Politik und Wirtschaft in Estland

Staatsform und Wahlen

Politik und Wirtschaft in Estland

Estland ist eine Parlamentarische Demokratie mit einem für fünf Jahre gewählten Staatspräsidenten an der Spitze. Seine Aufgaben sind hauptsächlich repräsentativer Natur, er jedoch auch Oberbefehlshaber des Militärs. Gewählt wird der Präsident vom Parlament, das in Estland den Namen “Riigikogu“ trägt. Es besteht aus einer Kammer und hat gesetzgebende Funktionen. Die Regierung bildet der Ministerpräsident mit seinen Ministern und ist in Estland die ausführende Gewalt.

Die Zusammensetzung der 101 Abgeordneten des Parlaments ist das Ergebnis einer Wahl, die nach dem Verhältniswahlrecht alle vier Jahre am ersten Sonntag im März stattfindet. Wahlberechtigt sind dabei Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind. Das Mindestalter, um sich zur Wahl stellen zu dürfen, liegt bei 21 Jahren. Neben der Möglichkeit zur Wahlurne zu gehen, gibt es in Estland auch die Alternative, im Internet seine Stimme abzugeben.

Die im derzeitigen Parlament vertretenen Parteien sind folgende: Eesti Reformierakond (Reformpartei), Isamaa ja Res Publica Liit (IRL), Eesti Keskerakond (Zentrumspartei), Sotsiaaldemokraatlik Erakond (Sozialdemokraitsche Partei).

Weitere Parteien Estlands sind: Eestimaa Rahvaliit (Estnische Volksunion), Erakond Eestimaa Rohelised (Grüne), Vene Erakond Eestis (Russische Partei Estlands), Eesti Kristlikud Demokraadid (Christliche Demokraten), Eesti Iseseisvuspartei (Estnische Unabhängigkeitspartei).

Wirtschaft

Die Wirtschaft Estlands vollzog einen tiefgreifenden Wandel von einer sozialistischen Planwirtschaft zu einer liberalen Marktwirtschaft. Der bedeutendste Wirtschaftssektor ist heute der Dienstleistungsbereich, in dem rund zwei Drittel der in Estland Beschäftigten tätig sind. Es folgen der industrielle Sektor und der vom Beschäftigtenanteil deutlich dahinter liegende Agrarsektor.

Einen wichtigen Beitrag zur estnischen Wirtschaft leisten beispielsweise die verarbeitende Industrie die Immobilienbranche, der Handel, die Baubranche, der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie auch das Transportwesen. Letzteres wird begünstigt durch die geographische Nähe Estlands zu West-, Ost- und Nordeuropa sowie Russland. Positive wirtschaftliche Entwicklungen sind zudem im Tourismusbereich zu verzeichnen. Dabei ist Tallin, Europäische Kulturhauptstadt 2011, ein besonders beliebtes Ziel der Besucher.

Ein wichtiger Rohstoff Estlands ist Ölschiefer, welcher zu einem großen Teil die Energieversorgung im Land sichert. Weitere Rohstoffe sind beispielsweise Holz, Torf und Kalkstein.

Import und Export

Die EU-Länder haben Russland als wichtigsten Handelspartner Estlands abgelöst, auch wenn es immer noch eine bedeutende Rolle spielt. An der Spitze der Handelspartner sowohl im Import- als auch im Exportbereich steht Finnland. Weitere für Estlands Wirtschaft wichtige Länder sind Schweden, Lettland, Deutschland und Litauen.

Zu den Waren des Exports und Imports Estlands zählen u.a. Maschinen und Anlagen, Holz und Holzwaren, Textilien, Lebensmittel, Transportmittel, Metalle und Metallwaren sowie Produkte der chemischen Industrie.

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