Iran - Einwohner und Religionen

Menschen und ethnische Gruppen

Feuertempel der Zoroastrier in Yazd, 2012
Feuertempel der Zoroastrier in Yazd, 2012

An staatlichen Gebäuden, an Zügen und auf Formularen liest sich das Land Iran seit dem 1. April 1979 mit seiner theokratischen Staatsform als Islamische Republik Iran. Ungefähr 78 Millionen Menschen leben in diesem Teil des Vorderen Orients. Davon sind etwa die Hälfte Perser, die andere Hälfe bilden Aseri (Nordwesten), Kurden (Nordosten, Provinz Khorasan), Luren (Zagros), Araber (Südwesten, nahe Irak), Belutschen (Südosten, sie leben auch in Pakistan und Afghanistan). Kaschgai (Zagros und Provinz Fars), Turkmenen (Nordost), Afghanen, Armenier, Aramäer, Georgier und Juden. Wie heute, lebten und leben seit Jahrtausenden im Gebiet des heutigen Irans verschiedene ethnische Gruppen beisammen.

Die offizielle Amtssprache des Landes ist Persisch, was eine indogermanische Sprache ist. Daher erinnert beispielsweise die Konjugation der Verben an Lateinverben. Auch Wörter wie “pedar“ (lat. pater; dt. Vater) oder “baradar“ (eng. brother; dt. Bruder) ähneln romanischen oder germanischen Sprachen. Viele der Bevölkerungsgruppen (ca. fünfzig Prozent der Gesamtbevölkerung) sprechen neben Persisch, auch eine andere bzw. ihre eigene Sprache, beispielsweise eine Turksprache, Kurdisch, Armenisch, Arabisch oder Belutschisch.

Religionen

Moschee in Isfahan
Moschee in Isfahan

In Iran leben Menschen verschiedener Religionsgemeinschaften zum Teil auf engstem Raum zusammen. Ein Beispiel ist das Viertel Jolfa in Isfahan. Mittelpunkt dieses Viertels ist die Kelisa Vank, eine christliche Kirche. Wenige Meter entfernt von ihr befindet sich ein Feuertempel der Zoroastrier von Isfahan (in der Straße Nazar-e-sharghi). Außerdem leben auch Muslime in diesem Viertel.

Neunundneunzig Prozent der Bevölkerung des Landes gehören dem Islam an. Die meisten, etwa neunzig Prozent von ihnen, sind Schiiten und zehn Prozent sind Sunniten. 1501 bekannten sich Safawiden zum Zwölfer-Schia, seither ist der schiitische Islam die Staatsreligion Irans.

Besonders in Teheran, Isfahan und Yazd leben insgesamt ca. 50.000 Zoroastrier. Sie bekennen sich zur Religion Zarathustras, ihrem Begründer. Nach gutem Lebensweg gelangt man nach ihrem Glauben ins Paradies, böses Verhalten führt in die Hölle. Wichtig ist daher die Reinheit des Sagens, Handelns und Denkens – eine Art Glaubensmaxime der Zoroastrier. Tourismusbüros und Hotels organisieren Touren zu zoroastrischen Pilgerorten wie z.B. Chak Chakoo, 48 km nördlich von Yazd.

In Iran leben gut 300.000 Christen, von denen neunzig Prozent der armenisch apostolischen Kirche angehören. Dazu gibt es eine kleine Minderheit von Juden sowie Baha’i.

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