Namibia - Einwohner und Religionen

Namibia ist mit gut zwei Millionen Einwohnern relativ dünn besiedelt. Zudem konzentriert sich die Bevölkerung auf Zentralnamibia und auf den fruchtbaren Norden. Der Süden und der Westen, inklusive der Küstenregion, zeichnen sich durch eine sehr geringe Bevölkerungsdichte aus.

Menschen und ethnische Gruppen

Die namibische Bevölkerung setzt sich aus verschiedenen ethnischen Gruppierungen zusammen, die zu großen Teilen zwischen dem 17. Und 19. Jahrhundert eingewandert sind. Etwa die Hälfte der Namibier sind vorwiegend im Norden ansässige Ovambo. Relativ stark sind zudem die Kavango (neun Prozent), die Damara (acht Prozent), die Herero (acht Prozent) und die Nama (fünf Prozent) vertreten. Die eigentliche Urbevölkerung, das Volk der San (auch Buschmänner genannt), macht nur einen Bevölkerungsanteil von drei Prozent aus. In Namibia leben etwa fünf bis sechs Prozent Weiße. Davon sind etwa 60% Afrikaaner (Buren) und 20% Deutsche. Die restliche weißhäutige Bevölkerung stammt aus dem angelsächsischen Raum. Die Einwohner des Landes definieren sich weniger über ihre namibische Staatsangehörigkeit als vielmehr über ihre ursprüngliche ethnische Zugehörigkeit.

So vielfältig wie die ethnische Zusammensetzung sind auch die Sprachen des Landes. Bis zur Unabhängigkeit des Landes vor 20 Jahren galten Deutsch, Afrikaans (auch Kapholländisch oder “kitchen dutch“ genannt) und Englisch als Amtssprachen. Seit der Unabhängigkeitserklärung 1990 ist Englisch die alleinige Amtssprache. Im alltäglichen Sprachgebrauch trifft man auf Bantu-Sprachen (u.a. Kwanyama und Kwambi von den Ovambo, Otjiherero von den Herero und Himba), Koishan-Sprachen (u.a. von den Nama, den Orlam, den San und den Damara), Afrikaans und Deutsch.

Religionen

Die Kolonialzeit hat nicht nur die sprachliche Entwicklung des Landes beeinflusst. Im Rahmen der Missionierung übernahmen mehr als 80% der Namibier den christlichen Glauben, ein überdurchschnittlich hoher Anteil im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern. Dabei hat vor allem die Evangelisch-Lutherische Kirche eine große Anhängerschaft. Wer sich nicht dem Christentum zugehörig fühlt, wendet sich den ursprünglichen Naturreligionen zu. Doch auch die Christen pflegen nach wie vor Bräuche und Traditionen ihres Stammes. Zudem haben die Medizinmänner in der Behandlung von physischen und psychischen Gebrechen immer noch einen hohen Stellenwert. Der Islam hingegen ist mit einem Prozent Gläubiger in verschwindend geringer Minderheit im Land vertreten.

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