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Japan...

Morgens 19. Juni 2009 - 8:59 Ankunft im Chubu International Airport - Nagoya, Japan.
Diesmal wurde ich von Tomomi mit dem Auto abgeholt - wie nett. Ziemlich müde mussten wir aber erstmal am Flughafen 10 Minuten in der Quarantäne zubringen (alles war mustergültig per Fax und mit dutzenden Formularen vorab angemeldet gewesen) und anschließend 2 Stunden zubringen um den Hund durch den Zoll zu bringen bzw. zu klären wie wir später den Hund wieder außer Landes bringen können - ob eine Voranmeldung jetzt schon ratsam ist....
Mein Visum wurde akzeptiert - allerdings gabs da einen Hacken den ich erst im Herbst feststellen würde... (ich hatte KEIN Multiple Entry Visum - wie blöd).
Wie immer gabs bei dem Citibank Automat am Nagoya Airport kein Bargeld trotz Zusicherung seitens deutscher Filiale und Werbespruch: "weltweit kostenlos Bargeld abheben mit der EC Karte..." - mmmh mal schauen - musste ich doch die nächsten Monate gut 10.000 Euro hier irgendwo abheben fürs Leben und wollte das möglichst ohne horrende Gebühren tun...

Kaum im nagelneuen Auto von Tomomis Mutter gleich die ersten Eindrücke. Die Türen vom Kleinwagen öffnen sich ohne dass man die Fernbedienung oder Schlüssel benutzen muss, nur durch die Anwesenheit des Schlüssels in der Tasche. Die Schranke an dem Parkhausausgang öffnete sich bei ranfahren automatisch und bedankte sich per Sprachausgabe für das Parken – weil der im Voraus bezahlte Parkschein  anscheinend per Funk arbeitet. Danach wunderte ich mich über die verschiedenfarbig gestrichenen Straßen – zur besseren Orientierung, über das sich drehende McDonalds Zeichen und natürlich wie immer über die verbaute Landschaft. Nach 2 Stunden waren wir dann endlich in meinem neuen „zu Hause“ angekommen. Wir wurden herzlich begrüßt und unser kleiner BuChan freute sich auch.

Gespannt schauten wir wie sich die beiden Hunde also die mitgebrachte Yuki und der Hund der Schwiegereltern (Namens "Momoko") beschnupperten. Nach einigem Krawall der bis heute anhält scheinen sie sich arrangiert zu haben – Yuki ist dank doppelter Größe auf jeden Fall Sieger und neue Hausherrin geworden insbesondere frisst sie jetzt ihr Essen und das von Momoko gleich mit.

Einige Tage später... nun haben wir die Ersten Besorgungen gemacht in einem etwas größeren Shopping Komplex in dem das Leipziger "Paunsdorf Center" locker fünfmal reinpasst. Ich fand dass auf jeden Fall sehr angenehm da es wettertechnisch a) klimatisiert also gekühlt war und b) draußen nun die Regenzeit begonnen hat und pausenlos regnete. Wir kauften so wichtige Dinge wie Staubsauger (25€), Haarschneidemaschine (14€), Hundefutter (25€/9kg), 2xkurze Hosen für mich (12€), Shampoo, Rasiercreme usw. das wirklich komplizierte aber war ein „Nest“ zu finden für den Hund welches gekühlt werden kann – da es ja tagsüber mehr als 30 Grad sind und der Hund sich sonst tothechelt.

Wir nahmen das Nest welches ohne Strom auskam und mit Eisbeuteln gekühlt werden kann (40€). Ganz allein bestellte ich mir im Footcourt (einer Ansammlung von Takeways und Restaurants auf einer kompletten Etage im Shopping Center) einen Hamburger mit extra Käse und Tomaten Ketchup - man war ich stolz auf mich! Wie erwartet konnte auch sonst in der Provinz hier keiner ein Wort Englisch - gut das doch relativ viele Produkte irgendwie Symbole drauf hatten und mit englischen Brocken versehen waren. Doch um nur ein kleines Beispiel zu bringen: – Zahnbürste der Stufe „HART“ ohne japanisch Kenntnisse zu finden ist unmöglich. Ebenso ein Handy zu kaufen geht mal gar nicht. Daher wurde dies Anschaffung ebenso wie der WLAN Access Point vertagt  - auf heute.

Nach dem Frühstück habe ich gelernt wie die Waschmaschine funktioniert und wie man die Dusche (inkl. Hauselektronik zum Heizen) und den Wasserkocher bedient. Nun bin ich fast autark. Danach wurde ich zu den Nachbarn geschickt und musste mir aus höflichkeitsgründen eine Lange Hose anziehen und ein Hemd. Bei den 2 Nachbarn soll ich mich nun bedanken für die Geschenke für unseren Manabu.

Das putzige ist, dass ich gleich etwas zurückschenken muss im Wert von 50% des ursprünglichen Geschenks.

Auch das habe ich nun überstanden.  Im Handy Shop waren wir heute zum Sonntag auch noch und nun bin ich stolzer Handybesitzer hier meine Nummer:  +81 8036877***. War ne schwere Geburt fast 2 Stunden hat die Angestellte benötigt um den Papierkram auf die Reihe zu bekommen – typisch Japan. Ich hab zwar das allergünstigste Modell (7€/Monat 2 Jahre Mindestlaufzeit) gewählt aber dennoch  ist bereits ein TV Empfänger eingebaut und eine 2MP Videokamera *lach*. Ob SMS aus Deutschland geht muss ich aber noch austesten (Anmerkung: geht nicht!).

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