Finnland - Einwohner und Religionen

In Finnland leben circa 5,3 Millionen Einwohner auf einer Fläche, die nur ein wenig kleiner ist als Deutschland. Demnach gehört Finnland zu einem der am dünnsten besiedelten Länder Europas, denn auf einem Quadratkilometer leben in Finnland im Gegensatz zu Deutschland mit circa 229 Einwohnern pro Quadratkilometer lediglich ungefähr 16 Menschen. Ein Großteil der Bevölkerung lebt im Süden des Landes, dem Küstentiefland und vor allem in der Hauptstadt Helsinki, welche im Jahre 2000 europäische Kulturstadt war. Doch viele Finnen sehen die Hauptstadt als einen von den Ursprüngen des Landes entwurzelten Ort. Die Kluft zwischen den urbanen Bewohnern und den Finnen, die in den einsamen Gebietendes Landes leben, kann groß sein. Vielleicht wird dir beim Reisen auffallen, dass traditionstreue Finnen eher in Hyvinkäänkylä oder weit hinter dem Polarkreis leben. Die größten Städte sind neben der Hauptstadt Helsinki, in der mit circa 570.000 Einwohner ein Zehntel der Gesamtbevölkerung leben, Espoo mit circa 230.000 Einwohnern, Tampere, Turku, Vantaa, Oulu, Pori und Lahti.

Menschen und ethnische Gruppen

Circa 92 % der Gesamtbevölkerung sind Finnen und circa 6 % sind schwedischsprachige Finnen, auch Finnlandschweden genannt. Eine Besonderheit ist es, dass es zwei offizielle Landessprachen gibt: Finnisch und Schwedisch. Die circa 25.000 Einwohner der Inselgruppe Aland haben Schwedisch als einzige Umgangs- und Amtssprache und sind stolz auf diesen Autonomiestatus. Sie empfinden sich dennoch als Finnen. Circa 0,5 % der Bevölkerung gehören zu den in Finnland ansässigen Russen. In Lappland, die Landschaft im Norden Finnlands, ist das Volk der Saamen angesiedelt. Die Saamen machen lediglich circa 0,11 % der Gesamtbevölkerung aus Zu den weiteren ethnischen Minderheiten gehören über das ganze Land verteilt kleinere Gruppen von Roma und Sinti.

Religionen

Trotz der offiziellen Konfessionslosigkeit gibt es in Finnland zwei Staatskirchen, die eine Finanzierung vom Staat erhalten: die evangelisch-lutherische und die finnisch-orthodoxe. Die große Mehrheit der Bevölkerung gehört dabei der evangelisch-lutherischen Kirche an, circa 2 % sind finnisch-orthodox. Die orthodoxe Kirche wurde im Mittelalter durch die Russen ins Land gebracht. Etwa 2% der Finnen gehören anderen Religionen an, wie zum Beispiel die Tataren dem Islam. Zu den weiteren religiösen Minderheiten im Land gehören die Pfingstbewegung, die finnischen Freikirche, die katholische Gemeinde, die jüdische Gemeinde oder die Zeugen Jehovas. Zwar gibt es schon seit dem Jahre 1869 in Finnland die Religionsfreiheit, die unter der Regierung des Zaren Alexander II. ermöglicht wurde, doch erst im Jahr 1923 wurde diese in der Verfassung verankert.

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