Klima und beste Reisezeit für Iran

Klimatische Regionen

Windtürme in Meybor bei Yazd
Windtürme in Meybor bei Yazd, die einst das Innere eines Hauses oder Wasser darin kühlten, 2012

Das Klima Irans wird von großen Temperaturunterschieden zwischen den einzelnen Teilen des Landes, zwischen den Jahreszeiten und zwischen Hochland, Gebirge und Küstenregionen geprägt. So schneit es beispielsweise im April im Bergland, während das Klima an der südlichen Küste auf Mitteleuropäer dann durchaus unangenehm heiß wirken kann. Die regionalen Temperaturschwankungen geben Inspirationen einer Reise von Gegensätzen, ganz so wie es Geographie, Klima und Gesellschaft Irans sind.Eine Auswahl von vier Regionen soll hier die Beschreibung des Klimas vereinfachen:

Küstengebiete am Kaspischen Meer/ Norden: Gilan am Kaspischen Meer verzeichnet mit einer Niederschlagsmenge von 1600–2000 mm/ Jahr die höchsten Jahresniederschläge des Landes.. Wolken vom Kaspischem Meer bringen dem Landstreifen zwischen Meer und Elburs vor allem im Herbst häufig Regen. Die Niederschlagsmenge nimmt von West- nach Ostiran hin ab. Im Winter liegen die durchschnittlichen Temperaturen bei milden 8°C und Juli bei sommerlichen 26°C.

Gebirge: Elburs und Zagros: Die gewaltig große Fläche des erstreckt sich über zehn Breitengrade hinweg, als finge es im Norden der Schweiz an und führte bis Sizilien in Süditalien, dabei ist es nicht weniger schmal als Italiens Stiefel. Den extremen Höhenunterschieden im Gebirge folgen gewissermaßen große Temperaturschwankungen. Das Klima in den Höhenlagen und an den Hängen von Elburs und Zagros ist im Winter kalt und trocken. Die winterlichen Durchschnittsemperaturen bei Tabriz liegen kurz unter dem Gefrierpunkt, in Teheran und Mashad nur wenig darüber. Die Mittelwerte sommerlicher Monate für dieses Gebiet liegen am Tag zwischen 25°C und 30°C.

Zentraliranisches Hochland: Auch in diesem von Gebirgen umrandeten Hochland variieren die Temperaturen zwischen Tag und Nacht sowie Sommer und Winter stark. Im Sommer steigen die Temperaturen in den Wüsten Irans manchmal auf mehr als 50°C Grad an, die durchschnittlichen Tageshöchstwerte liegen bei 40°C Grad. Viele Reisende ertragen die hohen Temperaturen dieses Gebietes wegen des trockenen Klimas allerdings besser als die der Südküste. Im Winter sind in diesem Gebiet Nachtfröste möglich, es kann schneien. Während des ganzen Jahres sind die Niederschläge äußerst gering.

Küstengebiet am Persischen Golf/ Süden: Ob in der westlichen Provinz Khuzistan, in Bushehr oder Qeshm, zumeist herrscht am Persischen Golf ein feuchtheißes Küstenklima. Eine Ausnahme ist da das häufig trockene Wüstenklima der südöstlich gelegenen Provinz Belutschistan. In dieser Provinz vor Pakistan sind die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie zwischen Sommer und Winter erheblich. Weniger stark schwanken die Temperaturen in Khuzistan oder Hormozgan. Im Januar ist es durchschnittlich warm wie am Mittelmeer, ca.16–18°C, im Sommer steigen die Temperaturen auf durchschnittlich 34°C. Die Niederschläge sind mit 150–200 mm im Süden relativ gering Allerdings kannst du bei der hohen Luftfeuchtigkeit damit rechnen, dass du vor Ort im Sommer viel Schwitzen wirst.

Beste Reisezeit

Der Frühling ist mitunter die beste Jahreszeit für eine Reise nach Iran. Im Zagros–Gebirge finden Pflanzenliebhaber unzählige Blütenarten im April und Mai; die Luft am zentraliranischen Hochland, z. B. in Städten wie Isfahan und Shiraz, die oft Reiseziele werden, ist dann angenehm, ebenso wie im Herbst, etwa von September bis November. Für den Sommer sei dir die Küste des Kaspischen Meeres empfohlen. Im Winter sind Wintersportgegenden am Elburs und bei Teheran ratsam . Auch die Kulturstätten am Persischen Golf haben im Winter ihren besonderen Reiz.

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