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Auf nach Hozumi

immernoch 11.9.2009:
Am Hauptbahnhof von Tokushima verstanden wir nur Bahnhof. Alle Schilder, Fahrpläne und Automaten - nur auf japanisch. Doch es gab einen Infoschalter und dort erklärten wir mit Händen und Füßen, dass wir nach Hozumi (in Gifu-Ken) wollten. Auf der Karte gezeigt - Osaka -> Maibara -> Gifu -> Hozumi und siehe da alles ganz einfach. Zuerst sollten wir den Bus nehmen bis Osaka und dann einen Zug.
Die Bushaltestelle fand sich dann genauso einfach wie der Bus nach Osaka. Die Kosten hab ich leider bereits wieder vergessen war aber günstiger als gedacht. Der Bus war viel günstiger als der Zug - weil er eine viel kürze Strecke nehmen konnte. Gegen Mittag fuhren wir dann los ca. 1h und das Beste war die Überquerung der Akashi-Kaikyo Brücke über die ich schon öfters was gelesen hatte und unbedingt mal selbst anschauen wollte. Die Akashi-Kaikyo Bridge ist aktuell die längste Hängebrücke der Welt mit knapp 2km Spannweite und 4km Gesamtlänge. Sie ist 300m hoch und mit eingebauten elektrischen Stabilisatoren um Schwingungen zu neutralisieren und Erdbeben bis 8.5 zu wiederstehen.
Im Busterminal in Osaka angekommen mussten wir zuerst mit der U-Bahn wild durch die Stadt fahren. Osaka ist irgendwie krasser als Tokio. Als 2. größte Stadt Japans leben hier im Metropolumfeld mehr als 18 Mio Menschen und an jedem zweiten Wolkenkrazer hängen ein oder zwei Heliports. Sehr geschäftig alles und von der Verkehrsführung einfach komplexer als Tokio. Mit 3 Ebenen von Highways übereinander schaut man da mal so vom Bus-Bahnhofsgebäude in der 10 Etage aus dem Fenster auf die auf gleicher Höhe vorbeifahrenden Autos, Truks und Busse.
Dank der hilfsbereiten Schaffner der JR und einer Karte die wir irgenwo erhalten haben fitzten wir uns durch bis ShinOsaka von wo aus wir dann die billige (2500Yen/Person) Bummelzugvariante die 150km nach Hozumi nahmen. Also statt 1h im Shinkansen, 2,5h mit Umsteigen in Maibara und Ogaki.

In Hozumi angekommen wunderte sich Rolf sicherlich das "auf dem Land wohnen" wie ich immer behauptete trotzdem bedeutet das alles bebaut ist. Wir "wanderten" nun die 45 Minuten bis zu unserem Haus entlang kleiner Straßen und ab und zu mal einem Reisfeld. Tomomi hatte ich inzwischen vorgewarnt und sie erwartete uns bereits. Rolf kurz rumgezeigt bei der Familie und alles staunte über Rolf - der gerade so durch die schmalen Türen passte. Und eigentlich immer den Kopf einziehen musste.Nun gings gemeinsam mit Tomomi und Rolf in ein Yakiniku Restaurant - gegrilltes Fleisch essen. Leider hat aktuell niemand den WikipediaArtikel zu diesem Essen auf deutsch übersetzt daher der englische Artikel hier: (http://en.wikipedia.org/wiki/Yakiniku).

12.09.2009:
Rolf konnte gut schlafen. Nach der verkorksten Nacht einen Tag zuvor... Bei mir schlief sichs - abgesehen von der Papapflicht Nachts die Milch fürs Baby ranzuschaffen, ebenfalls gut.

Frühstück aßen wir etwas später als Tomomi und die Schwiegereltern. Dabei diskutierten wir die Optionen. Eigentlich hatte ich ursprünglich vorgeschlagen den höchsten Berg Japans - Mount Fuji - zu besteigen, aber die Saison wo man das ohne Risiko machen darf und kann war bereits im August vorbei. Außerdem hatten wir keine passenden Klamotten, Schuhe usw. Also gabs noch die Möglichkeit Tagesausflüge rund um Hozumi zu machen - also nach Gifu und Gifu Castle, Nagoya und die bereits im Japan 2009 beschriebenen Attraktionen rund um Hozumi. Oder Tokio....
Ich reservierte fix zwei Übernachtungen in Tokio und los gings.


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