Indien - Einwohner und Religionen

Menschen und ethnische Gruppen

Hinduismus in Indien
Das hinduistische Lichterfest Diwali wird in ganz Indien gefeiert.

Indien ist nach China das zweitgrößte Land der Erde und verfügt über eine Bevölkerungszahl von etwa 1,15 Milliarden Menschen (2009). Das Land verzeichnet einen jährlichen Bevölkerungszuwachs von 15 Millionen Menschen und hat damit den größten absoluten Zuwachs aller Staaten der Erde. Etwa 17% der Weltbevölkerung lebt in Indien und etwa 314 Personen wohnen hier auf einem Quadratkilometer. Während 70% aller Einwohner auf dem Land arbeiten, leben 30% in den städtischen Gebieten. Angesichts des großen Bevölkerungswachstums in Indien und trotz einer guten wirtschaftlichen Entwicklung lebt noch immer ein Drittel der Bevölkerung unter der von den Vereinten Nationen festgelegten Armutsgrenze.

Auch wenn Indien ein Staat ist, so verfügt das Land angesichts des noch immer existierenden Kastensystems und der Vielzahl ethnischer Gruppen nicht über ein einheitliches Staatengebilde. Die unterschiedlichen ethnischen Gruppen unterscheiden sich im Hinblick auf Abstammung, Traditionen und Kulturen stark. Es existieren mehr als 300 Stammesgemeinschaften und über 1600 unterschiedliche Sprachen und Dialekte. Hindi, die Staatssprache, wird gerade einmal von 30% der Bevölkerung gesprochen.

In Indien gibt es traditionell betrachtet eine Einteilung der Bevölkerung in vier Gruppen: Der Brahmane , der Mensch des Denkens und Wissens; der Kshatriya, der Mensch der Macht und der Handlung; der Vaisya, der ökonomische Mensch; und schließlich der Sudra, der Mensch, der sich für Arbeit und Dienen eignet. Neben diesen vier Hauptkasten existieren noch über 3000 Unterkasten. Sozial benachteiligt werden jene Menschen, die zu den Kastenlosen gehören sowie die indische Stammbevölkerung.

Religionen

Statue der Göttin Durga
Statue der Göttin Durga

Die religiöse Vielfalt des Landes spiegelt sich in der Vielzahl von Tempeln, Moscheen, religiösen Festen und Straßenumzügen wider. Abgesehen davon, dass in Indien alle großen Weltreligionen vertreten sind, befindet sich hier auch die Geburtsstätte des Hinduismus und des Buddhismus. Mit etwa 80,5% hat der Hinduismus in Indien die größte Anhängerschaft. Weiterhin gibt es 13,4% Moslems, 2,3% Christen, 1,9% Sikhs, 0,8% Buddhisten und 1% der Bevölkerung sind anderen Glaubensrichtungen wie Adivasi, Bahai und Parsen zuzuordnen.

Die Staatsflagge Indiens vereinigt in ihrer Farbgebung die bedeutendsten Religionen des Landes: Safran-Rot steht für den Hinduismus, grün für den Islam und weiß für das Christentum. Die Vielzahl an religiösen Überzeugungen hat jedoch auch ihre Schattenseiten. So führen die großen sozialen Probleme des Landes leider vor allem zwischen Hindus und Moslems immer wieder zu religiösen Konflikten. Auch der religiöse Nationalismus und Fundamentalismus führt nicht selten zu Spannungen, die in blutigen Auseinandersetzungen eskalieren.

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