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Tokyo - 10 Jahre später

immernoch 12.09.2009:
Aller 15 Minuten fährt ein Shinkansen von Nagoya nach Tokio und bekanntlich muss man nix irgendwie vorrausbuchen sondern einfach ein Ticket am Automaten ziehen und einsteigen. So ließen wir uns von Tomomis Mutter die 12 Minuten zur Hozumi Station mit dem Auto fahren und nahmen den nächsten Zug nach Nagoya. Dort dann in dem riesigen Bahnhof den Schildern "Skinkansen" gefolgt und in den Erstbesten der nach Tokio fährt eingestiegen dies kostete dann 10600 Yen / Person für eine Strecke. Nach 2 Stunden also Punkt um 12 Uhr waren wir dann auch schon in Tokio - geil! Endlich wieder mal in der Stadt der Städte - war nun tatsächlich fast 10 Jahre her das ich wieder hier sein konnte - nach Japan 1999/2000.

Ohne Gepäck (ich hatte nur die Kameratasche dabei) zogen wir durch die Stadt. Das Wetter was die letzten Tage immer perfekt sonnig war ließ uns heute etwas im Stich - es nieselte ab und zu ein bisschen.

An die genaue Runde durch Tokio erinnere ich mich nicht mehr ich weis blos, dass wir ALLES sehen wollten und dass das natürlich in zwei Tagen einfach mal nicht geht. Auf einer Karte hatten wir uns bekannte und irgendwann mal gehörte / gelesene / oder 1999 besichtige Sachen eingemalt. Da diese Kreuz und quer über die Stadt verteilt lagen beschränkten wir uns auf eine winzige Ecke des 34 Mio Einwohner zählenden Ballungsraums Tokio.
Shinjuku, Harajuku, Shibuya, zwei Hochhaus-Besichtigungen (Aussichtsplattform im Gebäude der Stadtverwaltung, und normales Hochhaus wo wir einfach mal hochgefahren sind). Als es bereits dunkel war und wir zu Fuß - ja wir waren 6 Stunden zu Fuß unterwegs - keinen Bock mehr hatten fuhren wir mit der Bahn nach Asakusa.


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In Asakusa angekommen hieß es nun unser Hostel finden. Das hatte ich über Hostelbookers.com gebucht und außer den Stadteil Asakusa hatte ich keine Ahnung wo es sein sollte. Mithilfe der Karte von der Webseite des Hostels - auf der keine Straßennamen drauf waren probierten wir uns durch. Vorbei am Liquor Shop, Jisoji Tempel, Papapsu Food & Drug Shop. Inzwischen regnete es als ob es galt die letzten 10 Tage Sonnenwetter wieder gut zu machen. Wir flüchteten uns schließlich in einen anderen Backpacker und fragten nach dem Weg. Außerdem lieh man uns Regenschirme. Endlich kamen wir im Khaosan Tokyo Annex 2-2-5 Higashikomagata Sumida-ku , Tokyo 130-0005 an. Es sah zwar nicht genau aus wie in der Khaosan Road in Thailand aber bei dem Regen schon so ein bischen... Im strömenden Regen war eine Art Erntedankfest oder so am Gange und überall versuchten sich Leute unterzustellen, zu musizieren, Essen zu kochen und zu verkaufen. Einige tanzten auch und zogen irgend einen Schrein durch die Straße. Wir checkten aber erstmal ins Hostel - in unser gebuchteten Deluxe Schlafsaal ein. Bekanntlich ist Tokyo ja ziemlich teuer und so war es ziemlich schwer kurzfristig ein passendes Hostel zum akzeptablen Preis in "zentraler" Lage zu finden.  Der Schlafsaal mit "Deluxe"Kabine im Khaosan Tokyo Annex (www.khaosantokyo.com ) kostete 2500 Yen / Nacht pro Person. Ein Zimmer hatte 18 Betten-Kabinen. Die Doppelstockbetten hatten rundrum eine Holzverkleidung und eine Schiebetür mit Vorhängeschloss. Nunja wir wollte es ja Preiswert...
Also die ausgeliehenen Regenschirme zurück bringen - nochmal Bier und was zum Essen kaufen und schnell zurück.

Jetzt kommt der Teil wo wir mustergültig alles falsch gemacht haben was nur geht:

1. Akt: Am Eingang vom Hostel muss man wie sonst auch die Schuhe ausziehen und dann barfuß durchs Haus. Da es bis rauf zur Dachterrasse aber total verschlammt war und Wasser die Treppe runterlief haben wir diese Vorschrift mal zumindest bis zu unserem 18 Bed-Dorm nicht beachtet. Klar wurden wir promt erwischt - von der Hausputze die gerade den Eingang säubern wollte. OK sorry und ab dann barfuß statt in Sandalen.

2. Akt: Auf der Dachterrasse des Hostels - wo´s selbst bei Regen sehr gemütlich war - beschlossen wir noch ein Bierchen und einige Kippchen zu rauchen. Was uns in dem Moment nicht bewußt war: a) das man nicht Rauchen darf, b) die Terrasse ab 21 Uhr geschlossen ist (Tür war aber auf) und c) Die Putzfrau auch das Dach putzen also kontrollieren kommt. Verdammt.

3. Akt: Wie wir ziemlich schnell erfuhren darf man nur vor der Haustür rauchen nicht auf dem Dach. OK sorry nochmal - danke für den Tipp. Also wenigstens noch das Bier austrinken gings vor die Tür. Irgendwie war es aber verboten vor der Tür mit Alkohol zu stehen - jedenfalls besagte das die Hausordnung die wir aber leider noch nicht gelesen hatten. Logisch wer kommt uns darauf hinweist - die Putze. Oh mein gott war das peinlich und verflixt heute.

4. Akt: Ja das war noch nicht alles. Kaum in der Schlafkoje musste ich nochmal raus für kleine Jungs und ging kurz um die Ecke zum Klo. Und wer stand da? Klar die Putzfrau machte grad die Toiletten sauber. Als die mich so sah machte sie ein riesen Fass auf ob ich wohl denke, dass das angemessene Kleidung ist die ich da anhatte? Wie? Was? "this is not common in japan - to dress like this" oder so. Fuck! Ich durfte also nicht pissen gehen und musste mir erst ein T-Shirt anziehen. man man man


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13.9.2009:
Um den Kabinenkoller abzuschütteln gings direkt gleich los raus zum 2. Tag Tokio Stadtbesichtigung. Vor dem Hostel mussten wir feststellen, dass auch heute das Tempelfest fortgesetzt wurde. Mit lautem Trommeln und allerhand Instrumentenbegleitung wurden erneut Schreine auf Rädern durch die Straßen gezogen...
Zu Fuß liefen wir zuerst durch Asakusa um dort die kleinen Geschäfte und Gassen nach brauchbaren Touristengeschenken für Rolf zu durchstöbern. Danach gings weiter bis nach Ueno-Station und von dort in den benachbarten Park auf der Suche nach den Cosplay´s. Leider fanden wir nur vereinzelt ein paar Cosplay - Leute? Oder wie man diese Jungen und Mädchen nennen soll die sich als Anime und Manga Figuren herausputzen. Ganzjahresfasching quasi. Vom Ueno Park fuhren wir dann bis zum Kaiserpalast. Das Gelände erkundeten wir so gegen Mittag rum - bei ziemlicher Hitze und Sonnenschein. Wunderbar. Als auch das abgeklappert war fuhren wir erneut mit der U-Bahn irgendwo hin - dort gabs dann das Seibu Irgendwas Kaufhaus auf dessen Dachterrasse ein Biergarten für uns eingerichtet war. Dies kam uns wie gerufen und so machten wir erstmal Pause beim Bier. Als die rum war - war es bereits wieder dunkel und so fuhren wir zurück nach Asakusa Station und schlenderten erneut durch den Tourimarkt.
Im Hostel zurück passten wir diesmal auf das wir alles richtig machten - zumindest wenn uns die Putzfrau sah. Erneut wurde für uns das volle Programm bzgl. Straßenfest geboten und so gesellten wir uns dazu.

14.9.2009:
Letzter Tag Tokio - vorletzter Tag mit Rolf. Nach dem checkout liefen wir von Asakusa bis nach Akihabala dem Elektronikviertel und weiter durch Kanda dem Buch/Manga-Viertel. Mit dem Shinkansen ging es dann wieder die 2h zurück bis nach Hozumi (10600Yen/Person). 


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