Studieren in Indien

Studieren in Indien

Wer sich für ein Studium in Indien entscheidet, kann sich auf 5000 Jahre alte Kulturtraditionen, gastfreundliche Menschen und beeindruckende Religionen und Bräuche freuen. Es erwarten dich 400 Hochschulen, an denen etwa zwölf Millionen Studenten unterrichtet werden – rund 15.000 davon kommen aus dem Ausland. Das Studium in Indien und vor allem die Einschreibung erfordern jedoch jede Menge Geduld. So kann es zum Beispiel eine ganze Weile dauern, ehe die Anerkennung zuvor erbrachter Studienleistung erfolgt. Oft musst du ein dreimonatiges Genehmigungsverfahren über dich ergehen lassen, für das die erforderlichen Unterlagen und der Hochschulbescheid in fünffacher Ausfertigung bei der indischen Botschaft eingereicht werden müssen. Doch der Aufwand für deutsche Studenten lohnt sich, denn ein Studium in Indien ist eine wahre Bereicherung.

Aufbau des Bildungssystems

Das indische Schulsystem ist im Rahmen der britischen Kolonialzeit stark verwestlicht worden. Die Schüler tragen Uniformen und abgesehen von dem Unterrichtsfach Hindu werden alle weiteren Fächer in englischer Sprache unterrichtet. Während die staatlichen Schulen gebührenfrei sind, müssen die Eltern für Privatschulen mitunter tief in die Tasche greifen. Des weiteren können sich Schüler für ein Stipendium bewerben. Mit sechs Jahren besuchen indische Kinder die Grundschule (“Primary School“), um mit elf Jahren auf die Mittelschule (“Secondary School“) und je nach Leistung mit 15 bzw. 16 Jahren auf ein Gymnasium (“Senior Secondary School“) wechseln zu können. Während der Schulbesuch in der reicheren Bevölkerung selbstverständlich ist, lernt eine Großzahl der Kinder in Indien den Schulalltag nie kennen, weil sie früh arbeiten müssen, um das Überleben ihrer Familien zu sichern. Vor allem Mädchen wird der Schulabschluss nicht selten verweigert.

Auch an höheren Bildungseinrichtungen liegt der Anteil der Frauen deutlich unter dem der Männer. Doch angesichts der steigenden wissenschaftlichen Errungenschaften, spielt Indien als internationaler Studienstandort eine immer größere Rolle. Zahlreiche Hochschulen bieten ein vielfältiges Studienprogramm. Ähnlich dem deutschen Studiensystem wird hier in Bachelor-, Master- und Doktorandenstudiengänge unterteilt. Deutsche Studenten sind sogar von den indischen Studiengebühren befreit. Das Studienjahr beginnt in der Regel Anfang Juli und die Einschreibungen finden im April und Mai statt. Da die Unterrichtssprache auch an den Universitäten meist Englisch ist, ist ein ausreichender Fachwortschatz in Englisch eine grundlegende Voraussetzung.

Vorbereitung auf ein Studium

Zum Studieren in Indien benötigt man bei der Einreise ein sogenanntes Eintrittsvisum (“Entry Visa“). Da eine Verlängerung des Visums vor Ort nicht möglich ist, sollte es von Beginn an auf eine möglichst lange Dauer ausgestellt werden. Überdies musst du dich beim Ausländerregistrierungsbüro anmelden.

Es ist ratsam, sich ein halbes Jahr vor der Abreise bei einem Arzt über eventuell notwendige Impfungen zu informieren. So empfiehlt das Bundesamt für Migration zum Beispiel die Impfungen gegen Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut, Gelbsucht sowie eine Malariaprophylaxe. Wenn du als Student in Indien krank wirst, kannst du sowohl die medizinische Abteilung der Universität als auch staatliche Krankenhäuser konsultieren. Private Krankenhäuser erheben hingegen mitunter sehr hohe Gebühren. Die medizinische Versorgung in Indien entspricht nicht europäischen Standards und englischsprachige Ärzte findet man fast ausschließlich in Großstädten. Als Austauschstudent solltest du dich deshalb um einen ausreichenden, weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz kümmern und auch eine Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

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