Gesundheit und Vorsorge in Ecuador

Die Lebenserwartung der Ecuadorianer beträgt rund 70 Jahre. In den großen Städten erreicht die medizinische Versorgung europäische Standards (Krankenhäuser, Notfallzentren, Apotheken). In ländlichen Gegenden ist sie jedoch oftmals in technischer und hygienischer Hinsicht nicht mit europäischen Gegebenheiten zu vergleichen.

Auslandskrankenversicherung und Vorsorge

Reisende sollten unbedingt eine gute Auslandskrankenversicherung abschließen, die für Notfälle den Rücktransport ins Heimatland abdeckt. Außerdem sollten die wichtigsten Arzneimittel und regelmäßig einzunehmende Medikamente in einer gut verpackten Notfallapotheke mitgenommen werden. Man muss damit rechnen, dass Behandlungen in Ecuador teuer sind und man in Vorleistung gehen muss, auch wenn die Auslandskrankenversicherung Rechnungsbeträge später zurückerstattet. Ins Reisegepäck gehören immer Sonnenschutzmittel – nicht nur für den Badeurlaub. Auch in den Höhenlagen ist die Sonne sehr intensiv. Zwar ist es dort teilweise recht frisch, aber es ist nicht zu vergessen, dass Ecuador am Äquator liegt und die Sonne mittags mit aller Kraft senkrecht vom Himmel scheint. Empfehlenswert sind daher auch eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille, die vor UV-Strahlen schützt.

Außerdem ist auf entsprechende Schutzimpfungen zu achten. Die Standardimpfungen sollten ohnehin auf dem aktuellen Stand sein. Siehe dazu die Hinweise unter Impfungen.

Es ist zwar richtig, sinnvolle Vorkehrungen zum Schutz der Gesundheit zu treffen, aber übertriebene Sorge ist nicht am Platz. In Ecuador besteht nicht die Gefahr, von einer seuchenartigen Epidemie betroffen zu werden. Vorsicht ist wegen der Klimawechsel geboten, denen man sich bei einer Reise durch Ecuador aussetzt. Die beste Vorbeugung dafür ist eine angemessene Kleidung.

Impfungen

Für Reisende, die aus Deutschland nach Ecuador kommen, sind keine Pflichtimpfungen vorgesehen. Die Standardimpfungen sollten jedoch immer auf dem aktuellen Stand sein. Bei Einreisen aus anderen Ländern können abweichende Bestimmungen gelten. Dennoch sind die folgenden Hinweise unbedingt zu beachten:

Gelbfieber: Reisende, die sich zuvor in einem Gelbfiebergebiet aufgehalten haben, müssen eine Gelbfieberimpfung vorweisen. Fehlt diese, drohen Einreiseverbot und Geldstrafen.

Das Auswärtige Amt empfiehlt außerdem Impfungen gegen Hepatitis A, Tetanus, Keuchhusten und Diphtherie.

Bei längeren Aufenthalten ist zudem eine Impfung gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut ratsam. Außerdem wird zu einer Gelbfieberimpfung geraten, wenn Reisende planen, sich im Amazonasgebiet und östlich der Anden aufzuhalten.

Denguefieber kommt in Ecuador ebenfalls vor und wird von einer tagaktiven Mückenart übertragen. Daher wird für tiefer gelegene Regionen auch tagsüber ein zuverlässiges Mückenschutzmittel und das Tragen langer Kleidung empfohlen. Auf diese Weise schützt man sich auch vor sonstigen durch Mücken übertragenen Krankheiten.

In Ecuador gibt es 686 Malaria-Fälle pro 100.000 Einwohner. Das größte Übertragungsrisiko besteht in Gegenden, die unterhalb 1500m liegen. Malaria wird durch die nachtaktive Anopheles-Mücke übertragen und kann für nicht-immune Europäer lebensgefährlich verlaufen. Schutz bieten lange Kleidung, zuverlässige und wiederholt aufgetragene Insektenschutzmittel und Moskitonetze. Je nach Situation ist eine Malariaprophylaxe in Tablettenform in Erwägung zu ziehen. Schutzimpfungen gegen Malaria gibt es bisher nicht. Konsultieren Sie dazu Ihren Tropenarzt oder Reisemediziner.

Durchfallerkrankungen

Die meisten Durchfallerkrankungen hängen mit mangelnder Trinkwasserqualität und Lebensmittelhygiene zusammen. Daher sollte man immer original versiegelte Trinkwasserflaschen kaufen und kein Leitungswasser trinken. Alternativ kann man das Leitungswasser gründlich abkochen, desinfizieren oder filtern. Auch zum Zähneputzen und Waschen von Lebensmitteln sollte kein unbehandeltes Leitungswasser verwendet werden. Dubios aussehende, billige Restaurants sind zu meiden. Wer anfällig für Durchfallerkrankungen ist, sollte besser nicht an Straßenständen und auf Märkten essen, sondern etwas mehr Geld in einem besseren Restaurant ausgeben. Einige Magenverstimmungen sind lediglich der Umstellung auf ungewohnte Nahrung geschuldet. Eine dabei positive Wirkung hat die scharfe Chilisauce Ají, die in fast jedem Restaurant auf dem Tisch steht und die die Magensaftproduktion anregt. Kohletabletten gehören auf jeden Fall in die Reiseapotheke.

Höhenkrankheit

In den höheren Gehenden Ecuadors kann die Höhenkrankheit ein Problem darstellen. Selbst in Quito (2800m) merkt der aus dem Tiefland ankommende Reisende die "dünnere Luft" durch verstärkte Atmung, schnelles Herzklopfen, ggf. auch Schwindel, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Daher sollte man dem Körper ausreichen Zeit geben, sich zu akklimatisieren, bevor man sich an anstrengendere Aktivitäten wagt. Dazu sollte man viel trinken und nur leichte Mahlzeiten zu sich nehmen. Bergsteiger sollten sich vorher genau über Risiken, Symptome, Vorbeugung und Behandlung informieren.

HIV/Aids

Auch in Ecuador besteht das Risiko einer Aidsinfektion durch sexuellen Kontakt bzw. Drogenmissbrauch. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen sind zu treffen.

Reiseapotheke

Die Reiseapotheke sollte immer unter Berücksichtigung individueller Pläne, bestehender Krankheiten und bekannter Allergien zusammengestellt werden. Im Zweifel ist ein Facharzt zu Rate zu ziehen. Dennoch ist es in Ecuador grundsätzlich immer sinnvoll, folgende Dinge in der Reiseapotheke dabei zu haben:

  • Insektenschutzmittel
  • Salbe zur Behandlung von Insektenstichen
  • Sonnencreme
  • Desinfektionsmittel für Wunden
  • Wundsalbe
  • Wundsalbe
  • Desinfektionsmittel für die Hände
  • Sortiment mit verschiedenen Heftpflastern
  • Sterile Kompressen für kleinere Wundenflasterrolle / Tape
  • Mullbinden
  • Elastikbinde
  • Schere
  • Pinzette
  • Sicherheitsnadeln
  • Fieberthermometer
  • Schmerzmittel
  • Kopfschmerztabletten
  • Halstabletten
  • Kohletabletten
  • Arzneimittel gegen Durchfall
  • Rehydratationspäckchen
  • Salbe gegen Muskelverspannungen/-Reizungen
  • Ohrstöpsel
  • Arzneimittel gegen Reisekrankheit

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