Kunst und Kultur in Indien

Literatur und Malerei

Kunst und Kultur in Indien
Tänzer und Musikanten beim Desert Festival, Jaisalmer

Die moderne indische Literatur wird vor allem von Rabindranath Tagore, einem bengalischen Dichter und Schriftsteller, sowie den zeitgenössischen Autoren Amitav Ghosh, Kiran Desai und Arundhati Roy geprägt, die weltweit mit ihren Publikationen für Aufmerksamkeit sorgen. Einen Namen konnte sich zuletzt auch der Inder Vikas Swarup machen, der in Allahabad Geschichte, Philosophie und Psychologie studierte und 2006 seinen ersten Roman "Rupien! Rupien" veröffentlichte. Auf dessen Basis wurde schließlich der weltweit erfolgreiche und mit mehreren Oscars prämierte Streifen "Slumdog Millionaire" verfilmt..

Die britische Kolonialzeit beeinflusste die Stilrichtungen der indischen Malerei maßgeblich. Die traditionelle indische Malerei verschwand ab dem 19. Jahrhundert fast gänzlich. Die heutige, zeitgenössische Malerei orientiert sich zwar einerseits noch immer an westlichen Kunstrichtungen, besinnt sich aber auch auf die traditionellen indischen Themen und Techniken zurück. Maqbool Fida gehört zu den bekanntesten indischen Künstlern der Gegenwart.

Musik und Film

Sowohl Musik als auch Tanz dienen den Indern nicht nur zur Unterhaltung, sondern sind zeitgleich Ausdruck der Götterverehrung und Lebensfreude. Volkstümliche Musik, Pop und Klassi sind gleichermaßen beliebt. Die bedeutendsten klassischen Künstler sind Ravi Shankar, Anjad Ali Khan und Kishori Amonkar. Während die volkstümliche Musik vor allem religiös geprägt und regional sehr unterschiedlich ist, sind bekannte Poplieder, die meist aus den Bollywood-Filmen stammen und nicht selten ebenfalls Elemente klassischer und volkstümlicher Musik vereinen, in ganz Indien zu hören.

Bollywood-Filme sind inzwischen auch in der westlichen Welt bekannt und geschätzt. Ein Bollywood-Streifen zeichnet sich durch einen Mix aus Liebesfilm und Familiendrama aus und wird immer mit Gesangs- und Tanzeinlagen sowie nicht selten mit eindrucksvollen Actionszenen bereichert. Die indische Filmindustrie kommt der großen Nachfrage kaum hinterher und produziert vor allem in der Produktionsmetropole Mumbai einen Film nach dem anderen.. Fast immer spiegeln Bollywood-Filme hinduistische Wertvorstellungen von Familie und der Autorität des Vaters bzw. des Gatten gegenüber seiner Frau wider. Obwohl sich die Geschichten ähneln, ist für die Inder ein Kinobesuch immer etwas ganz Besonderes.

Feste und Feiertage

Holi, das Fest der Farben in Indien
Holi, das Fest der Farben in Indien

Angesichts der vielen Religionen wartet Indien mit einer Vielzahl von Festen auf, die religiösen Ursprungs sind. Die Hindus verbinden ihre Feiertage zum Beispiel mit der Ernte sowie mit dem Wechsel der Jahreszeiten, der entsprechend mit Liedern und Tänzen zelebriert wird. Andere Feiertage wie der "Shivaratri" sind dem Fasten vorbehalten, so dass die ganze Nacht im Tempel gesungen wird. Da sich viele der indischen Feste nach dem Vollmond oder Neumond richten, verschieben sich die Termine immer wieder. In Gujarat und Rajasthan wird ein Fest namens "Uttarayan" gefeiert, das die Saison des Drachensteigenlassens einläutet. Unzählige, farbenprächtige Drachen steigen dann in die Lüfte und auf einem großen Jahrmarkt wird ausgelassen gefeiert. Wenn es dunkel wird, werden die Drachen mit einer kleinen Öllampe bestückt und sorgen für einen glitzernden Nachthimmel.

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