Studieren in Mexiko – Mehr als nur Spanisch lernen?

Allgemeines zum Studium in Mexiko

Türkisblaues Meer, tropische Temperaturen, Sonne ohne Ende und den Drink am Strand mit dem Lehrbuch tauschen – so stellst du dir vielleicht dein Studium in Mexiko vor, mit der Idee im Hinterkopf dass das ja fast wie Ferien klingt. Romantisch, aber nur teilweise zutreffend. Welcher Teil dass passt, das findest du im Folgenden heraus!

Ist das mexikanisches Hochschulsystem kompatibel mit unserem?

Das Schulsystem ist in Mexiko in drei Bereiche unterteilt. Ähnlich dem europäischen Bachelor ist dabei die erste Stufe, die so genannte „Licenciatura“. Sie qualifiziert zu einer Berufsausübung.

Aufbauend darauf gibt es wie beim Master-Titel in Europa ein weiterführendes Studium, die „Maestría“. Dessen höchste Stufe kann in einem Doktortitel münden. Dabei dauert die Licenciatura etwa vier, die Maestría zwei und der Doktortitel weitere drei Jahre bis zum Abschluss. Letzterer benötigt als Voraussetzung die vollendete Maestría, die allerdings auch durch einen europäischen Master, ein Diplom, ein Staatsexamen oder einen Magister ersetzt werden kann. Diese Abschlüsse werden in Mexiko anerkannt.

Auch in Mexiko gibt es öffentliche und private Universitäten. Die privaten Angebote sind oft sehr teuer. Abgesehen von einigen international anerkannten Hochschulen gibt es auch viele, die unterdurchschnittlich performen. Die gewünschte Universität sollte daher sorgfältig ausgesucht werden.

Lohnt sich ein Studium in Mexiko?

Studieren in Mexiko lohnt sich auf jeden Fall für Leute, die Spanisch lernen wollen! Je nach Universität gibt es auch englische Kursangebote, die den Einstieg erleichtern. Besonders im alltäglichen Leben, aber auch durch Sprachkurse vor Ort, lässt sich das Spanische sehr gut erlernen oder vertiefen. Dazu kommt, dass es viele Hausaufgaben gibt, was den Aufenthalt in Mexiko zu einem intensiven Erlebnis der (Spanisch)Lernens macht. Ebenfalls attraktiv ist die Internationalität der Studierenden. Viele berichten von zahlreichen, unterschiedlichen Kulturen, die sich aufgeschlossen begegnen.

Inhaltlich ist es dagegen eher fraglich, ob das Studium zu großen Sprüngen verhilft. Die Erwartungshaltung der Dozenten an ihre Studierenden ist häufig geringer als in Deutschland. So gibt es zwar mehr schriftliche Aufgaben, jedoch mit weniger forderndem Inhalt.

Was ist anders und sollte beachtet werden?

In einigen Punkten unterscheidet sich das Studium in Mexiko stark von dem in Deutschland. Neben den schon angesprochenen Hausaufgaben gibt es einen strikten Stundenplan, der eingehalten werden muss. Viele Fehlstunden dürfen dabei nicht vorkommen. Zudem ist der Unterricht wesentlich praxisorientierter.

Einige Universitäten verlangen von Ausländern Eignungstests - nähere Information hierzu gibt es bei den jeweiligen Schulen. Bei Partneruniversitäten gibt es dagegen weniger Hürden. Unbedingt beachten sollte man die Visabestimmungen zum Aufenthalt in Mexiko, insbesondere wenn ein anschließendes Praktikum vor Ort geplant ist.

Wohnungen sind aufgrund des tieferen Lohnniveaus recht günstig zu haben. Es empfiehlt sich aber, die Suche vor Ort in Angriff zu nehmen und zunächst in einem Hotel oder einer Jugendherberge Unterkunft zu beziehen.

Wie überall auf der Welt gilt auch in Mexiko: geschenkt wird einem nichts! Wer im Studium etwas lernen will, muss Bücher wälzen – auch wenn vielleicht der Strand vor der Haustüre lockt.

 

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