Politik und Wirtschaft in Kenia

Staatsform und Wahlen

Politik und Wirtschaft in Kenia

Im August 2010 trat in Kenia eine neue Verfassung in Kraft, für die friedlich mit einer Mehrheit gestimmt wurde. Damit wurde das Amt des Premierministers, das 2008 geschaffen wurde, wieder abgeschafft. Kenia ist eine Präsidialrepublik, wobei der Staatspräsident der Regierungschef ist. Dieser ist auch gleichzeitig Oberkommandierender der Streitkräfte. Das Staatsoberhaupt wird in einer Direktwahl für fünf Jahre gewählt. Insgesamt ist die kenianische Politik stark durch einzelne Charaktere geprägt.

Seit 2010 besteht das Parlament aus zwei Kammern, dem Abgeordnetenhaus und dem Oberhaus, bestehend aus Vertreter der einzelnen Verwaltungsbezirke. Durch die Mitbestimmung der einzelnen Verwaltungsbezirke wird Kenia immer dezentraler regiert.

Korruption ist in Kenia ein sehr aktuelles Thema. Bestochen wird bei Straßensperren bis hin zu Wirtschaftsexporten und regelmäßig werden auch politische Gelder veruntreut.

Amnesty International und andere Organisationen kritisieren, dass Kenia zu wenig für die Menschenrechte macht. Folterungen, ungesetzliche Tötungen, Vergewaltigungen und Zwangsbeschneidungen bleiben zu oft straffrei. Solche Vorfälle kommen auch fast nie zur Anzeige, worin man sieht, dass die Opfer der Regierung nicht trauen und sie keine Strafe für die Täter erwarten. Kinderprostitution ist ebenfalls ein weitverbreitetes Problem. Homo- und Bisexuelle werden in Kenia extrem diskriminiert und sexuelle Handlungen unter Männern sind illegal.

Außenpolitisch handelt Kenias Regierung relativ stabil und sie übernehmen in Ostafrika eine Führungsrolle. Die Prioritäten liegen hier vor allem innerhalb Afrikas, wobei sich Kenia größtenteils nicht in regionale Unruhen hineinziehen lässt. Daher übernimmt es häufig eine Vermittlerrolle. Kenia bemüht sich in den Vereinten Nationen sowie der East-African Community. Enge Beziehungen herrschen auch zwischen Kenia und der USA, sowie Großbritannien. Die kenianische Regierung setzt mit Verurteilungen von Seeräubern ein Zeichen gegen die zunehmende Piraterie.

Wirtschaft

Die kenianische Bevölkerung wächst und wächst. Obwohl auch das Bruttosozialprodukt in den letzten Jahren stieg, hatte der einzelne Bürger davon nichts, da das Bevölkerungswachstum rasant zunimmt. Die Arbeitslosenquote ist sehr hoch und Armut ein Hauptproblem in Kenia. Etwa ein Viertel der Menschen muss mit weniger als einem US-Dollar am Tag leben.

Die Landwirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftszweig Kenias. Weit mehr als die Hälfte der Bürger lebt davon. Angebaut werden vor allem Kaffee, Tee, Schnittblumen und die Sisal-Agave. Diese Produkte werden hauptsächlich exportiert. Für den Eigenbedarf werden vor allem Mais, Getreide, Zuckerrohr, Bohnen und Obst angebaut. Die Rinderzucht ist ebenfalls ein entscheidender Wirtschaftszweig. Kenias Böden sind nicht nur für die Landwirtschaft relativ schlecht nutzbar, sie bieten auch kaum Bodenschätze. Am meisten wird Natriumcarbonat und Salz abgebaut.

Wichtige industrielle Wirtschaftszweige sind der Maschinenbau und die Textilproduktion. Trotzdem werden noch entscheidende Mengen an Autos, Maschinen und Chemikalien importiert, ebenso Erdöl.

Der Tourismus spielt eine große Rolle für die Wirtschaft des Landes. In den Nationalparks und den Hotelanlagen finden viele Einheimische Arbeit. Die wichtigste Rolle für den Tourismus spielen die weißen Strände an der Küste, sowie die wildreichen und großen Nationalparks im Landesinneren.

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Kenia


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