Flora und Fauna in Nepal

Die Nationalblume Nepals ist auch hierzulande weit verbreitet und bekannt – der Rhododendron. Als Tourist und Besucher solltest du dir immer vor Augen halten, dass Pflanzen und Tiere in Nepal heilig sind. Während Hindus vor allem die Kuh verehren, stehen bei allen andern Nepalis die Bäume Pipal und Banyan ganz hoch im Kurs. Etwa 15% der Landesfläche stehen unter Naturschutz. Da Nepal jedoch nicht genug Fläche hat, um Tier- und Pflanzenschutz vor den Schutz der Menschen zu stellen, werden gerne neue und offene Konzepte ausprobiert, in denen alles miteinander vereint wird. So entstanden zahlreiche Nationalparks, die zum Teil bewohnt werden oder auch kommerziell für Touristen offen sind. Doch auch Nepal hat massive Umweltprobleme. Größte Sorgenkinder sind dabei die Entwaldung, Erosion und die Luft- und Wasserverschmutzung durch Fabriken und Brennereien. Auch die Touristen tragen vor allem in den Ballungszentren am Mount Everest und in der Annapurna-Region ihren Teil zur Umweltverschmutzung bei.

Flora

Nepal beherbergt insgesamt 6500 verschiedene Pflanzenarten und 375 Farnarten, die bis zu einer Höhe von 5000m über dem Meeresspiegel zu finden sind. Die Rhododendron-Art Lali Guras erblüht als hoher Baum vor allem von März bis April, ebenso die wunderschönen Magnolienbäume. Besonders im Osten Nepals wird dabei das Botanikerherz höher schlagen. Auch die unzähligen Orchideen-Arten oder meterhohe Weihnachtssterne werden einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Aus dem Seidelbast, dem sogenannten “Reispapier“, wird das berühmte nepalische Papier - “Nepali Paper“ - hergestellt. In den tropischen Zonen des Terai sind u.a. der Sal-Baum und der Wollbaum weit verbreitet. Zudem gilt die ganze Gegend als die “Kornkammer“ Nepals, da sie sich durch die anhaltende Wärme und die Feuchtigkeit besonders für den Reis- und Zuckerrohranbau eignet. In der subtropischen Zone, etwa auf einer Höhe von 1000 bis 2100m, gedeihen vor allem Nadelwälder. In der gemäßigten Zone bis etwa 3100m Höhe gedeihen unter dem feuchten und kühlen Klima Pinienwälder, Birken und Ahornbäume. Ab der subalpinen Zone beginnt langsam die Baumgrenze. Das kalte Klima und der Wassermangel sorgen für eine spärliche Vegetation. Die alpine Zone, etwa ab einer Höhe von 4500m, beherbergt schließlich nur noch karge Trockensteppen und anspruchslose Sträucher.

Fauna

Die Tierwelt Nepals bietet eine erstaunliche Vielfalt, die das europäische Auge bestimmt beeindrucken wird. Im Hochgebirge wird dir sicher das ein oder andere Mal ein Yak bzw. Grunzochse begegnen. Beinahe unsichtbar ist dagegen der Schneeleoparde, der sich ebenfalls gerne in den höher gelegenen Landesteilen aufhält. Deren nahe Verwandte, die Leoparden, halten sich lieber in den wärmeren Gebieten des Tieflandes und der Mittelgebirge auf. Elefanten, Tiger und Pfauen gibt es ebenfalls in den Regionen des Tieflandes. Auch Städte sind nie ohne tierischen Beistand, nicht selten machen es sich Kühe mitten im Stadtverkehr von Kathmandu gemütlich und in den Hotels finden sich oft kleine Geckos und Eidechsen an den Wänden. Doch daran sollte man sich nicht stören. Sie halten die Zimmer und Flure auf natürliche Art insektenfrei. Ähnliches gilt für die vielfältigen Schlangenarten. Sie sind in Nepal gern gesehen, fressen sie doch die zahlreichen Mäuse und Ratten, die jedes Jahr eine Unmenge der Ernte vernichten. Insgesamt sind in Nepal 800 Vogel-, 120 Fisch- und 590 Schmetterlingsarten beheimatet.

Der Yeti

Ob er nun existiert oder nicht – für viele Nepalis, insbesondere für die Sherpas, gehört der sagenumwobene Schneemensch einfach zu ihrer Kultur. Im Everestgebiet soll es in dem Kloster von Khumjung einen echten Yeti-Skulp geben. Westliche Wissenschaftler behaupten jedoch, dieser stamme eher von einer Ziege als von einem Fabelwesen. Obwohl der Yeti oft belächelt wird, starten alle paar Jahre groß angelegte Yeti-Expeditionen unter der Aufsicht hoch angesehener Wissenschaftler aus aller Welt. Also pack deine Kamera ein und los geht’s ins Schneegestöber. Vielleicht wirst du es ja sein, der die ersten echten Yeti-Schnappschüsse der Öffentlichkeit präsentieren kann.

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