Politik und Wirtschaft in Irland

Staatsform und Wahlen

Politik und Wirtschaft in Irland

Seit dem Inkrafttreten des "Republic of Ireland Act" am 18.04.1949 ist Irland eine Republik. Das Gesetz, durch das allerdings nicht die bestehende Verfassung geändert wurde, führte weitere wesentliche Änderungen herbei: Die Zugehörigkeit des Staates zum Commonwealth wurde aufgehoben. Der Titel "König/in von Irland" wurde damit abgeschafft und fortan war der Präsident für die Pflege der Beziehungen zu anderen Ländern verantwortlich.

In Irland gibt es verschiedene aktive Parteien, Koalitionsregierungen sind üblich. Eine Besonderheit hierbei besteht darin, dass sich das Parteienspektrum nicht ohne weiteres in "links" oder "rechts" einteilen lässt. Die größten Parteien (Fianna Fáil und Fine Gael) bezeichnen sich als "mitte-links" bzw. "mitte-rechts" und stammen beide ursprünglich von der Partei Sinn Féin ab. Die drittstärkste Partei ist die Labour Party, die ebenfalls als "mitte-links" einzuordnen ist.

Die Partei Sinn Féin ist als einzige sowohl in der Republik Irland als auch in Nordirland aktiv. Ihr Hauptziel besteht darin, die unter britischer Herrschaft stehenden Gebiete Nordirlands in die Republik Irland einzugliedern.

Das irische Parlament (“Oireachtas“) setzt sich aus dem Präsidenten, dem Unterhaus (“Dáil Éireann“) und dem Oberhaus (dem Senat, “Seanad Éireann“) zusammen, wobei das Unterhaus deutlich weitergehende Machtbefugnisse hat. Beide Kammern haben ihren Sitz in Dublin. In Irland finden Wahlen zum Unterhaus (166 Mitglieder, fünf Jahre Amtszeit), Präsidentschaftswahlen, Regionalwahlen und Europawahlen statt. Der Senat wird dagegen nicht direkt vom Volk gewählt, sondern seine Mitglieder werden auf bestimmte Weise gewählt oder ernannt.

Wirtschaft

Die irische Wirtschaft ist stark auf den Export ausgerichtet. Bis 2008/09 herrschte in Irland ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum (sechs Prozent jährlich), in der Folgezeit der Finanzkrise in diesen Jahren verschlechterte sich die Situation deutlich.

Als wichtige Wirtschaftszweige sind zu nennen: die Agrar-, die Luftfahrt-, die Finanzindustrie, die pharmazeutische Industrie, die Baubranche, der Tourismus und der Bergbau. Irland produziert und exportiert große Mengen von Rindfleisch und Milchprodukten. Unter der Bezeichnung "Kerrygold" werden irische Milchprodukte weltweit beworben. Weiterhin werden hauptsächlich Computer-Hard- und Software, Chemikalien und Pharmazeutika vorwiegend in die USA und europäische Länder exportiert. Der Import von Maschinen und Fahrzeugen, elektrischen und elektronischen Produkten, Chemikalien, Mineralölprodukten und Nahrungsmitteln erfolgt hauptsächlich aus den USA, europäischen Ländern, China und Japan.

Fluggesellschaften mit Sitz in Irland sind unter anderem Ryanair und Air Lingus. In Irland werden u.a. Zink, Blei und Erdgas gefördert. Der Tourismus, der größte einheimische Wirtschaftszweig, hat auch unter der Krise gelitten, aber inzwischen sind wieder steigende Besucherzahlen zu verzeichnen, es herrscht weiterhin der Individualtourismus vor. Die wichtigste irische Wertpapierbörse ist die Irish Stock Exchange (ISE) in Dublin. Eine landestypische Besonderheit in der Energiewirtschaft besteht darin, dass zur Energiegewinnung auch Torf verwendet wird.

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