Arbeiten in Irland

Webseite der irischen Arbeitsagentur:
www.fas.ie
Webseite des Arbeitsamtes:
www.ba-auslandsvermittlung.de
Durchschnittliche Preise von Produkten des täglichen Bedarfs:
www.cso.ie

Nach den wirtschaftsstarken Jahren zwischen 1995 und 2007 war die Wirtschaft Irlands in den Jahren 2008/2009 besonders stark von der Finanzkrise betroffen. Während zuvor viele Arbeitsuchende nach Irland auswanderten, stiegen die Arbeitslosenzahlen des Landes in den letzten Jahren stärker als in anderen europäischen Ländern, die Quote lag Mitte 2011 bei ca. 14%. Die meisten Stellenverluste hatte die Baubranche zu verzeichnen und in den letzten Jahren mussten die Beschäftigten in fast allen Branchen Gehaltskürzungen hinnehmen. Zusammen mit den Außenhandelskammern und der irischen Arbeitsagentur FÁS geht die Bundesagentur für Arbeit derzeit davon aus, dass sich Jobsuchenden vor allem in exportorientierten Branchen Chancen bieten und dass der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften wie Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Medizinern und IT﷓Sachverständigen in Irland bis 2015 deutlich steigt. Für Facharbeiter und ungelernte Arbeitskräfte wird die Zahl der freien Stellen voraussichtlich nicht wieder den Stand erreichen, den sie vor der Krise hatte. In Tochterunternehmen deutscher Firmen gibt es mitunter Arbeitsplätze direkt für deutsche Muttersprachler, jedoch ist in den meisten Fällen ohne sehr gute Englischkenntnisse eine Beschäftigung nicht möglich. Der Anteil der Ausländer an der arbeitenden Bevölkerung Irlands beträgt ca. zehn Prozent. Die Lebenshaltungskosten sind in Irlands ungefähr 1/6 höher als in Deutschland. Im Handels- und Dienstleistungssektor liegen die Gehälter etwas über dem deutschen Niveau, in anderen Berufen etwas darunter. Auch regional gibt es Unterschiede – die höchsten Gehälter erzielt man im Großraum Dublin. Sonntagsarbeit wird gesondert vergütet, der Mindestlohn für erwachsene Arbeitnehmer mit Berufserfahrung liegt bei 8,65€ pro Stunde. Oft werden die Gehälter (wie auch die Mieten) im Wochenrhythmus angegeben. Anders als in Deutschland sind Weihnachts- und Urlaubsgeld nicht üblich, man kann aber beim Einstellungsgespräch im Rahmen von Zusatzleistungen (Versicherungen, Firmenwagen, Sportkurse,...) günstige Positionen verhandeln. Für Normalverdienende gilt zunächst ein Einkommenssteuersatz von 20%, wobei Einkommenshöchstgrenzen zu beachten sind, an denen sich der Wert ändert. Die Steuerzahlungen werden bei der Lohnzahlung gleich einbehalten. Die durchschnittliche Arbeitswoche hat 48 Stunden und man hat – allgemein gesagt – Anspruch auf vier Wochen Urlaub, wobei es zahlreiche Sonderregelungen zu freien Feiertagen etc. gibt. Arbeitnehmer sind wie in Deutschland sozialversicherungspflichtig. Innerhalb der EU gibt es Regelungen, wie Kranken- und Rentenversicherungsansprüche beim Umzug in ein anderes Mitgliedsland “mitgenommen“ werden können. Rund 34% der irischen Arbeitnehmer gehören einer Gewerkschaft an.

Voraussetzungen und Genehmigungen

Innerhalb der EU hat jeder Bürger das Recht, in einem anderen Mitgliedsstaat eine Arbeit aufzunehmen. Für Angehörige eines EU-Mitgliedsstaates sind weder Visum noch Arbeitserlaubnis, wohl aber sonstige Unterlagen (Zeugnisse, Personalausweis, Arbeitsbescheinigungen, ...) erforderlich.

Stellensuche

Aktuelle Informationen zur Arbeitssituation in Irland findest du auf der Webseite der irischen Arbeitsagentur. Weitere wichtige und aktuelle Hinweise zur Stellensuche in Irland findest du auch unter auf der Webseite des Arbeitsamtes. Mitunter kann die Anerkennung von Abschlüssen, vor allem bei Tätigkeiten mit höherer Qualifikation, eine Rolle spielen. Im Allgemeinen gelten auch in Irland die Grundsätze für gute Bewerbungen (keine Serienbriefe, sondern individuell auf den Arbeitgeber zugeschnittene Unterlagen etc.).

Das statistische Amt Irlands bringt zweimal jährlich eine Studie heraus, die unter anderem durchschnittliche Preise von Produkten des täglichen Bedarfs enthält.

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