Politik und Wirtschaft in Kroatien

Staatsform und Wahlen

Politik und Wirtschaft in Kroatien

Aktuelle Regierungsvorsitzende in Kroatien
Staatspräsident (2010): Ivo Josipović
Präsident der Regierung (oder Premierminister, 2011): Zoran Milanović
Präsident des Parlaments (“Sabor“, 2011): Boris Šprem

Ein Jahr nach der Unabhängigkeitserklärung Kroatiens wurde das Land im Jahr 1992 vollwertiges Mitglied der NATO. Der Präsident von Kroatien wird in allgemeiner und direkter Wahl für fünf Jahre gewählt. Er ist nicht nur das Staatsoberhaupt, sondern auch der Oberste der Streitkräfte, muss den Premierminister (Präsident der Regierung) mit der Zustimmung des Parlaments ernennen und hat einen gewissen Einfluss auf die Außenpolitik. Der Präsident wohnt im “Pantovčak Palast“ auf den Höhen von Zagreb.

Das kroatische Einkammerparlament oder “Sabor“ besteht aus maximal 160 Vertretern, die in allgemeinen Wahlen für vier Jahre gewählt werden. Die kroatische Regierung (“Vlada“) wird vom Premierminister geleitet. Er hat zwei Vizepräsidenten und 13 Minister.“Banski Dvori“ (Ban Palast) in Zagreb ist der Sitz der Regierung. Die Judikative ist unabhängig und autonom. Der Oberste Gerichtshof (“Vrhovni Sud“) ist das höchste Gericht und besteht aus 40 Richtern und einem Präsidenten, sie werden für vier Jahre ernannt.

Kroatien und Europa

Kroatien wird zehn Jahre nach seinem Antrag für den Beitritt am 01. Juli 2013 Mitglied der in die Europäische Union.. 2004 verlieh der Europäische Rat Kroatien den Kandidaten-Status und im Oktober 2005 begannen die Verhandlung für den Beitritt. Der EU-Beitrittsvertrag wurde am 9. Dezember 2011 in Brüssel unterzeichnet. 2012 wird ein Referendum über den Beitritt abstimmen. Nach Slowenien wird Kroatien das zweite Land der Nachfolgestaaten der Bundesrepublik Jugoslawien, dass ein Teil der Europäischen Union wird. Um sich in die EU zu integrieren, waren zunächst etliche Reformen in der Landespolitik von Nöten, unter anderem eine Wahlreform, die Aufstockung der Mittel für das Verfassungsgericht und die Verbesserung der Situation von Minderheiten.

Wirtschaft

Der Übergang von der sozialistischen Planwirtschaft zu einer Marktwirtschaft begann in Kroatien bereits zu Anfang der achtziger Jahre wurde jedoch durch die Deindustrialisierung und den Krieg deutlich verlangsamt. Im Jahr 1996 führte die kroatische Regierung einen großen Wiederaufbau-Plan ein. Die Hälfte des Wohnungsbestandes wurde ohne Hilfe aus dem Ausland wieder aufgebaut.

Die Industrie trägt etwa 20% des kroatischen Bruttoinlandsprodukts, das nahe am europäischen Durchschnitt liegt. Der Schwerpunkt der Industrie liegt in der Lebensmittelproduktion, bei den ölverarbeitenden Betrieben, der Chemie-Industrie, dem Bau elektrischer Anlagen, der Papier-Industrie und dem Druck-Sektors owie in der Verlagswirtschaft und dem Schiffsbau.

Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle. Kroatien mit einer Gesamteinwohnerzahl von 4,6 Millionen Menschen beherbergt jährlich 9,1 Millionen Touristen.

An der kroatischen Küste spielt die Fischerei eine ebenso entscheidende Rolle an der Versorgung des Landes wie die Landwirtschaft im Landesinneren mit dem Anbau von Getreide, Tabak und Wein. Auch viele Produkte aus der Viehhaltung sind weltbekannt, z.B: der “slavonski kulen“ (Salami aus Slawonien), der “dalmatinski pršut“ (Räucherschinken aus Dalmatien), der “istarski pršut“ (Räucherschinken von Istrien) und der “paški sir“ (Käse von der Insel Pag).

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