krankheiten breiteten sich aus, Missionare brachten neue Glaubensrichtungen und es kam zu Landstreitigkeiten. Kapitän William Hobson wurde Vize-Gouverneur von Neuseeland und erreichte, dass die Maori Häuptlinge am 6. Februar 1840 den Treaty of Waitangi unterzeichneten. Die Maori gaben dadurch ihre Souveränität auf und Großbritannien wurde neue Autorität. Die Maori konnten im Gegenzug ihre Besitztümer behalten und ihnen wurde Schutz zugesichert.

Die Neuseelandkriege

Gebrochene Versprechungen, weiße Siedler, die sich zusätzliches Land aneignen wollten, und unterschiedliche Interpretationen des Vertrages leiteten bereits 1843 die Neuseelandkriege zwischen Maori und Pakeha ein. Die kriegerischen Auseinandersetzungen setzten sich bis 1973 fort. Die fortschreitende Industrialisierung und der Goldrausch brachten parallel dazu immer mehr Siedler in das Land.

1867 sicherte Neuseeland als erstes Land der Welt seinen Ureinwohnern das Wahlrecht und vier Sitze im Parlament zu. Nach jahrelangem Kampf der Frauenrechtlerin Kate Sheppard wurde 1893 das Frauenwahlrecht eingeführt.

Weltkriege und Unabhängigkeit

Neuseeland unterstütze Großbritannien im Krieg. Jedes Jahr am 25. April erinnert der ANZAC Day an die Gefallenen neuseeländischen Soldaten im Krieg und ist heute einer der bedeutendsten Feiertage im Land. Auch im Zweiten Weltkrieg kämpfte Neuseeland als britische Kolonie auf der Seite Großbritanniens. Ab 1931 hatten britische Kolonien das Recht auf Unabhängigkeit. Neuseeland entschloss sich am 25.November 1947 dazu dieses wahrzunehmen.

Maori Proteste

1975 fand ein weltweit Aufsehen erregender Landmarsch der Maori statt, der das Maori Land Rights Movement einleitete. Es kam zu einem Waitangi Tribunal, welches Vertragsbrüche des Waitangi-Vertrages prüfen und beseitigen sollte.

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