Kenia: Geographie

Kenia befindet sich im Osten Afrikas und wird durch den Äquator in zwei Hälften geteilt. Es grenzt an Somalia, Südsudan, Äthiopien, Tansania und Uganda. Im Osten wird es durch den Indischen Ozean begrenzt. Mit 580.367km² befindet sich Kenia auf Platz 49 der Weltrangliste. Kenia unterteilt sich in sieben Provinzen, sowie dem Hauptstadtdistrikt Nairobi. Die größte Provinz ist Rift Valley, ihr folgen der Größe nach die Eastern, North-Eastern, Coast, Central, Nyanza und Western Provinz.

Das Rift Valley, ein Ausläufer des ostafrikanischen Grabens, durchzieht Kenia und bestimmt maßgeblich das Landschaftsbild. Entlang des Rift Valleys befinden sich zahlreiche Seen. Beiderseits des Grabens türmen sich Berge vulkanischen Ursprungs auf. Das Mount-Kenia-Massiv im Zentrum des Landes ist die höchste Erhebung mit 5199m. Im Gegensatz dazu flacht sich das Land zur Küste hin nach Osten ab. Im Westen ist die Landschaft hügelig und Tafelberge säumen die Landschaft. Bis hin zum Viktoriasee im Westen Kenias wird das Land flacher.

Rift Valley Provinz

Wie der Name der Provinz schon sagt, wird das Landschaftsbild vom Rift Valley dominiert. Diese Provinz liegt direkt im Graben. Charakteristisch sind die vielen (Soda-) Seen dieser Region. Diese sind Heimat seltener Vögel. Ein bekanntes Beispiel ist der Nakuru-See, an dessen Ufer sich Millionen Flamingos versammeln, sodass der See rosa umrandet erscheint. Im Nakuru-Nationalpark kannst du nicht nur die Flamingos bestaunen; dort kannst du auch auf Nashörner, Giraffen und viele andere Vögel treffen. Am Nakuru-See liegt die Stadt Nakuru, welche viertgrößte Stadt des Landes und Hauptstadt der Provinz ist.

Im Allgemeinen ist diese Provinz durch Graslandschaften und Wüstengebiete charakterisiert. Die Massai-Mara ist ein riesiges Naturschutzgebiet, welches du unbedingt gesehen haben musst, wenn du nach Kenia reist. Das Gebiet grenzt direkt an die Serengeti in Tansania und ermöglicht es den Tieren, ihren althergebrachten Wanderrouten zu folgen. Das Gebiet ist sehr tierreich und mit etwas Glück kannst du riesige Herden verschiedenster Arten beobachten. Durch die Massai-Mara fließt der Mara-Fluss.

Der Amboseli-Nationalpark liegt direkt an der Grenze zu Tansania. Er ist zwar relativ klein, aber wohl auch einer der bekanntesten Parks in Ostafrika. Bei gutem Wetter hast du einen traumhaften Blick auf den Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas, der sich in Tansania befindet. Der Park ist auch bekannt für seine zahlreichen Elefanten. Dort befinden sich auch einige schutzwürdige Sumpfgebiete.

Eastern Provinz

Östlich des Grabens im zentralen Teil Kenias befindet sich die große Eastern Provinz. Die Hauptstadt ist Embu. Der Südteil ist bedeutend dichter besiedelt als der Nordteil. Im sehr trockenen Norden leben nur wenige Hirtennomaden. Die zweitgrößte Provinz des Landes grenzt an den Turkana-See, dem größten Binnengewässer Kenias. Der See versalzt aufgrund des geringen Regens und der hohen Verdunstung immer mehr. Dieser See gehört zum UNESCO-Naturerbe und beherbergt viele verschiedene Arten.. Im Sibiloi-Nationalpark am Ostufer des Sees werden Nilkrokodile, Vögel, Reptilien und verschiedene Säugetierarten geschützt.

Das Mount-Kenia-Massiv bringt den zweithöchsten Berg Afrikas hervor. Es gibt mehrere spitze Gipfel, wobei Batian mit 5199m der höchste ist. Nach Osten hin fällt die Landschaft recht schnell ab. Im Westen schließt sich Hochland an. Der Gipfel ist nur 15km vom Äquator entfernt und doch gibt es dort oben immer Schnee und Eis. Auf dem Massiv befinden sich acht Gletscher. Es gibt Gebirgsflüsse und -seen, sowie Wasserfälle. Oberhalb der Waldgrenze bei 3500m findest du neben Schnee und Eis auch Hochgras, Stauden und Buschgras. Aufgrund des reichen Niederschlags hat sich rund ums Massiv ein Streifen tropischer Regenwald gebildet. Das Mount-Kenia-Massiv mit seiner einzigartigen Landschaft ist ein UNESCO-Weltnaturerbe.

North-Eastern Provinz

Die North-Eastern Provinz grenzt an Äthopien und Somalia. Garissa ist die Hauptstadt. Bewohnt wird diese Region hauptsächlich von Somali, welche vor allem von der Viehzucht leben. Das Gebiet ist sehr trocken und heiß und es ist regelmäßig von Dürren und Überschwemmungen betroffen. Touristisch hat diese Provinz nicht sehr viel zu bieten.

Coast Provinz

Der Name der Provinz verrät bereits, dass sie sich entlang der Küste erstreckt. Mombasa ist die zweitgrößte Stadt Kenias und Hauptstadt dieser Provinz. Diese bedeutende Hafenstadt ist fast komplett von Wasser umgeben. Andere wichtige Städte der Provinz sind Diani, Malindi, Lamu und Watamu. Letzteres ist ein Fischerort mit einem sehenswerten Meeresnationalpark. Ein wichtiger Touristenanlaufpunkt ist der 25km lange weiße Diani-Beach südlich von Mombasa. Dort sind auch Korallenriffe vorgelagert, die zum Tauchen und Schnorcheln einladen.

Die beiden Tsavo-Nationalparks im Süden sind die größten Nationalparks des Landes. Aus verwaltungstechnischen Gründen unterteilt sich das Schutzgebiet in den größeren Tsavo-East- und den kleineren Tsavo-West-Nationalpark. Die beiden Gebiete sind durch die Fernstraße zwischen Nairobi und Mombasa, sowie den Athi-Fluss getrennt. Etwa zwei Drittel des östlichen Teils sind für Besucher nicht zugänglich. Der Tsavo-East-Nationalpark bietet weite Savannen und Steppen, Akazienwälder, Felsschluchten, mehrere (dauerhafte und saisonale) Flüsse, sowie eine reiche Tierwelt. Der Tsavo-West-Nationalpark ist etwas hügeliger. Dort befinden sich die Mzima Springs; eine Quelle mit Schmelzwasser des Kilimandscharo. In dieser Quelle leben Flusspferde und Nilkrokodile. Die Region ist immer wieder von schwarzem Lava-Gestein geprägt. Auch dieser Nationalpark ist sehr artenreich.

Central Provinz

Nördlich von Nairobi befindet sich die Central Provinz. Die Hauptstadt ist Nyeri. Die Region ist sehr vom Kaffeeanbau geprägt. Der Aberdare-Nationalpark schützt die Landschaft um das Bergmassiv der Aberdare. Dies ist ein geschlossenes Vulkangebiet, das dichte Wälder, Hochmoore und Wasserfälle beherbergt.

Nyanza Provinz

Ganz im Westen des Landes, an den Viktoriasee grenzend, befindet sich die Nyanza Provinz. Die Haupstadt Kisumu befindet sich ebenfalls direkt am See. Insgesamt ist die Besiedlung am Viktoriasee ziemlich dicht. Das Klima dieser Region ist tropisch feucht und es regnet viel. Der Viktoriasee gehört zu Kenia, Tansania und Uganda, und ist der drittgrößte See der Welt. Als größter See Afrikas ist er etwa so groß wie Bayern. Kenia hat mit nur sechs Prozent Seefläche und rund 550km Küste den kleinsten Anteil am See. Der Viktoriasee ist sehr artenreich und es gibt einige endemische Arten. Um die Fischer zu unterstützen, wurde der Nilbarsch im See eingeführt. Dieser hat sich schnell vermehrt und verdrängt nun ansässige und seltene (Barsch-) Arten.

Western Provinz

Die westliche Provinz liegt westlich des Rift Valleys und reicht bis an den Viktoriasee. Kakamega ist die Hauptstadt. In dieser Region regnet es recht viel und im Westen gibt es mit dem Kakamega-Wald letzte Regenwaldstücke. Dieser Wald ist der östliche Zipfel des äquatorialen Regenwaldes und der einzige tropische Tieflandregenwald Kenias. Allerdings wurde schon viel gerodet und die Fläche wird immer kleiner.

Der Mount Elgon ist ein erloschener Vulkan im Westen Kenias. Er hat einen Kraterdurchmesser von zwölf Kilometern. Die Böden dieser Region sind aufgrund des vulkanischen Ursprungs und des hohen Niederschlags recht fruchtbar.

Nairobi Distrikt

Nairobi ist die Hauptstadt Kenias und auch einzige Millionenstadt des Landes. Es ist das Wirtschaftszentrum Kenias und Ostafrikas und stark international geprägt. Dort befindet sich beispielsweise eines der vier Büros der Vereinten Nationen. Es gibt ein Nationalmuseum, dass eine Sammlung der afrikanischen Frühgeschichte präsentiert. Zu sehen gibt es natürlich auch das Parlamentsgebäude, Rathaus und Gericht. Allerdings ist mehr als die Hälfte der Bewohner in Slums zu Hause.

Nairobi liegt östlich des Grabens auf der Athi-Ebene am Nairobi-Fluss. Das Klima auf über 1600m ist tropisch. Nur sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt der Nairobi-Nationalpark. Dort können sogar Kurzurlauber eine richtige Safari erleben. Es gibt verschiedene Säugetier- und Vogelarten. Darunter sind Spitzmaulnashörner, Massai-Giraffen und Löwen. Ebenfalls im Park befindet sich ein Elefantenwaisenhaus, das sich um verletzte und verwaiste Tiere kümmert.

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