Die Geschichte Nepals

Mythische Vorzeit

Die frühe Geschichte Nepals vor dem 5. Jh. v. Chr. liegt weitestgehend im Dunkeln und ist von zahlreichen Legenden und Myriaden durchwoben. Götter und Heilige, Wundergeschichten und Mythen vermischen sich mit realen, nachweisbaren Ereignissen. In der Urbevölkerung muss es diverse eigene Religionen gegeben haben, die später buddhistisch geworden sind. Ab dem 8. Jh. v. Chr. könnten Könige der Gopala- oder Ahir-Dynastie die ersten Herrscher des Kathmandu-Tals gewesen sein. Bis 1768 v. Chr. hieß nur das Kathmandu-Tal Nepal. Einwanderungseliten aus Indien brachten den Hinduismus nach Nepal und ergriffen im Laufe der Jahrhunderte die Macht.

Meilensteine bis ins Mittelalter

Eines der wichtigsten Daten für Nepal ist das Geburtsjahr Buddhas 563 v. Chr. Er wurde im Süden Nepals in Lumbini geboren. Im Zeitraum von 400-879 n. Chr. war Nepal Liccachavi-Königreich, während es zwischen 1200 und 1482 das frühe Königreich der Malas wurde. Das Zeitalter der Mala endete erst 1768. In diesen Zeitraum fällt auch die Einführung des hinduistischen Kastensystems. Zum Ende des 12. Jh., in den Jahren 1349 und 1359 n. Chr., litt das Land unter den moslemischen Invasionen aus Indien.

Von Kriegen und Putschen

Nachdem Prithvi Narayan Shah von Gorkha aus das Kathmandu-Tal eroberte, entstand das heutige Nepal. Von 1787-1792 führte Nepal das erste Mal Krieg gegen Tibet. Zwischen 1814-1816 entbrannte auch ein Krieg gegen Britisch-Indien und in der Zeit von 1854-1856 folgte der zweite Krieg gegen Tibet.

Das 20. Jahrhundert

Nach der Revolution von 1951 gelangt Shah-König Tribhuvan durch die Hilfe Indiens an die Macht. Nach seinem Tod wurde sein Sohn Mahendra neuer Herrscher über Nepal. Am 18.2.1959 fanden die ersten freien Wahlen Nepals statt. Nach dem Sieg der Partei “Nepali Congress“ wurde B. P. Koirala erster Premier. Im März 1959 floh der Dalai Lama mit etwa 100.000 Tibetern vor den Chinesen nach Nepal. Dabei wurden die Jahrtausende alten Handelswege nach Nepal von chinesischen Besatzern gesperrt.

Nach einem Putsch 1960 löste Mahendra das bis dahin bestehende Parlament auf. Er verbot sämtliche Parteien und inhaftiert die wichtigsten Politiker. Schon zwei Jahre später wurde Nepal zum Hindu-Staat erklärt und ein neues Panchayat-System wurde eingeführt. Bei diesem Rätesystem lag die Macht allein beim König. Nachdem 1972 Mahendra starb, wurde sein Sohn Birendra König von Nepal. Zwischen 1979 und 1980 kam es zu heftigen Unruhen im Land doch erst zehn Jahre später entbrannte ein blutiger Volksaufstand. Der König war gezwungen, das Panchayat-System abzuschaffen und Parteien wieder zuzulassen. Der Ruf nach einer neuen demokratischen Verfassung wurde laut. Bis heute sind die Machtverhältnisse nicht genau geklärt und ständige Verzögerungen bezüglich einer neuen Verfassung lassen das Land permanent in einem unruhigen Schwebezustand.

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