Politik und Wirtschaft in Mexiko

Mexiko - Staatsform und Wahlen

Seit 1917 sind die Vereinigten Mexikanischen Staaten – so die offizielle Bezeichnung – eine präsidiale Bundesrepublik. Das bedeutet, dass der Präsident nicht nur wie in Deutschland das Staatsoberhaupt ist, sondern er vielmehr gleichzeitig auch Chef der Regierung ist. Das mexikanische Parlament setzt sich zusammen aus einem Abgeordnetenhaus mit 500 Volksvertretern und einem Senat, der 128 Mitglieder hat. Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus finden alle drei, die Senatswahlen alle sechs Jahre statt. Der Präsident wird in einer Direktwahl jeweils für sechs Jahre ins Amt gewählt. Von 1929 bis 2000 war stets der Partido Revolucionario Institucional (PRI), die sozialistische Partei, an der Regierung. Momentaner Präsident ist Felipe de Jesús Calderón vom Partido Acción Nacional (PAN), der christdemokratisch-konservativen Partei des Landes.

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Politik und Wirtschaft in Mexiko

Mexiko mit seinen 110 Millionen Einwohnern bildet die weltweit zwölftgrößte Volkswirtschaft und Handelsnation. Das Pro-Kopf-Einkommen lag 2007 (aktuellere Zahlen liegen derzeit nicht vor) bei 8.440 US-Dollar. Als fünftgrößter Erdölproduzent ist das Land der sechstgrößte Exporteur des schwarzen Goldes. Das Wirtschaftswachstum ist zwar konstant, jedoch das schwächste in der gesamten mittelamerikanischen Region. Es bestehen bedeutende Freihandelsabkommen u.a. mit den USA, der EU und Japan.

Das mexikanische BIP teilt sich wie folgt auf: Dienstleistungen 70%, industrielle Produktion 25% und Landwirtschaft 5%. Die Wirtschaft wird dabei von einigen großen Unternehmen beherrscht. Der staatliche Erdölkonzern Petróleos Mexicanos (Pemex) und die CFE (Comisión Federal de Electricidad), als größter Stromproduzent Lateinamerikas, bilden Monopole. Unternehmen wie Telmex (Telekommunikation), Cemex (Zementhersteller), Banamex (die größte Privatbank), Televisa und TV-Azteca (Radio und Fernsehen), Femsa und Grupo Modelo (Getränke wie z.B. das bekannte Corona-Bier), Grupo Bimbo (Lebensmittel) oder Industrias Peñoles (Bergbau) sind auch auf dem internationalen Markt tätig.

Freier Handel in Nordamerika

Die Exportquote Mexikos lag 2007 bei rund 30 Prozent. Die Exporte selbst setzen sich zu 80 Prozent aus Industrieerzeugnissen, zu 17 Prozent aus Rohöl und Raffinerieprodukten sowie zu knapp drei Prozent aus landwirtschaftlichen Produkten zusammen. Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA), das im Jahr 1994 zwischen den USA, Mexiko und Kanada geschlossen wurde, hat auf Mexikos Wirtschaftswachstum entscheidenden Einfluss: 75 Prozent des Außenhandels findet mit diesen beiden Staaten ab. Wenn also die Konjunktur in den USA und in Kanada boomt, werden entsprechend mehr Güter aus Mexiko importiert. Durch das NAFTA haben v.a. die USA viele Arbeitsplätze in das billig produzierende Nachbarland im Süden verlagert.

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