Ecuador - Einwohner und Religionen

Ecuador hat nahezu 14 Millionen Einwohner. Der Anteil der indigenen Bevölkerung ist in Ecuador wie auch in den anderen Andenstaaten sehr hoch. Eine Ursache dafür ist, dass außer aus Spanien kaum europäische Einwanderer nach Ecuador kamen – anders als es in Argentinien oder Chile der Fall ist.

Menschen und ethnische Gruppen

Es ist nicht einfach, die indigene Bevölkerung, Mestizen (Nachkommen sowohl indigener als auch europäischstämmiger Menschen) und die rein europäischstämmige Bevölkerung Ecuadors zahlenmäßig voneinander abzugrenzen, da hierfür für die Erhebung von Statistiken eine Selbsteinschätzung der Bürger zugrunde gelegt wird und deren eigene kulturelle Zuordnung eine große Rolle spielt. Neben den genannten Bevölkerungsgruppen gibt es Bürger afroamerikanischer Herkunft und Mulatten.

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung Ecuadors ist mit 23 Jahren deutlich geringer als das Deutschlands (42 Jahre). Die Lebenserwartung liegt jedoch mit 73 Jahren kaum niedriger als die der Deutschen. Mit etwa 50 Einwohnern pro Quadratkilometer hat Ecuador die höchste Bevölkerungsdichte Südamerikas. Die größte Stadt des Landes und ihr wirtschaftliches Zentrum ist Guayaquil. Auch wenn das Bevölkerungswachstum zurückgegangen ist, hat Ecuador noch eine der größten Wachstumsraten in Südamerika. Viele Kinder genießen nach der Grundschule keine weitere Schulbildung. Die offizielle Analphabetenrate liegt bei etwa 10% der erwachsenen Bevölkerung, wobei Mädchen bzw. Frauen in ländlichen Gebieten am stärksten betroffen sind.

Ecuador hat zwei Amtssprachen: das Spanische und Kichwa, welches ursprünglich von den Inkas während ihrer Herrschaftszeit eingeführt wurde und für viele "indígenas" im Hochland die Erstsprache ist. Daneben gibt es noch einige indigene Sprachen, die aber in den meisten Fällen nur noch wenige Sprecher haben. Eine Ausnahme bildet das Shuar mit etwa 100.000 Sprechern.

In Bezug auf Bevölkerungsverlagerung im Land gibt es seit etwa 1950 zwei Trends: einerseits ziehen mehr und mehr Menschen vom Hochland an die Küste. Andererseits ist ein allgemeiner Trend zur Verstädterung zu beobachten. Dennoch ist die Urbanisierung im Vergleich zu anderen Ländern Südamerikas noch nicht sehr weit fortgeschritten.

Etwa 2,5 Millionen Ecuadorianer leben und arbeiten im Ausland – ein großer Anteil im Vergleich zur arbeitenden Bevölkerung im Land (etwa vier Millionen Menschen). Etwas weniger als eine Million Ecuadorianer lebt in Spanien, wo sie die größte Minderheit bilden.

Homosexualität ist in Ecuador seit 1997 straffrei. Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften sind nicht gesetzlich anerkannt, aber es existiert ein Antidiskriminierungsgesetz.

Religionen

Die überwiegende Mehrheit der ecuadorianischen Bevölkerung gehört zur katholischen Kirche, die in Ecuador noch immer sehr konservativ ausgerichtet ist. Teilweise wird der katholische Glaube mit traditionellen Religionen vermischt. Der Katholizismus wurde von den Spaniern nach Ecuador gebracht, ist aber mittlerweile nicht mehr Staatsreligion, sondern den anderen Religionen gleichgestellt. Weiterhin gibt es eine protestantische Minderheit und einige traditionelle Religionen.

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