Kunst und Kultur in Mexiko

Allgemein

Nationalmuseum für Anthropologie, Mexiko-Stadt
Nationalmuseum für Anthropologie, Mexiko-Stadt

Die ereignisreiche Geschichte Mexikos hat eine einzigartige kulturelle Identität hervorgebracht. Denn über die Jahrtausende hinweg wurde das Land von unterschiedlichen Volksstämmen besiedelt, und sie alle haben jeweils ihre Spuren von Kunst, Kultur und Wissenschaft hinterlassen. Wer heute als Tourist nach Mexiko kommt, wird bemerken, dass gerade der Mix der Lebensformen und der daraus entstandene kulturelle Schmelztiegel ist, der dieses Land so einzigartig macht.

Maya

Noch immer ist Mexikos Süden, besonders die Halbinsel von Yucatan, von der Kultur der Maya durchdrungen und geprägt. Viele der alten Ruinen dieser einzigartigen Frühkultur sind heute noch erhalten, einige von ihnen sind bis zu 4.000 Jahre alt. Steinskulpturen, Wandmalerei und Keramik waren und sind Zeugnisse der blühenden Mayakultur. Auch im wissenschaftlichen Gebiet waren die Maya fortschrittlich: ein Kalendersystem, die Hieroglyphenschrift sowie weit reichende Kenntnisse der Astronomie und der Mathematik belegen das.

Azteken

Zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert beherrschte das Volk der Azteken v.a. den nördlichen Teil des heutigen Staatsgebiets. Die aztekischen Aufzeichnungen wurden in einer Bildschrift festgehalten, und auch dieses Volk war bereits im Besitz eines Kalenders. Als die Spanier jedoch nach Mittelamerika kamen, zerstörten sie die meisten kulturellen Errungenschaften der Azteken, da diese aufgrund ihrer Opferkulte (sie brachten auch Menschenopfer dar) bei den spanischen Seefahrern als aggressives Volk galten.

Spanischer Einfluss

Mit den spanischen Konquistadoren – den Eroberern – endete zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Blütezeit der Azteken wie der Maya, auch wenn heute noch über sechs Millionen dieses Volks in Mittelamerika leben. Nach und nach hielt die europäische Kultur Einzug, was sich heute an Hand vieler Bauten in Mexico City zeigt. (Die Hauptstadt des Staates wurde übrigens auf aztekischen Ruinen errichtet.) Von den altertümlichen Stätten zählen heute 25 zum Weltkulturerbe der UNESCO. In jüngerer Zeit spiegelt sich der Einfluss des nördlichen Nachbarn USA in vielerlei Hinsicht in Mexiko wider.

Moderne

In der modernen mexikanischen Kunst nimmt die Malerin Frida Kahlo (1907 bis 1954) eine herausragende Stellung ein. Sie ließ sich von der alten Kunst der Maya und der Azteken inspirieren, doch auch die europäische Kunstgeschichte hatte Einfluss auf ihre Werke. Weltweit bekannt ist auch die Musikrichtung der Mariachi. Die Bands bestehen aus sieben bis zwölf Mitgliedern, bestimmendes Instrument ist meist die Trompete. Im 20. Jahrhundert hat das Land auch eine Vielzahl bedeutender Schauspieler hervorgebracht, die die mexikanische Kultur auf der Leinwand wiedergeben: Anthony Quinn (eigentlich Anthony Rudolph Oaxaca Quinn), Eva Longoria, Gael García Bernal, Salma Hayek und Ricardo Montalbán sind nur einige davon.

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