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Shigoku - Matsuyama

immernoch der 7.9.2009:
Als es langsam Abend wurde und dämmerte verabschiedeten wir uns von unserer Businesslounge und verließen das Schiff. Am Pier angekommen - hieß es erstmal schauen wie wir zu unserem vorreservierten Youth Hostel nähe der Dogo - Onsen kommen. Soweit ich vorrecherchiert hatte gibts einen Bus der die 50 Minuten bis dorthin fahren sollte - inkl. einmal umsteigen. Da hier nun endgültig nichts mehr auf Englisch ausgeschildert war mussten wir uns ein bisschen durchfragen aber dank hilfsbereiter Japaner alles kein Problem. Im hoffentlich richtigen Bus sitzend gabs vorne eine Matrix-Anzeigetafel für das zu entrichtende Fahrgeld. Jedesmal wenn die Anzeige einen Betrag weiter gesprungen war bibberten wir endlich am Ziel zu sein. Irgendwie gut 40 Minuten später kamen wir in der Nähe des Viertels mit der Dogo - Onsen an. Matsuyama ist zwar eine Stadt mit gut 0,5 Mio Einwohnern - es fühlte sich aber kleiner an. Bekannt ist die Stadt als Kurort - mit seinen heißen Quellen - insbesondere die Dogo - Onsen (Onsen ist das japanische Wort für Thermalbad). Gleich hier an der Dogo - Onsen Station die sehr touristisch aufbereitet wurde, gabs es dann auch eine Fuß-Onsen wo man kostenfrei seine nach Vanille und Desinfektionsmittel riechenden Füße und Sandalen spülen konnte. In abendlich hübsch beleuchteten Gassen suchten wir unsere Jugendherberge die irgendwo hier sein sollte. Den 2. Bus wollten wir nicht nehmen also irrten wir durch die Nacht. Endlich nach ewigem berghoch latschen erreichten wir das Matsuyama Youth Hostel (http://www.matsuyama-yh.com/english/index.html 3360Yen / Person im private japanese style room) Diese war sehr traditionell d.h. es kam so ein bischen Ryokan / Minschuku Feeling auf. Sehr angenehm wechselten wir zuerst in die Hauslatschen - bei Rolf seiner Schuhgröße musste die Hausherrin lange nach der passenden Größe "Kindersarg" 48? suchen. Unser Zimmer bestand diesmal wie zuvor reserviert aus einen "japanischen Tatami" Zimmer. Auf dem Tatami (Reismatten) Boden wurden unsere Futons ausgerollt und Schwup wars Bett fertig. Als uns angeboten wurde noch Curry Reis zum Abend zu essen sagten wir sofort zu -  wir waren hungrig wie sau.
Anstatt in die in der Jugendherberge integrierte Ganban-Yoku Sauna (heiße Steine) zu gehen - marschierten wir nochmal zurück eine der berühmtesten Onsen Japans besuchen. In der Dogo-Onsen einen zweistöckigen Holz-Gebäude fanden wir dann getrennt nach Männlein / Weiblein im Herrenbereich zwei kleine heiße Pools sowie die obligatorischen Waschvorrichtungen im Vorraum. Eintritt so ca. 800 Yen/Person genau weis ich es nicht mehr. Nach kurzem einweisen von Rolf - es war ja sein erster Besuch in einer japanischen Onsen gings ins heiße so hochgejubelte Onsen Wasser. - Ja scheiße war das heiß. Mehr als Füße rein ging gar nicht. OK Rolf war mutig und tauchte einmal kurz ab. Irgendwie schade drum 6€ zu bezahlen um dann festzustellen das die beiden Pool mit Ihren mehr als 44? Grad heißem Wasser zu heiß sind und man eigentlich nur am schwitzen ist. Japaner buchen in der Onsen natürlich das volle Programm - also in der oberen Etage im Ruhebereich ausgiebig Essen und dann ab und zu runter ins Bad abtauchen.
Ziemlich erschöpft wie die Tage zuvor auch gings nach einem kleinen Rundgang ziemlich früh zurück ins YHA Hostel nichts als schlafen.... (Achso der Wäschetrockner hatte inzwischen unsere 2 gewaschenen T-Shirts fertig getrocknet...)

8.9.2009:
Ausgeschlafen wie lange nicht mehr. Aber 10 Uhr mussten wir raus - checkout. Dabei fragten wir dann ob uns das Hostel einen Mietwagen klar machen könnte. Erstes Problem war das keiner verstand was wir wollten. Dann erreichte die hilfsbereite Angestellte unter den vorgeschlagenen Telefonnummern irgendwie nicht wirklich eine Autovermietung - oder die Autovermietungen hatten keinen Bock auf Ausländer wie uns. Nunja dann eben nicht. Da wir durch den "frühen" Checkout nicht wirklich zum "frisch machen" gekommen waren entschieden wir uns den Morgen in einer anderen Dogo Onsen einklingen zu lassen. Also losgewatschelt zu einer anderen Onsen gleich um die Ecke von der Gestrigen. Dort diesmal alles etwas moderner und wohl auf etwas mehr Publikumsverkehr ausgelegt. Nachdem wir dem Automaten am Einlass zwei Tickets entlockt hatten (Papiergeld musste man an einem anderen Automaten klein machen) betraten wir die Beton-Onsen und zogen uns zwei Kaffee an einem anderen Automaten. Nun Klamotten einschließen und auf zur Frühstückssauna - Bade Onsen. Diesmal nicht ganz so heiß und auch die Becken etwas größer....

Anschließend Frühstückssandwich in einem Convinience um die Ecke und Überlegung wie es mit unserem Urlaub weitergehen sollte. Hier endete ja die Vorausplanung und wir hatten keine Ahnung was kommt und wo wir heute Abend pennen würden. Wir entschieden uns zum Hauptbahnhof von Matsuyama zu fahren und dort einen Zug zu finden der uns entgegen dem Uhrzeigersinn um die Insel Shigoku entlang der Küste fährt. Am Bahnhof angekommen checkten wir am Informationsschalter die Optionen und erfuhren bei einer Frage nebenbei, dass es auch am Bahnhof Autovermietungen gibt. Eigentlich hatten wir die Idee mit dem Mietwagen auf Shigoku bereits aufgegeben aber wir schauten dennoch bei der Mietwagenfirma - einem Toyota - Rent A Car Filiale vorbei. Dort dann erstmal hektische Betriebsamkeit mit unserer Anwesenheit ausgelöst und wir wurden nach einigen Telefonaten von einem Angestellten in ein Auto verfrachtet und in eine andere Filiale gefahren. Dort kümmerten sich dann 3 Japanerinnen rührselig um unser hoffnungsloses Unterfangen einen Mietwagen in Japan zu buchen. Selbstverständlich waren die Angestellten sehr freundlich - konnten aber kein englisch. Und ich nicht wirklich japanisch. Immerhin sollte man denken ist klar was wir wollen - ein Auto. Egal welches. Ich kürze mal ab. Owohl ich alles was man für einen Mietwagen an Voraussetzungen mitbringen musste hatte

  • Kreditkarte,
  • Passport,
  • AlienCard,
  • Führerschein,
  • Internationalen Führerschein
  • amtliche Übersetzung des Führerscheins beglaubigt von der Deutschen Botschaft,
  • Wohnadresse in Japan

- gabs ein Problem.  Die Angestellte pochte darauf das mein Internationaler Führerschein ungültig ist und ich kein Auto bekommen dürfe. Als ich mir die Vorschrift die das besagte, die zum Glück zweisprachig verfasst war, irgendwann genauer anschaute - stellte ich fest, dass sie immer den australischen Internationalen Führerschein mit meinem gegenscheckte. Der australische Internationale Führerschein durfte laut Ihrer Vorschrift nicht länger als ein Jahr gültig sein. Meiner war aber 2 Jahre gültig. Als ich Ihr dann die Prüfseite für den deutschen Führerschein aufblätterte war alles in Butter. Innerhalb von 5 Minuten war alles geregelt und wir saßen in einem kleinen Toyota Getz - mit englischem Navi. Letzteres war sehr wichtig konnten wir ja Straßenschilder ansonsten nicht lesen und nie eine Adresse finden...

Wichtigste Handung: - den Klostein (also das Gratisgeschenk von der Fähre) wurde endlich ausgepackt und am Rückspiegel graziös aufgehangen.


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