Impfungen für Mexiko

Allgemeine Ratschläge

Es gibt keine für Mexiko vorgeschriebenen Impfungen. Vor Reiseantritt informierst du dich am besten bei deinem Hausarzt, welche Impfungen für dich sinnvoll sein können. In der folgenden Übersicht, findest du die wichtigsten Krankheiten und Impfempfehlungen für Mexiko:

Diphtherie

Bei der Diphtherie handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch eine Infektion der oberen Atemwege hervorgerufen wird. Gefürchtet ist das von diesen Erregern abgesonderte Exotoxin Diphtherietoxin, welches zu lebensbedrohlichen Komplikationen und Spätfolgen führen kann. Eine schützende Impfung durch einen Toxoidimpfstoff ist verfügbar und für Mexiko empfehlenswert.

Hepatitis A

Die Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte Infektionskrankheit. Hauptsymptom ist eine akute Entzündung der Leber. Die Hepatitis A verläuft niemals chronisch und heilt meist ohne ernsthafte Komplikationen spontan aus. Sie wird durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel (z. B. Muscheln) übertragen. Eine Impfung ist der derzeit beste Schutz gegen eine Hepatitis A. Sie kann gleichzeitig mit der Impfung gegen Hepatitis B durchgeführt werden. Mit aktiven Impfstoffen kannst du auch wenige Tage vor deiner Abreise nach Mexiko einen ausreichenden Schutz aufbauen. Um einen mehrjährigen Impfschutz sicherzustellen, solltest du nach 6-12 Monaten diese Impfung wiederholen.

Malaria

Da kein hundertprozentiger Schutz gegen Malaria besteht (fehlender Impfschutz gegen Malaria), solltest du das Risiko einer Malariaerkrankung senken. Die Vermeidung von Insektenstichen ist dabei das wichtigste Element der Malariavorbeugung. Zusätzlich solltest du durch vorbeugende Einnahme (Chemoprophylaxe) oder Mitführen (Stand-by-Therapie) von Malaria-Medikamenten das Risiko verringern, an einer schweren Malaria zu erkranken. Unabhängig davon, ob du eine Chemoprophylaxe oder eine Stand-by-Therapie gewählt hast, muss bei jedem unklaren Fieber in den Tropen und auch lange Zeit nach der Rückkehr umgehend ein Arzt aufsuchen. Dieser sollte mittels eines geeigneten Bluttests den Malariaverdacht schnellstmöglich bestätigen oder ausschließen, da eine nicht rechtzeitig behandelte Malaria Tropica tödlich sein kann.

Verbreitung in Mexiko: ganzjährig in ländlichen Gebieten unterhalb von 1000 m (z.B. Chiapas, Chihuahua, Oaxaca, Guerrero, Campeche, Quintana Roo, Sinaloa, Michoacan, Nayarit, Hidalgo, Colima, Tabasco) - außerdem besteht für dich ein erhöhtes Malaria Risiko in den Monaten Juni bis November, aufgrund des höheren Niederschlages.

Tetanus

Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, welche die muskelsteuernden Nervenzellen befällt und durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst wird. Die resistenten Sporen des Bakteriums kommen nahezu überall vor, auch im Straßenstaub oder in der Gartenerde. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Sporen in Wunden. Die Inkubationszeit beträgt zwischen drei Tagen und drei Wochen, in seltenen Fällen kann sie auch mehrere Monate betragen. Zuerst treten grippeähnliche Symptome wie Kopfschmerz, Schwindel, Unruhe, Gliederzittern, Mattigkeit, Ermüdungserscheinungen, Muskelschmerzen und Schweißausbrüche auf. Anschließend kann durch eine Kieferklemme (Trismus) der Mund nicht mehr geöffnet werden und es entsteht ein durch Verkrampfung der mimischen Muskulatur grinsender Gesichtsausdruck, das sogenannte „Teufelsgrinsen“.

Eine Impfung gegen Tetanus ist verfügbar und wird generell empfohlen. Wir raten dir dringend zur vorbeugenden Immunisierung gegen Tetanus, da auch kleine, besonders tiefe Verletzungen zur Erkrankung führen können.

Tollwut

Die Tollwut ist eine seit Jahrtausenden bekannte Virusinfektion, die bei Tieren und Menschen eine akute, fast immer tödliche Gehirnentzündung verursacht. Das stereotypische Bild eines tollwütigen Tieres ist der aggressive Hund mit Schaum vor dem Maul. Aber auch Katzen, Frettchen, Füchse, Dachse, Waschbären, Backenhörnchen, Stinktiere, Wölfe und die Fledertiere können tollwütig werden beziehungsweise die klassische Tollwut oder eine andere Form übertragen. Das Virus ist im Speichel eines tollwütigen Tieres vorhanden und der Infektionsweg führt fast immer über einen Biss. Die Inkubationszeit beträgt meist zwischen ein und drei Monaten.

Es gibt kein bekanntes Heilmittel gegen Tollwut. Der Ausbruch der Erkrankung kann durch rechtzeitige Impfung verhindert werden. Eine Impfung kann auch Stunden nach einem Biss noch erfolgreich sein. Heutige Impfstoffe sind relativ schmerzlos und werden in den Arm, ähnlich wie eine Grippe- oder Wundstarrkrampf-Impfung, verabreicht. Für Mexiko ist die Impfung für dich nur wichtig, wenn du dich länger in ländlichen Gebieten aufhältst.

Typhus

Als Typhus wird eine Infektionskrankheit bezeichnet, die durch einen charakteristischen Krankheitsverlauf mit stufenförmigem Fieberanstieg und Bauchschmerzen gekennzeichnet ist. Unbehandelt kann die Krankheit gefährlich verlaufen und zum Tod führen. Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 8 bis 14 Tage. Die Therapie der Typhusinfektion erfolgt mit Antibiotika.

Hygiene ist der beste Schutz. Die für Mexiko üblichen Maßnahmen, wie beispielsweise der Verzicht auf unzureichend gegarte Speisen und Leitungswasser, sollten auf jeden Fall beachtet werden. Eine Impfung wird von der Mehrzahl der Ärzte empfohlen. Mit der Injektionsimpfung oder Schluckimpfung solltest du spätestens 10 Tage vor deiner Abreise beginnen.

Mehr Infos

Weitere Informationen zum Thema Gesundheit in Mexiko gibt es hier:

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