Transport in Nepal

Das Verkehrswesen und die Infrastruktur Nepals haben sich zwar in den letzten Jahren deutlich “verbessert“, sind aber noch immer nicht gerade empfehlenswert. Ganz egal, um welches Verkehrsmittel es sich handelt, auf Nepals Straßen wird die Reise ganz bestimmt zu einem Abenteuer. Für die Einheimischen sind die wichtigsten Transportmittel noch immer ihre Füße. Für die meisten sind sie bis heute die einzige Methode, um von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Gerade in den Bergregionen gibt es nur Fußpfade und so spazieren die Nepalis täglich vier bis fünf Stunden durch die Sommerhitze, wenn sie ihre Verwandten besuchen möchten.

Flugzeug

Transport und Anreise nach Nepal

Eine Nepalreise mit dem Flugzeug beginnt in Kathmandu. Dort befindet sich der einzige internationale Flughafen des Landes, der Tribhuvan International Airport. Für Inlandsflüge stehen derzeit 40 kleinere regionale Flugplätze zur Verfügung. Diese sind berühmt-berüchtigt für ihre sehr kurzen Landebahnen. Die Lufthansa bietet Flüge von Deutschland nach Nepal an. Es gibt die Möglichkeit von Frankfurt a.M. über Bangkok nach Kathmandu zu fliegen oder auch den Direktflug ab Frankfurt a.M. und München zu nutzen. Zudem bietet auch die Austrian Airline einen direkten Flug von Wien nach Kathmandu an. Ohne Zwischenstopp dauert ein Flug von Deutschland nach Nepal ca. neun Stunden.

Mit dem Mietwagen

Vor allem in den größeren Städten gibt es die Möglichkeit, sich mit einem Mietwagen auszustatten. Du solltest dir jedoch im Vorfeld überlegen, ob du dir das wirklich antun möchtest. Die wenigsten Nepal-Reisenden entscheiden sich dafür, selbst zu fahren. Der Linksverkehr ist dabei noch das kleinste Übel. Für die Teilnahme am Straßenverkehr gilt: Die Straße gehört allen, auch den Tieren. Und nur der Stärkste von ihnen hat Recht. Wer sich stur an die Verkehrsregeln hält, hat schon verloren und ein Zebrastreifen dient lediglich der Auflockerung des Straßenbildes. Hupen, Klingeln und Gebrüll gehören zum Alltags-Sound der Großstädte. Und dennoch: Es passieren nur sehr wenig Unfälle in dem Gedränge und Gewühle.

Bus und Bahn

In Nepal gibt es zwar Busse, doch gerade für Ausländer zählen sie zu den wohl unangenehmsten Methoden, um sich fortzubewegen. Am übelsten sind dabei die Tagesbusse. Das Straßennetz ist schlecht ausgebaut, meist gibt es nur die abenteuerlichen Holperwege. Rollt der Tagesbus an, so steht schon eine gewaltige Traube Nepalis davor, die das Vehikel um jeden Preis nutzen möchten. So sind die Busse ständig überfüllt und überbelastet. Es wird so lange gequetscht und geschoben, bis auch wirklich jeder Zentimeter mit Mensch gefüllt wurde. Und wer es nicht mehr geschafft hat, der macht es sich einfach auf dem Dach gemütlich, tierische Begleiter, Einkaufstüten und Körbe von der Feldarbeit inklusive. So etwas wie Sicherheitsbestimmungen gibt es nicht. Hinzu kommen die brütende Hitze und die qualvoll langsame Fahrgeschwindigkeit. Durch die miserablen Straßenverhältnisse, die kurvige Landschaft und die gnadenlose Überfüllung schafft es ein Bus nur sehr selten schneller als 20km/h zu fahren. Einziger Vorteil: Ein Busfahrt in Nepal ist unvergleichlich preiswert.

Schon etwas bequemer sind da die Nachtbusse. In ihnen ist eine Sitzplatzreservierung nötig und das Dach wird tatsächlich nur für das Gepäck genutzt. Nachtbusse übernehmen meist die weiteren Strecken und kommen vergleichsweise zügig voran. Wer es noch ein bisschen komfortabler haben möchte, sollte sich für die Touristenbusse entscheiden. Diese verkehren vor allem zwischen Kathmandu und Pokhara. Da sie sich aus gutem Grund bei den Touristen großer Beliebtheit erfreuen, ist anzuraten, sich schon im Vorfeld ein Ticket zu sichern.

Auch mit dem Zug lässt sich Nepal entdecken, zumindest ein Stück weit. Bislang gibt es nur eine einzige Bahnstrecke, die sich über niedliche 29km erstreckt. Sie wird von der Nepal Railways Corporation betrieben und führt von Janakpur ins indische Jaynagar.

Mit dem Taxi

Viel sinnvoller als das Mieten eines Wagens ist die Nutzung der Taxis. In den meisten Fällen gibt es sowieso keine Straßennamen, da helfen auch kein Navigationssystem oder andere westliche Spielereien. Der Taxifahrer hingegen kennt die Gegend wie seine Westentasche und fährt dich in jede Ecke, in der es so etwas wie eine Straße gibt. Du solltest allerdings schon vor Fahrtantritt einen Preis für die gewünschte Strecke aushandeln. Das Taxameter muss unbedingt eingeschaltet werden. Gerade bei Regen oder zu Nachtzeiten schlagen die Taxifahrer gerne noch etwas auf den Normalpreis drauf.

Rikshas

Die traditionellste Art der mobilisierten Fortbewegung ist die der Riksha. Die exotischen Fahrrad-Rikshas werden zwar immer mehr von den Motor-Rikshas abgelöst, gehören aber bis heute zum gängigen Straßenbild Nepals. Mittels Riksha lässt sich hervorragend die Gegend erkunden, allerdings wird man dabei auch ziemlich durchgeschüttelt. Ein kleines Kissen für den Allerwertesten ist also durchaus zu empfehlen.

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