Arbeiten in Indien

Arbeiten in Indien

Indiens Wirtschaftswachstum hat sich in den letzten Jahren beachtlich entwickelt und die Ökonomie des Landes wird auch in der Zukunft starke Fortschritte verzeichnen. Vor allem in der IT-Branche und im Bereich der Telefondienstleistungen ist das Land auf internationalem Vergleich ganz oben dabei. Doch auch die Textil-, Automobil- und Pharmaindustrie haben große Zuwächse verzeichnet. Immer mehr ausländische Unternehmen verlagern ihre Produktionsstätten in das prosperierende asiatische Land, das auch im Hinblick auf alternative Energien und Biotechnologie weltweit inzwischen zu den Marktführern gehört.

Etwa 2500 deutsche Staatsbürger leben und arbeiten in Indien – viele davon nicht allein als Entwicklungshelfer, sondern in der Wirtschaft und vor allem auch im Bildungswesen. Das durchschnittliche Einkommen beträgt monatlich etwa 540 Euro. Gleichzeitig gilt es zu bedenken, dass die Lebenshaltungskosten sehr viel niedriger als in Europa sind. Gerade in den Wirtschaftszentren verdienen Arbeitnehmer hingegen sehr viel mehr. Die Zahl der Millionäre in Indien wächst täglich.

Ein Arbeitnehmer hat in Indien Anspruch auf 28 Urlaubstage. Obwohl es kein staatliches Rentensystem gibt, unterstützen seriöse Arbeitnehmer ihre Mitarbeiter durch die Einzahlung in einen "Provident Fund", den der Arbeitnehmer mit dem Eintritt in die Rente gesamtheitlich ausgezahlt bekommt. Auch, wenn man sich in Indien durchaus sozial- und krankenversichern kann, so gibt es keine verpflichtende Krankenversicherung und die Leistungen der Versicherer liegen doch sehr unter jenen in Deutschland.

Dinge des täglichen Bedarfs, vor allem Lebensmittel, sind sehr günstig. Dennoch kostet das Leben nach europäischem Standard in Indien ähnlich viel wie in Europa. Mieten sind sehr teuer, öffentliche Verkehrsmittel, Essen, Dienstleistungen dagegen eher günstig. Die Löhne schwanken massiv, je nachdem, ob man bei einer indischen Firma arbeitet oder bei einem europäischen Unternehmen, das in Indien ansässig ist. Von einem indischen Einkommen zu leben dürfte in den meisten Fällen sehr schwer fallen.

Voraussetzungen und Genehmigungen

Ein Arbeitsvisum in Indien wird nur für die Dauer von einem Jahr ausgestellt. Genauere Erläuterungen hierzu findest du unter der Rubrik "Visum". Um den Erhalt eines Arbeitsvisums zu gewährleisten, muss jedoch bereits ein Arbeitsvertrag vorliegen. Bei Arbeitsantritt musst du überdies ein Dokument vorlegen, das "Income Tax Clearance" heißt.

Bei der Klärung von Formalitäten wie zum Beispiel der Arbeitserlaubnis- oder dem Arbeitsvertrag bietet es sich immer an, einen eventuell befreundeten oder bekannten Inder um Hilfe zu bitten, der die Verständigung auf der indischen Behörde erleichtern kann. Auch, wenn es grundsätzlich durchaus ausreicht, wenn du gute Englischkenntnisse mit nach Indien bringst, so können dir ein paar Grundkenntnisse in Hindi in verschiedenen Situationen zu Gute kommen.

Stellensuche

Auch wenn der Arbeitsmarkt in Indien viele freie Stellen parat hält, so empfiehlt es sich, etwa drei Monate vorher ins Land zu reisen, um vor Ort nach einer entsprechenden Arbeitsstelle zu suchen. Vor allem internationale Firmen, die sich hier niedergelassen haben, sind dafür eine gute Anlaufstelle. Im Internet helfen die Onlinebörsen von "Monster India" und "Asia Job Opportunities" weiter. Der internationale Stellenpool des Auswärtigen Amts wartet ebenfalls mit zahlreichen Angeboten auf.

Kommentare

Download Flash Player: http://www.adobe.com

Indien


Antarktis, Südpol Groenland Naher Osten, Arabien Afrika Südamerika Mittelamerika Nordamerika Europa Asien Australien und Ozeanien
Diese Seite wurde am 2020-01-14 08:13:52 (für 86400 Sekunden) gecacht.HIER klicken um static Cache zu erneuern.