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Der Sommer in Japan

Am 2.7. gab es wieder mal eine Abwechslung – ich musste zu einer Vorsorgeuntersuchung mit dem BuChan. Da Tomomi arbeitete fuhr mich die Schwiegermutter dorthin. Es war total putzig – weil sonst nur Frauen mit Ihren Babys da waren und ich der einzige Mann und noch dazu Geijin (Ausländer). Ein bisschen kam ich mir vor wie bei dem Geburtsvorbereitungskurs in Deutschland auf jeden Fall war es für mich hier aber interessanter.

ungläubige Blicke, Stefan als einziger Papa unter lauter Japanerinnen

Hauptsächlich ging es darum zu kontrollieren ob das Baby gesund ist – ich glaube aber auch das dies eine typische Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist - denn auf die ca. 20 Kursteilnehmerinnen kamen mindestens 20 Angestellte der Gemeinde die irgendwie eine Kleinigkeit zur Daseinsberechtigung ausführten. Am Besten fand ich die Live Vorführung mit Verkostung von allerlei Speisen die man für das Baby kochen lernen sollte. Ich verstand natürlich nichts. Als ich nach 2h relativ erschöpft genau wie BuChan mich auf einem Kissen am Boden lang machte gab´s Schelte. Ich solle das doch bitte unterlassen – natürlich alles indirekt kommuniziert aber ich habs trotzdem verstanden – und ignoriert ;).

Babykochkurs für gelangweilte Mütter

Mein Frühstück!

Am 6.7.2009 wurde wieder eine Abwechslung eingeschoben. Zu Dritt machten wir eine Zweitagestour nach GERO. Gero ist eine kleine Stadt in den Bergen und die angeblich 3. bekannteste Destination für Erholungsurlauber in Japan. Da das Hotelzimmer gerade noch so vor der Sommerhigh-Season im Angebot war statt 500€ die Nacht nur 200€ sparten wir also jede Menge Geld *schluck*. Die zwei Tage regnete es nahezu ununterbrochen - ich freute mich dennoch mal rauszukommen. Das mit dem Regen war gar nicht mal so schlimm denn wie sich herausstellte bestand GERO nur aus Beton Klötzen und einem ebenfalls zubetonierten Fluss. Das Hotel allerdings war eine Stadt für sich. 16 Etagen am Berghang Terrassenartig angelegt. Es hatte alles was man braucht. Eine Handvoll Restaurants, Theater (nicht das ich das brauche aber dort wurden auch die Str**shows usw. vorgeführt), 2 Thermalbäder, ein dutzend Souvenierläden usw.:

Während wir speisten gab es sogar eine Kinderbetreuung und wir konnten die Einrichtung wirklich genießen. Beim Auschecken am nächsten Tag die nächste Überraschung: Tomomi bezahlte mit zwei Gutscheinen der japanischen Regierung. Denn als Konjunkturprogramm wurde in Japan beschlossen jedem Japaner einen Konsumgutschein in Höhe von 100 Euro zu schenken – dieser konnte dann auch für derartige Reisen verwendet werden *freu*.

Auf dem Heimweg aus den Bergen - frische Luft und echte Natur!

Zur Belohnung für den Ausflug gings am nächsten Tag in eine neue Shopping Mall und neben den tausenden nützlichen und unnützen Sachen von denen ich bestimmt später ab und zu welche vorstellen werde hier zwei Beispiele. Das erste sind die Shopsticks (Stäbchen) für Anfänger – mit Fingerring… (PS: Rolf falls du vor deinem Besuch im September üben willst gib Bescheid … :). Das zweite ist die Happy Birthday CD – wo der Song den individuellen Namen vorkonfiguriert enthält – die CD gibt es dann auch mit allen erdenklichen Namensvarianten:

birthdaysong CD´s with your own name
chopsticks for beginners... or geijins like me

Irgendwann letzte Woche hieß es Tomomi bei der Arbeit besuchen. Dabei stellte sich heraus das es eigentlich nicht wirklich ein Krankenhaus ist wo Tomomi arbeitet sondern eine Schönheitsklinik. Da Tomomi dort erst noch viel lernen musste benötigte sie für eine bestimmte Behandlungsmethode eine „Versuchsperson“. Ich war und bin dafür wie geschaffen – bräuchte ich doch eigentlich eine komplette Ganzkörperverschönerung (wenn ich so den Katalog durchschaue was man alles machen könnte…). In jedem Fall war ich überrascht was für einen geilen Job sich Tomomi verschafft hat. Kaum Arbeit weil keine Kunden in der Rezession, humane Arbeitszeiten und Arbeitsweg und jeden Tag konnte sie all die Laser, Peelings und Cremes usw. aus Langerweile benutzen.
Heute wurde an meinem Gesicht ein Peeling ausprobiert - jetzt aber nicht zuviel erwarten - an der Hackfresse hat sich nix geändert... außer das ich nun überall rote Pikel hatte und es juckte und krabbelte wie sau durch die Säure...

So dann nur zum Abschied (des Tagesberichts) - meine heutige Nebentätigkeit kurz vorgestellt (neben der Kinderbetreuung): Akten schreddern da ja Tomomis Eltern vor 2 Jahren Ihre Fabrik verkauft hatten gab´s und gibt’s noch jede Menge Belege was weg muss. Verbrennen darf ich die Regalmeter nicht – nur schreddern – und das mach ich heute damit wieder ein halber Quadratmeter Platz frei wird. Zwei Säcke hab ich schon - leider überhitzt trotz Kühlakkus der Reißwolf andauernd und ich muss immer mal ne Zwangspause machen – in der ich den Bericht schreiben kann.

Meterweise Akten tag ein tag aus ;) - der Schredder musste mit Kühlakkus gekühlt werden...
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