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Auf zum Amt

Am 25.6. gab es eine kleine Abwechslung – es ging zum Amt. Wir fuhren 15 Minuten zum Rathaus von Mizuho City.

Mit allerlei Vorurteilen über Ämter und Behörden machte ich mich auf alles gefasst. Der Grund warum wir überhaupt her mussten: Als Sozialschmarotzer wollte ich eine japanische Krankenversicherung beantragen. Da ich nichts verdiene muss ich angeblich nichts (monatlich) bezahlen. Zuerst einmal das Amt an sich: ein zweistöckiger „Prachtbau“ aus der Bubble Zeit um 1975 rum – nun es hatte etwas Antikes. Drinnen zum Glück alles klimatisiert und ne Menge typisch freundliche Angestellte. Am Eingang gab es einen Grüßaugust der einem beim obligatorischen? Händewaschen half, ein Babybett mit Spielzeug nebst der Angestellten die immer für Ordnung sorgte. Selbstverständlich gab es auch Getränke. Das Büro mit den für uns zuständigen Mitarbeitern bestand aus einem großen Raum mit dutzenden Schreibtischen wo ein Laptop neben dem anderen Stand. Wir wurden vor einem Schreibtisch eingewiesen und der Papierkram begann. Das einzige Formular was ich halbwegs lesen konnte war das „Alien Registration Card“. Als es zu den Unterschriften kam musste die Angestellte feststellen, dass ich kein „Hanko“ besaß. Ein Hanko besitzt jeder Japaner und ist eine Art Stempel mit einem persönlichen Siegel. Dies wird mit Roter Farbe da hin gestempelt wo man amtlich unterschreiben muss. Während die Babybett-Verantwortliche zum dritten Mal die unbenutzten Kinderspielsachen zurechtzupfte, wurde  kurzerhand mein Zeigefinger als Stempel  zweckentfremdet und die Angestellte entschuldigte sich vielmals.

Nun wurde für Japaner relativ hartnäckig versucht mich auch bei der Rentenversicherung anzumelden. Sie ließen sich wirklich allerhand einfallen um mich zu überreden aber ich lehnte kategorisch ab – schließlich ist´s um das japanische Rentensystem noch schlechter als ums deutsche bestellt – wo bereits jetzt auf einen Rentenempfänger ein Arbeitnehmer kommt.  

Als Endschädigung für den anstrengenden Amtsgang ging es danach Bier kaufen in der nächsten Shopping Mall:

echtes Bier (aus Hopfen gemacht) und Fakebier (aus irgendwelchen anderen Zutaten) sind schwer zu unterscheiden... aber mit „Asahi Super Dry“ liegt man auch jeden Fall richtig egal ob große oder kleine Dose
im Tierladen: hätte ich gewusst, dass man hier auch unsere Yuki (unseren Hund) verkauft - hätte ich mir das mitnehmen im Flugzeug sparen können

Einmal im Monat werden wir von den Eltern eingeladen zum Essen - samt Familie des Bruders von Tomomi. Er ist echt ein netter Kerl – kann aber wie alle anderen Japaner hier kein Englisch. Dieses mal ging es zum Yakiniku Essen – da wird rohes Fleisch in der Mitte vom Tisch auf einem Gasgrill gebraten. Wie meistens in Japan isst man nicht nur von einem (eigenen) Teller sondern teil sich das Essen aus verschiedensten Schüsselchen mit den anderen.

Zum Abschluss mal noch Fotos wies bei uns Zuhause auf dem Essentisch typischer weise aussah...
Meist mit Reis *gggrrrrrr* - aber zum Glück gibt´s Ketschup

Weiterlesen - der echte Sommer kommt

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