Sprache in Ecuador

Sprache in Ecuador

Die erste Amtssprache Ecuadors ist Spanisch, die weltweit am vierthäufigsten gesprochene Sprache, die zweite Amtssprache ist Kichwa, welches ursprünglich von den Inkas während ihrer Herrschaftszeit eingeführt wurde und für viele "indígenas" im Hochland die Erstsprache ist. Die "indígenas" haben zudem viele eigene Sprachen mit teilweise nur noch wenigen Sprechern. Im Hochland findet der Unterricht in der Grundschule anfangs zum Teil in indianischen Sprachen statt, damit diese Sprachen nicht aussterben.

Englisch wird in manchen gehobenen Hotels, in einigen stark touristisch orientierten Einrichtungen und von wenigen jungen Leuten verstanden, ist aber im Allgemeinen nicht sehr nützlich. Wer in Ecuador arbeiten oder studieren möchte, muss unbedingt Spanisch beherrschen. Reisende, die zumindest Grundkenntnisse des Spanischen mitbringen, haben es natürlich viel leichter, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und Beziehungen aufzubauen.

Spanisch: Aussprache

Beim Spanischen weichen Schriftsprache und gesprochene Sprache nicht so stark voneinander ab wie in manchen anderen Sprachen. Ein Kauderwelsch-Sprachführer ist eine Möglichkeit, um sich Grundlagen der Sprache anzueignen und zumindest im Land zurechtzukommen. Wer etwas Zeit und Interesse dafür hat, kann während seiner Reise in einer der zahlreichen Sprachschulen im Land Einzel- oder Gruppenunterricht Spanisch buchen und die Kenntnisse dann direkt vor Ort festigen und vertiefen. Im Folgenden ein paar nützliche Ausspracheregeln (als Beispiele wurden nach Möglichkeit Städte- oder Ortsnamen verwendet, deren Aussprache geläufig bzw. leicht zu erfragen ist):

  • ein "ch" wird gesprochen wie das deutsche "tsch" [Chimborazo]
  • ein "j" wird gesprochen wie das deutsche "ch" im Wort "Krach" [Jipijapa]
  • ein "g" wird vor "e" und "i" gesprochen wie ein deutsches "ch" im Wort "Dach" [Jorge]
  • ein "gu" wird vor "e" und "i" gesprochen wie ein deutsches "g" [Guayaquil]
  • ein "gü" kommt nur vor "e" und "i" und bedeutet, dass man in diesem Fall das "u" mitspricht. [bilingüe]
  • ein "c" wird vor "a", "o" und "u" gesprochen wie ein deutsches "k" [Cuenca]
  • ein "c" wird vor "e" und "i" in Spanien gesprochen wie ein englisches "th", in allen lateinamerikanischen Ländern wird es gesprochen wie ein deutsches stimmloses (scharfes) "s" [cerro]
  • ein "z" wird in Spanien gesprochen wie ein englisches "th", in allen lateinamerikanischen Ländern wird es gesprochen wie ein deutsches stimmloses (scharfes) "s" [vergüenza]
  • ein "s" wird nie stimmvoll wie im deutschen Wort "Hase" gesprochen, sondern immer stimmlos wie im deutschen Wort "Tasse" oder wie das deutsche "ß" [gusto]
  • ein "qu" wird gesprochen wie das deutsche "k" [Quito]
  • ein "e" wird nicht wie ein deutsches "e", sondern fast wie ein deutsches "ä" ausgesprochen [que tal?]
  • ein "h" wird nicht ausgesprochen [hola]
  • ein "b" und "v" wird immer gleich ausgesprochen und zwar abhängig von der Stellung im Wort: am Wortanfang wie ein deutsches "b" [vivir], in der Wortmitte jedoch meist wie ein deutsches "w" [móvil]
  • ein "ll" gilt als eigener Buchstabe und wird je nach Region meist wie ein deutsches "tj" oder "lj" ausgesprochen [paella]
  • ein "r" und mehr noch ein "rr" wird stark gerollt [Ibarra]
  • zusammenhängende Vokale, z.B. "ue", werden einzeln gesprochen [Cuenca]
  • ein "ñ" ist ein eigener Buchstabe und wird wie ein deutsches "nj" ausgesprochen [Baños]

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