Die Geschichte Ecuadors

Bis zum 15. Jahrhundert wurde Ecuador von verschiedenen unabhängigen Völkern bewohnt. Überreste und Fundstücke aus dieser Zeit sind in verschiedenen Teilen des Landes zu finden. Genaues Wissen über die Zeit in Ecuador vor dem elften Jahrhundert gibt es jedoch nicht.

Inka

Ab ca. 1450 wurde Ecuador für einen Zeitraum von etwa 100 Jahren von den Inkas beherrscht. Die Inkas hatten trotz teilweise energischen Widerstands seit dem zwölften Jahrhundert in Südamerika ein riesiges Imperium mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von über 5000 km aufgebaut. Nachfolgestreitigkeiten spalteten und schwächten das Land bereits vor dem Eintreffen der spanischen "Conquistadores" im Jahre 1526. Francisco Pizarro ließ wenige Jahre später das Oberhaupt der Inka töten und damit zerfiel das Inkareich vollends. In Ingapirca nördlich von Cuenca sind heute die am besten erhaltenen Ruinen einer Inka-Siedlung zu sehen.

Eroberung und Herrschaft durch die Spanier

Ab der Mitte des 16. bis Anfang des 19. Jahrhunderts war Ecuador eine Kolonie Spaniens. Zu Beginn der Kolonialzeit wurde die Stadt Quito erst auf Befehl des Inka-Generals Rumiñahui zerstört, damit es nicht in die Hände der Spanier fiel. Später wurde die Stadt dann aber neugegründet (1534). In der Folgezeit wurde das Land in kultureller, sozialer und ökonomischer Hinsicht stark von den spanischen Herrschern beeinflusst. Ein Unabhängigkeitskrieg beendete die Epoche der Kolonialherrschaft. Ecuador wurde im Jahr 1830 ein unabhängiger Staat. In der berühmtesten Schlacht des Unabhängigkeitskrieges errangen Simón Bolívar und José de San Martín unter Antonio José de Sucre 1822 den Sieg gegen die spanischen Herrscher. Die verfassungsrechtliche Souveränität erlangte Ecuador 1830.

Die ersten Jahre der Unabhängigkeit

Die ersten Jahre der Republik nach 1830 verliefen turbulent. Auch zwischen etwa 1850 und 1920 war das Land geprägt von Auseinandersetzungen zwischen konservativen und liberalen Kräften. In dieser Zeit konnten jedoch verschiedene Reformen durchgesetzt werden, unter anderem die formale Trennung von Kirche und Staat, der Einführung der Zivilehe und die Religionsfreiheit.

Jüngere Geschichte - Republik Ecuador

Von 1925 bis 1947 herrschte in Ecuador eine sehr instabile Situation, die auch im Zusammenhang mit der allgemeinen Weltwirtschaftskrise und dem Zusammenbruch der Kakaoindustrie stand, in der Ecuador als Exportland eine wesentliche Rolle spielte. Im Anschluss daran herrschte bis in die 1960er Jahre im Land ein Aufwärtstrend, der begleitet wurde von einer ersten Phase der Industrialisierung. Zuvor war Ecuador im Wesentlichen ein Agrarstaat gewesen. Die Herrschaft über das Land übte von 1934 bis 1972 der Diktator José María Velasco Ibarra aus. In diese Zeit fällt auch die Unterzeichnung des Protokolls von Rio de Janeiro, dessen Zweck die Beilegung der territorialen Konflikte zwischen Ecuador und Peru war, wodurch Ecuador an Peru fast die Hälfte seines Territoriums verlor. Seit 1973 wird die innenpolitische Situation des Landes nicht unwesentlich durch die Erdölproduktion mitbestimmt. Trotz interner Schwierigkeiten und einiger Grenzkonflikte ist das Leben in Ecuador im Allgemeinen friedlich und das Land gehört zu den sicherten Reiseländern Südamerikas.

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Ecuador


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